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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.10.2012

Diana Krall - Glad Rag Doll. In concert am 18.11.2012 im Tempodrom
Lisa Erdmann

Diese Frau ist so zeitlos schön wie ihr neuestes Klangwerk: Songs aus den 1920er und 1930er Jahren, hochkarätig aufgenommen und produziert im 21. Jahrhundert. Die Jazz-Ikone swingt, soult und ...



...bluest hier so lasziv und verschmitzt, als hätte sie nie etwas anderes gesungen.

19 Jahre im Musikbusiness lassen wenig Zweifel an einer erfolgreichen Karriere. Diana Krall, die Frau, die verstaubte Jazzstandards wieder populär machte, gilt seit Jahren als Superlativ des Jazz und blickt mittlerweile auf eine Diskografie von neun Studioalben, zwei Compilations, einem Live-Album und drei Konzert-DVDs zurück. Sie sang mit Ausnahmekünstlerinnen wie Barbra Streisand, Celine Dion und Natalie Cole und stand auf allen großen Bühnen der Welt. Mit ihrem neuesten Werk "Glad Rag Doll", was übersetzt übrigens soviel wie "fröhliche Stoffpuppe" heißt, verlässt die heute 47-Jährige jedoch ihre gewohnten Gefilde und widmet sich in 13 Songs den Goldenen Zwanzigern.

"Wie, die Krall macht jetzt Musik aus den 1920er und 1930er Jahren? Schusterin, bleib bei deinen Leisten!" mag frau denken – doch halt, erst hören, dann schimpfen. Denn bereits nach dem Opener "We Just Couldn`t Say Goodbye" wird klar: dieser Longplayer ist keine fixe Idee, sondern ein hervorragend produziertes Schmuckstück, das genauso staubfrei, cool und zeitlos schön ist, wie seine Interpretin. Diana Krall nennt ihr Werk "eine Song- und Tanzplatte", deren 13 Titel keinesfalls als "nostalgisches Album mit Stücken einer vergangenen Epoche" daherkommen sollen, sondern vor allem als neue, spannende Facetten einer weltweit bekannten Künstlerin ins Ohr gehen. Dies gelingt insbesondere deshalb, weil die Songs nicht, wie viele andere "Oldies", durch unzählige Wiederholungen ihren Glanz verloren haben. Die Stücke scheinen der Hörerin vielmehr als lange verborgene Schätze, die nun endlich ans Licht gebracht wurden.

Die schönsten Klang-Diamanten sind Diana Kralls rauchig-schwere Versionen des alten Gene-Austin-Hits "Let It Rain", der von Banjo und E-Gitarre getragene - ja, richtig gelesen - Doc-Pomus-Klassiker "Lonely Avenue", den Ray Charles in 1956 zu einem Rhythm´n´Blues-Hit gemacht hatte und ihr Remake der Ballade "Wide River To Cross", die 2004 von dem in Nashville lebenden SongwriterInnen-Gespann Buddy und Julie Miller geschrieben wurde.

Neben dem neuen Genre ist auch die Zusammenarbeit mit Produzent T Bone Burnett und Toningenieur Mike Piersante erstmalig. Die Band, bestehend aus Gitarrist Marc Ribot (Madeleine Peyroux u.a.), Keyboarder Keefus Green (Macy Gray u.a.), Bassist Dennis Crouch (Alison Krauss u.a.) und Schlagzeuger Jay Bellerose (Regina Spektor u.a.), sorgt für die perfekte Politur der Songperlen. Diana Krall selbst spielt auf einem Steinway-Klavier aus den 1890er Jahren.

Einzig die Frage nach der Notwendigkeit des Coverbildes sorgt kurz für gemischte Gefühle. Toll sieht sie aus, diese Frau, hier in Szene gesetzt von der Oscar-prämierten Kostümdesignerin Colleen Atwood und Fotograf Mark Seliger – aber musste es wirklich dieses Revue-Girl-Outfit sein? Klingen diese 13 sexy Songs nicht vielmehr nach dem Bild auf der Rückseite des Albums? Aber gut, wenn es denn hilft, tolle Musik auch an den Mann zu bringen...

AVIVA-Tipp: Ja, die Krall macht ausnahmsweise mal keine Jazz-Platte, dafür aber wie gewohnt tolle Musik! Eine Überraschung, die sich eindeutig hören lassen kann.


Diana Krall
Glad Rag Doll

Label: Verve Records / Universal Music, VÖ: September 2012

Diana Krall im Netz: www.dianakrall.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

"Diana Krall - The Girl In The Other Room"

"Diana Krall – The very best of"


Music Beitrag vom 05.10.2012 Lisa Erdmann 

   




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