Karin Park - Apocalypse Pop, Konzert in Berlin 15.04.2015, Berghain - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 30.03.2015

Karin Park - Apocalypse Pop
Clarissa Lempp

D├╝ster ist es dort, wo Karin Park ihre Inspiration sch├Âpft. Alte Kirchen, Schicksalsschl├Ąge und Drone-Synthies verarbeitet die Schwedin auf ihrem neuen Album "Apocalypse Pop". Karin Parks f├╝nftes...



... Album ist da. Seit die Schwedin vom Folk-Pop auf die dunkle Seite der elektronischen Musik wechselte, erfreut sie sich auch au├čerhalb der heimatlichen Grenzen einer wachsenden Fangemeinde.

Sp├Ątestens mit dem Industrial-angehauchten "Highwire Poetry" siedelte sich Park musikalisch zwischen Bands wie The Knife oder Austra an. Auch sonst war die K├╝nstlerin recht umtriebig. So steuerte sie unter anderem ihren Teil beim Songwriting f├╝r den norwegischen Beitrag des ESC 2015 bei und ist auch als Schauspielerin t├Ątig.

Mit "Apocalypse Pop" arbeitet Karin Park unter anderem die Krebs-Diagnose ihres Partners auf und konzentriert sich darauf, dass das Leben nur ein kostbarer Moment ist. Das ist keine bahnbrechende Erkenntnis, aber Park lullt sie geschickt in elektronische Gew├Ąnder aus Nebel und Echo und macht sie dadurch zumindest ├Ąsthetisch neu zug├Ąnglich. "Never be the same" lautet hier auch programmatisch der Refrain des Songs "Walls are gonna fall", der sich damit irgendwie als Schl├╝sselsong des Albums lesen l├Ąsst. Neben ungeschliffenen Synthie-Beats und Drone-Schwadronen setzt Park auf Tribal-Elektro und hallende Ch├Âre, die immer wieder an die bereits erw├Ąhnten The Knife bzw. dem Schwester-Projekt Fever Ray erinnern.

Park bleibt aber Pop. Das sagt auch der Albumtitel aus. Und so wirken die weicheren Songs wie "Deamons" oder "Hurricane" mit seinen blechernen Soundeffekten auch irgendwie vertraut, selbst beim ersten H├Âren. Das ist elektronischer Tanz-Pop, der auf vielen Tanzfl├Ąchen dieser Welt gespielt werden will und wird. Neben d├╝ster-romantischen Verkl├Ąrungen von Leben, Liebe und Selbstzerst├Ârung wird Park auch politisch auf "Apocalypse Pop". Das Lied "Hard Liquor Man" richtet sich mit stampfenden Beats und klarer Botschaft an Putin und seine Menschenrechtsverletzungen.

AVIVA-Tipp: Polit-Disco mit Goth-Touch ÔÇô auch Karin Parks f├╝nftes Album ist ein stimmiger Ausflug in elektronische Klanglandschaften.

Karin Park
Apocalypse Pop

Label: Oblivion
V├ľ: 27.03.2015
Karin Park im Netz:

www.facebook.com/karinpark und www.karinpark.com

Weiterh├Âren auf AVIVA-Berlin:

Karin Park - Highwire Poetry

Susanne Sundf├Şr - The Silicone Veil

Austra - Olympia



Music Beitrag vom 30.03.2015 Clarissa Lempp 

   




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