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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.10.2012

Sophie Hunger - The Danger Of Light
Kristina Auer

Der enorme internationale Erfolg ihrer beiden vorangegangenen Alben sowie unzählige gefeierte Konzerte haben das künstlerische Selbstbewusstsein von Sophie Hunger gestärkt. Für ihr drittes...



...Studioalbum wagte sich die Schweizer Künstlerin daher aus ihrem gewohnten Terrain heraus und reiste für die Aufnahmen bis nach Nordamerika.

Trotz des aufnahmetechnischen Tapetenwechsels bleibt sich Sophie Hunger auf "The Danger of Light" stilistisch treu wie eh und je. Besonders ihr charakteristisches Songwriting, das reduzierte, textfokussierte Verse melodiösen Refrains gegenüberstellt, ist auch dieses Mal in vielen ihrer Songs zu hören.

Sophie Hunger, die eigentlich Emilie Jeanne-Sophie Welti heißt, wurde 1983 in Bern geboren und wuchs als Tochter eines Diplomaten und einer Generalsekretärin der Schweizer Volkspartei SVP nicht nur in der der Schweiz, sondern auch in Deutschland und Großbritannien auf. Ihren Künstlerinnennamen setzte sie aus ihrem zweiten Vornamen und dem Nachnamen ihrer Mutter zusammen.

Ihre musikalische Karriere begann Hunger 2004 als Sängerin der Band Fisher, die sich jedoch bereits 2007 wieder auflöste. Ihr erstes Soloalbum "Sketches on Sea" nahm die Künstlerin im Jahr 2006 bei sich zu Hause auf und veröffentlichte es in Eigenvertrieb. Ihr erstes Studioalbum "Monday´s Ghost" wurde in Brüssel produziert und erschien 2008. Es stieg nach Veröffentlichung direkt auf Platz 1 der Schweizer Hitlisten und bescherte Hunger einen Plattenvertrag bei Universal Music. Hier erschien schließlich im Jahr 2009 Hungers vorerst letztes Album mit dem Titel "1983", welches sie bis weit über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt machte. Auf die Veröffentlichung folgte unter anderem die Einladung zum Montreal Jazz Festival und ein Auftritt beim Glastonbury Festival in England als erste schweizerische Band der Festival-Geschichte.

"Jedes Mal, wenn ich mit Aufnahmen beginne, überlege ich mir, wie ich die Energie der Konzerte ins Studio übertragen kann", erzählt Sophie Hunger über ihre Herangehensweise an jedes neue Album. In "The Danger of Light" hat Hunger diese Aufgabe gelöst, indem sie den Produzenten Adam Samuels engagierte, der sie und ihre Band in Frankreich, Los Angeles und Montréal live aufnahm.

"The Danger of Light" versammelt elf wie gewohnt erstklassige Songs, von denen jedem einzelnen eine ganz eigene Klangatmosphäre innewohnt. Diese ergibt sich nicht zuletzt dadurch, dass Sophie Hunger ihre Stücke mit teils völlig unterschiedlichen Instrumentierungen ausstattet. So dominiert mal wie bei dem schweizerdeutschen "Z´Lied vor Freiheitsstatue" ein melancholisches Klavier und dann wieder wie bei "Heharun" eine gemütlich scheppernde Posaune. Besonders in den Refrains von Liedern wie "Souldier" oder "Das Neue" zeigt Hunger ihre Leidenschaft für große Melodien.
Gleichzeitig aber sind die so unterschiedlich instrumentierten Kompositionen stets durch eine bewusst rein und reduziert gehaltene Klangästhetik verbunden, die sich als roter Faden durch das Album zieht und dabei auch der Stille in jedem Stück einen gewissen Platz einräumt.

Auch auf der textlichen Ebene wird Sophie Hunger nie müde, neue Inspiration aus einem scheinbar unendlichen Ideentopf von Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen zu schöpfen. Auf "The Danger of Light" erzählt die Künstlerin unter anderem Geschichten vom ewigen Wandel der Welt ("Das Neue"), spricht zu einem Soldaten, dem sie tatsächlich einmal in London nach einem Konzert begegnete ("Souldier") oder malt sich aus, was die Freiheitsstatue - als Monument naturgemäß das Gegenteil von frei - wohl singen würde, wenn sie eine Stimme hätte (Z´Lied vor Freiheitsstatue"). Angenehm fällt auf, dass Sophie Hunger beim Texten stets um größtmögliche Klarheit bemüht ist, ihre Zeilen dabei jedoch nie platt wirken. Auch eine gewisse Ironie ist in vielen von Hungers Liedern vertreten und lässt Textzeilen wie "30 ist das neue 20, der Mann ist die neue Frau, Freiheit ist das neue Gefängnis und Reich ist das neue Schlau" entstehen.

AVIVA-Tipp: Mit "The Danger of Light" legt Sophie Hunger wieder einmal ein durchweg überzeugendes Album vor, auf dem nicht ein einziger schwacher Song zu finden ist. Zu verdanken ist der besondere Wert von Hungers Stücken einerseits ihrem Talent für Melodien und andererseits einem feinen Sinn für unerschöpflich vielseitige, makellose Instrumental-Arrangements. Ein durchweg bereicherndes Hörerlebnis!

Sophie Hunger
The Danger Of Light

Label: Two Gentlemen (Roughtrade)
VÖ: 05.10.2012

Weitere Infos finden Sie unter:

www.sophiehunger.com


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Sophie Hunger - 1983

Sophie Hunger - Mondays Ghost

Sophie Hunger im Interview (2010)



Music Beitrag vom 04.10.2012 Kristina Auer 

   




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