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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 11.02.2013

Mélanie Pain - Bye Bye Manchester
Susanne Schwarz

Die zweite Platte der Chansonière ist (fast) da! Die Sängerin mit der zauberhaften Stimme hat ihren individuellen Stil des Retropops seit ihrem Debutalbum noch perfektioniert. Rock und Bossa-Nova...



... sowie elektronischer Independent lassen den Chansons den Touch längst vergangener Dekaden, ohne auf ein modernes Finish zu verzichten.

Gespannt sieht uns die Gestalt auf dem Cover an. Im knallpinken Kleid und blauen Auto sitzt die zierliche Frau und inspiziert ihren Fahrweg durch das heruntergekurbelte Fenster. Noch hat sie – und haben wir mit ihr – ihn noch nicht zurückgelegt. Er wird beinahe 40 musikalische Minuten lang erfolgen.

Seit 2004 lieben wir Mélanie Pain als eine von mehreren wechselnden Sängerinnen der französischen New-Wave-Coverband Nouvelle Vague und seit 2009 als charmante Solo-Interpretin. Ab Mitte Februar dieses Jahres können wir uns über ihr neues Album freuen: Die Single-Auskopplung Bye Bye, Manchester des gleichnamigen Albums ist seit dem vergangenen Herbst schon durch das Programm mancher Radiosender bekannt und präsentiert sich im gewohnten Stil des Nouvelle Chanson – französischsprachig, das Augenmerk auf der bezaubernden, außergewöhnlichen Stimme, eine schlichte Gitarrenbegleitung einerseits, elektronische Einflüsse andererseits und ein gehauchtes Bye Bye Manchester als englischsprachige Ohrwurmpassage in jedem Refrain. Das Lied ist sehr aussagekräftig für das Werk, bezieht es sich doch auf dessen Entstehungsprozess, der hauptsächlich innerhalb von zwei Monaten zunächst in London und dann in Manchester stattfand. "Mon coeur zig zag ne tient plus en place, il roule vers la mer", beschreibt sie ihr Verlangen danach, dass alles, woran ihr Herz nicht mehr hänge, anders würde – welches sie mit der Entstehung des Albums in England erfüllt hat.

Waren in Pains Debut My Name noch einige Längen im Spannungsbogen zu vernehmen, so hat sie diese nun eindeutig ausgemerzt. Wenn die Hörerin gerade glaubt, bald eine Abwechslung vom geraden Verlauf des Albums zu brauchen, wartet Pain blitzschnell mit einem Duettpartner auf, mit unverhofft schrammeligen Gitarren und Synthesizern oder einem kontrastbringenden Rhythmus. In all diesen Exkursen verliert sie sich jedoch keinesfalls, sie bleiben Beiwerk, um zielgerichtet auch wieder zum eigentlichen Pop-Chanson zurückzukehren. Durch das Facettenreichtum des Albums führt die zarte Stimme der Französin. Manchmal klingt sie zurückhaltend, dann wieder sehr selbstbewusst. Mélanie Pain bewegt sich spielend zwischen verruchtem und klarem Timbre, wobei beides ihr natürlich über die Lippen zu kommen scheint, kein Ton wirkt aufgesetzt oder bemüht. Das spiegelt sich auch in den teils französischen, teils englischen Texten des Albums wieder. Es ist angenehm, wie die studierte Politikwissenschaftlerin darin auf eine leichte Art und Weise große Themen bearbeitet, ohne ins Oberflächliche oder Schwülstige abzuschweifen. Oft geht es um die – manchmal körperliche – Liebe. Daneben singt die Chanteuse vom Davonlaufen, vom Wunsch eines Neustarts, erzählt von Selbstzweifeln und -findung.

Die Hörerin möchte ihr an solchen Stellen fast beruhigend zuflüstern, dass zumindest im musikalischen Sinne keine Zweifel vonnöten sind: Während My Name aus dem Jahr 2009 manchmal noch etwas verspielt und nach Ausprobieren (trotzdem sehr hörenswert!) klingt, scheint Mademoiselle Pain in ihrem zweiten Album einen durchgängigen, trotzdem flexiblen und interessanten Stil gefunden zu haben, der das Album zu einem akustischen Genuss und die Hörerin bereits gespannt auf das kommende Schaffen macht.

AVIVA-Tipp: Bye bye Manchester ist noch eine Steigerung zu Mélanie Pains vielversprechendem bisherigen Werk. Für Fans des modernen Chansons ist das Album ein Muss. Auch wer bisher mit französischen Musikströmungen wenig zu tun hatte, sollte ihm Beachtung schenken, denn durch eine abwechslungsreiche Mischung von Einflüssen aus Pop, Rock und Independent hält es für unterschiedlichste Geschmäcker ganz viel bereit.

Mélanie Pain
Bye Bye Manchester

Kwaidan Records, VÖ: 15. Februar 2013
Weitere Infos auf
www.melaniepain.com
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Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Bande A´ Part von Nouvelle Vague








Music Beitrag vom 11.02.2013 AVIVA-Redaktion 

   




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