CocoRosie - Heartache City - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

etage7
Aviva-Berlin > Music AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Chanukka 5778




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild f├╝r das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 04.10.2015

CocoRosie - Heartache City
Clarissa Lempp

Die unangefochtenen K├Âniginnen des Freak-Folk sind wieder da. Mit "Heartache City" liefern die Casady-Schwestern ihr nunmehr sechstes Album. Dabei kehren sie zu ihren musikalischen Anf├Ąngen zur├╝ck



Mit ihrem Deb├╝t "La Maison De Mon R├¬ve" trafen CocoRosie 2004 mitten ins Herz einer neuen Musikrichtung. Unter dem Decknamen Freak-Folk, Weird-Folk oder gar Queer-Folk etablierten sich K├╝nstler_innen wie Antony Hegart (Antony and the Johnsons) oder der b├Ąrtige Hipster-Hippie Devendra Banhart. In diesem Umfeld trafen die beiden Schwestern Bianca und Sierra Casady (aka CocoRosie) mit ihren skurril anmutenden Klangwelten aus Harfe, Operngesang und Kinderspielzeug auf fruchtbaren Boden. F├╝r ihr aktuelles Album "Heartache City" haben sie den Koffer mit den Spielzeuginstrumenten von damals wieder ausgepackt.

Auf einem Bauernhof in S├╝dfrankreich nahmen die umtriebigen Schwestern die zehn neuen Lieder selbst auf und gr├╝ndeten f├╝r die Vermarktung gleich ein eigenes Label. "Lost Girls" hei├čt der Musikvertrieb und ist gleichzeitig der Titel eines Songs aus dem neuen Album. Darin entwerfen eine schr├Ąge Kinderfl├Âte, Klavier und das Meeresrauschen die musikalische Ummantelung einer poetischen Erz├Ąhlung ├╝ber "female creatures". Das Video dazu entstand in Buenos Aires mit 30 einheimischen M├Ądchen. CocoRosie haben in den letzten Jahren neben zahlreichen Kunst- und Theaterprojekten auch den Feminismus gef├Ârdert. Mit "Girls against God" sind sie neben Antony Hegart Mitherausgeberinnen eines queer-feministischen Kunstmagazins. Ihre ├Ąu├čerliche Erscheinung nutzen CocoRosie, um Genderklischees umzudeuten. So inszenieren sie sich gerne mit B├Ąrten, als feenhafte Kriegerinnen oder schwarze Witwen. F├╝r das neue Album griffen sie ganz tief in die Verkleidungskiste, rote Nasen und Clowns-Kost├╝me sind angesagt.

Mit "Heartache City" ehren CocoRosie ihre eigenen Wurzeln. W├Ąhrend sich die letzten beiden Alben ("Grey Oceans" und "Tales of a Grass Widow") eher der elektronischen Musikwelt zuwandten, ist "Heartache City" zur akustischen Instrumentierung zur├╝ckgekehrt. Das klingt mal fr├Âhlich verspielt wie eine Kinderparty ("Un Beso") oder auch mal etwas d├╝ster ("Forget me not"). In "Big and Black" klingen die Schwestern wie eine psychedelische Version von Billie Holiday w├Ąhrend "Tim and Tina" mit witzigen Voice-Samples und Hip-Hop-├ästhetik kokettiert. Textlich bleiben die Casady-Schwestern in ihrer kryptischen Welt aus magischer Umverteilung und identit├Ątsstrapazierenden Kreaturen. Dass sie dabei auch ihren Humor behalten, zeigt der Song "Bed Bugs" der mit sakralen Ges├Ąngen und melancholischer Klavierbegleitung das Leben der Bettwanzen besingt.

AVIVA-Tipp: Wem die letzten Alben von CocoRosie zu arty waren, wird sich ├╝ber "Heartache City" besonders freuen. Der kuriose Sound der Schwestern kommt hier zum vollen tragen und zeigt dabei ihre musikalische und k├╝nstlerische Entwicklung.

CocoRosie
Heartache City

Label: Lost Girl
V├ľ: Digitaler Download erschienen, CD 16.10.2015

Mehr Infos unter:
www.cocorosiemusic.com, zum Magazine "Girls against God" www.facebook.com/GirlsAgainstGod und www.becapricious.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Maia Vidal - You Are The Waves. Maia Vidal ist verliebt. Zumindest widmet sie diesem Gef├╝hl jetzt ein ganzes Album. "You┬┤re The Waves" ├╝berzeugt mit Elektro-Folk-Pop, der auch ├╝berwiegend von der Musikerin selbst produziert wurde.

Justine Electra - Green Disco. Sieben Jahre hat sich die Wahlberlinerin Justine Electra Zeit gelassen f├╝r ihr zweites Album. Jetzt rockt sie sich mit "Green Disco" gekonnt durch die Musikgenres ÔÇô von Hip-Hop bis Toy-Pop.




Music Beitrag vom 04.10.2015 Clarissa Lempp 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken