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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 12.12.2012

Orioxy - The Other Strangers
Katarina Wagner

Das Israelisch-Schweizer Quartett bringt ihr zweites Album genau zur richtigen Zeit heraus. Wenn es draußen bitterkalt und dunkel ist, lädt der leise Folk-Jazz mit Harfe und starker Stimme dazu...



... ein, es sich mit einem Heißgetränk auf dem Sofa gemütlich zu machen.

"Mystisch", "Zwischenwelten", "traumhaft" - diese Worte werden oft und fast schon obligatorisch benutzt, wenn es darum geht die Musik von Yael Miller und Julie Campiche zu beschreiben. Die israelische Sängerin wechselt auf Englisch und Hebräisch zwischen epischen und experimentellen Songs und die schweizerische Harfenistin beweist, wie vielseitig ihr Instrument ist, und dass es sich durchaus im Jazz behaupten kann.

Die beiden Frauen haben alle neun Stücke des Albums selbst komponiert und sich zur Unterstützung Roland Merlinc und sein Schlagzeug und den Kontrabassist Manu Hagmann in den Proberaum, auf die Bühne und ins Studio geholt. Entstanden ist ein Quartett, das bis ins kleinste Detail stimmig ist.

Ganz langsam und leise werden die ZuhörerInnen in das Album eingeführt. Die Stimme steht in Wish luck star eindeutig im Vordergrund während Schlagzeug und Kontrabass sie mit nur wenigen, aber gut platzierten Noten begleiten. Obwohl der Text eher auf ein Wiegenlied schließen lässt, erinnert das Lied zusammen mit der musikalische Untermalung an Seefahrergeschichten, die unter klarem Sternenhimmel oder am knisternden Kaminfeuer erzählt werden.

Das perfekte arithmetische Mittel der Platte ist wahrscheinlich We´re done- may 21: rhythmisch pointiert, harmonisch aber nicht langweilig, perfekte Balance von Gesang und Harfe und auch Schlagzeug und Bass können sich im Rampenlicht beweisen.

Im tamouti ist der erste hebräische Song der Playlist. Das Schlagzeug legt eine Pause ein und das Kontrabass zieht sich in den Hintergrund zurück, um dem Dialog zwischen Gesang und Harfe Raum zu lassen. Zman folgt dieser mystischen, orientalisch anmutenden Stimmung und verstärkt sie durch gut platzierte Schläge der Basstrommel.

Bevor es einseitig wird, zeigt sich die Band im nächsten Lied von ihrer experimentellen Seite. Fast eine Minute lang baut sich das Stück mit geheimnisvoll langgezogenen Klängen auf, dann ist das fast hexenhafte Lachen von Yael zu hören und Julie wandert in schnellem Zupfen die Seiten ihrer Harfe auf und ab. "Welcome to the World database of Happiness", lädt uns die Sängerin ein und dann bricht auch schon die gesamte musikalische Fantasiewelt von Orioxy über die HörerInnen ein. In einer Kindergeschichte wäre das jetzt die Stelle, in der die junge Heldin staunend und etwas ängstlich durch den wundersamen Wald läuft, merkwürdigen Kreaturen begegnet und ganz plötzlich wieder im Sonnenlicht steht.

In den folgenden Stücken kehrt das Quartett wieder zu ruhigeren Tönen zurück, der Ausflug nach Phantasia bleibt ihnen jedoch vor allem in Tfila/Ban Azra anzuhören – übrigens die Vertonung von Heinrich Heines Gedicht Der Asra.

AVIVA-Tipp: Orioxy verzaubert mit eigensinnigem, facettenreichem Folkjazz, der sich wahrscheinlich gegen diese und jede Art von Etikettierung wehren würde. Bei genauerem Überlegen passt ihre Musik wohl zu jeder Jahreszeit ganz gut. Hauptsache, es ist leise und vorzugsweise dunkel, denn diese anderen Fremden verdienen ungeteilte Aufmerksamkeit.

Orioxy
The Other Strangers

Label: Unit Records
VÖ: 7.12.2012

Weitere Infos unter:
www.orioxy.net

Orioxy bei Myspace

Yael Miller bei Myspace

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Alony – Unarmed and dazed

Holly Cole - Night

Melody Gardot - The Absence

Music Beitrag vom 12.12.2012 Katarina Wagner 

   




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