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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 11.06.2015

Sophie Auster - Dogs and Men
Julia Lorenz

Vertrackte Rhythmen und ber├╝ckende Sch├Ânheit: Mit ihrem zweiten Album geht die New Yorker LiteratInnentochter einen Schritt weiter als mit ihrem Debut - und pr├Ąsentiert sich als Songschreiberin...



...mit Mut zu Reibungspunkten.

Es ist der Fluch der ber├╝hmten M├╝tter und V├Ąter, der Sophie Auster anhaftet. Wer ├╝ber sie spricht, kommt an ihren Eltern, dem AutorInnenpaar Siri Hustvedt und Paul Auster, kaum vorbei. Schon fr├╝h haben Hustvedt und Auster, zwei der einflussreichsten LiteratInnen der Gegenwart, die Tochter auf ein Leben im Kulturbetrieb vorbereitetet: Mit acht Jahren begann Sophie Auster Gesangsunterricht zu nehmen, re├╝ssierte als Schauspielerin in Paul Austers Film "Lulu on the Bridge" und ver├Âffentlichte vor neun Jahren ihr selbstbetiteltes, von Kritiker_innen hochgelobtes erstes Album - ebenfalls mit elterlicher Beteiligung: Der Vater steuerte Songtexte bei und vermittelt den Kontakt zur Ethnopopband ┬┤One Ring Zero┬┤, die das Debut instrumentierte. Der Vorwurf, Auster profitiere vom gro├čen Namen der Eltern, ist da schnell formuliert.

Dabei wollte sich Sophie Auster schon fr├╝h als eigenst├Ąndige K├╝nstlerin verstanden wissen. "Ich will (...) nicht nur ein weiteres h├╝bsches Gesicht auf der Bildfl├Ąche sein. Davon gibt es mehr als genug hier in New York", sagte die damals 18-j├Ąhrige der Schweizer Weltwoche anl├Ąsslich der Ver├Âffentlichung ihrer ersten Platte. Nun, neun Jahre sp├Ąter, bringt Auster ihr neues Album heraus. Und die f├╝hrt den Weg in Richtung Eigenst├Ąndigkeit entschieden fort: W├Ąhrend sie auf ihrem Debutalbum unter anderem Gedichte bedeutender franz├Âsischer Lyriker wie Guillaume Apollinaire interpretierte, stammen Alle Songs auf "Dogs and Men" aus ihrer eigenen Feder.

Um Hunde und M├Ąnner geht es dabei eher auf symbolischer Ebene. Die Herren, so erl├Ąutert die K├╝nstlerin, seien Chiffre f├╝r Liebe und amour├Âse Verwicklungen - ganz manifeste Probleme also -, w├Ąhrend Hunde die surreale Komponente des Albums repr├Ąsentieren. Und die macht Austers zweite LP so interessant. "Going Down" beginnt ratternd, bevor Auster das knarzende Songger├╝st zum ber├╝ckenden Popsong ausbaut, "Little Bird" startet mit einem verschlurft-vertr├Ąumten Rhythmus und nimmt schlie├člich Fahrt auf, und in "Leave me strange" trifft ein Glockenspiel auf gef├Ąhrlich funkelnden Gitarren-Twang.

So gekonnt spielt Auster mit dem Kontrast zwischen rumpelnder Dynamik und ihrer bet├Ârend klaren, dunklen Stimme, dass die Vogue bereits befand, sie kl├Ąnge wie der musikalische Nachwuchs von Billie Holiday und Tom Waits. Die kantige Spielart des Folk-Pop, die Auster auf "Dogs and Men" mit einer Session-Band umsetzt, steht ihr gut zu Gesicht. So gut, dass sich die H├Ârerin fast w├╝nscht, Auster w├╝rde jenen hintersinnigen Sound, den sie mit ihrer neuen Platte pr├Ągt, noch konsequenter weiterf├╝hren. Denn den ganz gro├čen Pop-Aufschlag - wie im Opener "Bad Manners" - braucht sie nicht. Trotzdem: Mangelnde Eigenst├Ąndigkeit wird Sophie Auster nach "Dogs and Men" wohl endg├╝ltig niemand mehr vorwerfen k├Ânnen.

AVIVA-Tipp: Poetisches Songwriting und kauzige Soli, Drama und Leichtigkeit: Sophie Auster wagt sich auf Dogs and Men an Widerspr├╝che, statt es sich mit ihrem dunklen, verf├╝hrerischen Timbre in der Jazz-Pop-Ecke bequem zu machen. Ein selbstbewusstes Zweitwerk.

Zur K├╝nstlerin: Sophie Auster wurde 1987 in Brooklyn, New York City, geboren. Neben Gesangs- nahm sie Schauspielunterricht und war bereits in diversen Filmproduktionen zu sehen. Nach ihrem Debutalbum "Sophie Auster" (2006) ver├Âffentlichte sie 2012 die EP "Red Weather".

Weitere Infos zur Autorin unter www.sophieaustermusic.com, twitter.com/SophieHAuster, www.facebook.com/SophieAusterMusic, instagram.com/sophieauster

Sophie Auster
Dogs and Men

V├ľ: 12. Juni 2015
Label: Out Loud Music

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Music Beitrag vom 11.06.2015 Julia Lorenz 

   




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