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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 28.05.2014

Lucius - Wildewoman
Philippa Schindler

Pop Art, Synthies und bissige Vocals: Das Debüt der fünfköpfigen Band aus Brooklyn, New York, erinnert an unkonventionelle Frauen – was damit gemeint ist, machen die beiden Sängerinnen schon mal vor



Wie ungleiche Zwillinge. Jess Wolfe und Holly Laessig, Sängerinnen der New Yorker Indie Pop-Band Lucius, sehen sich zum Verwechseln ähnlich – zumindest auf der Bühne. Seit vier Jahren kleiden sich die Musikerinnen für ihre Perfomances im hyperstylischen Einheitslook. Ihre Markenzeichen: elegante Sixties-Klamotte und tiefschwarzer Mod-Eyeliner.

Dass die beiden dabei aber völlig unterschiedliche Persönlichkeiten sind, beweist ihr Longplayer-Debüt "Wildewoman". Hier treffen folkige A capella-Vocals auf funkige Bassriffs und harmonischer R&B-Gesang wird mit rhythmischem Händeklatschen veredelt. Die früheren Musikstudentinnen schaffen auf diese Weise elf eingängige Songs, an deren Ende die Erkenntnis steht: Genregrenzen sind da, um überwunden zu werden.

"The best band you have not heard yet."

Bereits im Oktober 2013 erschien das Erstlingswerk von Lucius unter dem US-amerikanischen Label Mom + Pop Records. Die KritikerInnen waren begeistert. "They´re something special.", erklärte die NY Times euphorisch und die Musikzeitschrift Rolling Stone lobte die fünfköpfige Crew um Wolfe und Laessig mit den Worten: "The best band you have not heard yet."

Ein halbes Jahr später, im März 2014, gelingt Lucius nun auch der Sprung auf den europäischen Markt. Die Plattenfirma Play It Again, Sam bringt "Wildewoman" heraus, erste Konzerttermine in Paris, Hamburg und Rotterdam sind für Ende August geplant. "We really thrive playing live. It´s where we can connect with an audience and that´s everything to us.", erklärten Wolfe und Laessig in einem Interview mit dem Boston Magazine. Als Supportact teilten sie sich die Bühne schon mit internationalen Indie-Musikgrößen, wie dem kanadischen Duo Tegan and Sara und der Folk-Rock-Band The Head and the Heart.

"We should rearrange the White Album and just do our own female version."

Den Erfolg ihres Albums nutzen Lucius aber auch, um feministische Inhalte in die jungsdominierte Popszene zu bringen. Immerhin hatte gerade dieses Vorhaben die beiden Musikerinnen damals auch zusammengebracht. Auf einer Collegeparty lernten sich Jess Wolfe und Holly Laessig kennen und beschlossen: gemeinsam würden sie eine "female version" des White Album der Beatles schaffen, sozusagen einen feministischen Counterpart zum Inbegriff der popmusikalischen Kanonliste.

Wie ernst die beiden Musikerinnen ihre politischen Statements wirklich meinen, zeigt sich schon am Titel der gerade erschienenen Platte: "Wildewoman" steht für starke Frauen und ihre bisweilen unkonventionellen Lebenswege. Ganz ähnliche Assoziationen legt auch das Cover der Platte nahe. Das 1964 entstandene Gemälde "Icecream" der belgischen Popkünstlerin Evelyne Axell zeigt den erotisch-ekstatischen Gesichtsausdruck einer jungen Frau, die ein Eis leckt.

"We are going, going, going to get you."

Ob dies nun als provokantes Frontcover-Bild oder kassenfüllender Hingucker à la Frau als Sexobjekt durchgeht, das sei jeder selbst überlassen. Fest steht aber, "Wildewoman" ist ein geniales, ein großartiges Sommer-Album. Klar wird das schon bei den ersten schwungvollen Takten des Opener-Songs, bei den in Hall getränkten Keyboards des Möder-Balladen-Spin Offs "Hey Doreen" und der herzzerreißend-melancholischen Ballade "Two Of Us On The Run". Wenn Jess Wolfe und Holly Laessig dann in ihrem letzten Lied singen, dass sie uns früher oder später ohnehin alle kriegen werden – ja, dann können wir nur zustimmen. Denn da ist es schon längst um uns geschehen.

AVIVA-Tipp: Ein bisschen feministischen Pop auf die Ohren? Das Debüt der New Yorker Band Lucius katapultiert sich vom Plattenspieler direkt in unsere Herzen. Wildewoman klingt wie ein kräftig geschüttelter Musikshake aus Electro-Pop, Folk und dem Doo-Wop-Stil früherer Girl Groups.

Lucius
Wildewoman

11 Tracks
Label: PIAS. VÖ: 31. März 2014
www.pias.com

Lucius im Netz unter:
www.ilovelucius.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Tegan and Sara – The con

The Icypoles - My World Was Made For You

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Music Beitrag vom 28.05.2014 Philippa Schindler 

   




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