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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 18.03.2015

Irit Dekel und Eldad Zitrin - Last of Songs
Clarissa Lempp

Die israelische S├Ąngerin Irit Dekel und Multi-Instrumentalist Eldad Zitrin laden mit "Last of Songs" auf eine musikalische Reise durch Zeit und Raum ein, mit Coverversionen von Blues bis Klezmer.



Zw├Âlf Songs sind die Grundlage f├╝r Irit Dekels und Eldad Zitrins Projekt "Last Of Songs". Es sind Lieder, die heute als Klassiker bzw. Standards gelten, wie "Bye Bye Love" oder "The Rose". Dementsprechend gibt es davon bereits reichliche Interpretationen. Dem Duo aus Israel - beide K├╝nstlerInnen leben in Tel Aviv - Eldad Zitrin schon immer - Irit Dekel ist aus Haifa, hat aber in Jerusalem studiert - gelingt es dennoch zu ├╝berraschen. Jeder Song erh├Ąlt von ihnen eine eigene musikalische Atmosph├Ąre, die mit Leichtigkeit zwischen den Genres schwingt. Immer dem folgend, was origin├Ąr in den Kompositionen liegt, statt den bereits bekannten Versionen nachzueifern.

Unterst├╝tzt von vielen GastmusikerInnen entwerfen Dekel und Zitrin so den musikalischen Melting Point Jerusalem. Hier treffen sich Tango und Klezmer, um dem "No More Blues" neues Leben einzuhauchen. Trip-Hop-Anleihen machen aus "Good Morning Heartache", bekannt in einer Billie Holidays Version, einen coolen Lounge-Blues. Der findet sich auch im "Blues In The Night" wieder, aber in einer abstrakten Zuspitzung, die Dekels stimmliche Vielfalt auf spannende und spielerische Weise zum H├Âhepunkt bringt. Neben dem Akkordeon ist auch die arabische Violine ein pr├Ągendes Instrument, das unter anderem in "Willow Weep For Me" hervorsticht. Das bereits erw├Ąhnte "Bye Bye Love" hingegen baut auf eine Mischung aus Harmonie und Disharmonie, die an David Lynchs Filmarbeiten denken l├Ąsst. Warme Streicher und Dekels eindringliche Stimme f├╝hren durch die hallenden Nebel aus Klavier, Stoner-Gitarre und Synthie-Effekten. ├ťberhaupt besitzen die Arrangements oft etwas Filmisches in ihrer atmosph├Ąrischen Dichte. Daher ist es nur konsequent, die Ver├Âffentlichung des Musikprojekts mit Videos zu begleiten. Darin steht mal Irit Dekel mit wallender M├Ąhne und 70er Jahre Diva-Kleid vor einem roten Vorhang und schwingt in dramatischer Geste die Fledermaus├Ąrmel. Ein andermal bespielt das Duo mit Akkordeon und Mini-Anlage die Stra├čen Jerusalems und f├╝r "Skylark" schl├╝pfen sie in eine romantische Choreografie, die an die Swing-├ära erinnert.

Die Songs wurden bisher nur digital ver├Âffentlicht, was aber der H├Ârfreude nichts abtut. Wer Artwork und Hintergrundinfo dennoch vermisst, wird sich ├╝ber den liebevoll gestalteten Internetauftritt freuen, der neben Konzertdaten und Download-Links auch H├Ârproben und die besagten Videos bereit h├Ąlt:

www.lastofsongs.com

AVIVA-Tipp: Ein spannendes Cover-Projekt, das Evergreens zu neuen Perspektiven verhilft. Mal leichtf├╝├čig, mal Beats-stampfend oder mit gro├čer Streicher-Geste: die gekonnte Bandbreite von "Last of Songs" ├╝berrascht und macht Spa├č.


Irit Dekel und Eldad Zitrin
Last of Songs

EAN 7293627636827
nur digital erh├Ąltlich als Download bei: iTunes

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Music Beitrag vom 18.03.2015 Clarissa Lempp 

   




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