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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.02.2017

Lula Pena - Archivo Pittoresco
Silvy Pommerenke

Lula Pena – nie gehört? Dann wird es Zeit! Die portugiesische Sängerin, Komponistin, Gitarristin und Lyrikerin spielt Fado at its best. Oder "Phado", wie sie es nennt. Dabei ist es weitaus mehr, als dieser Musikstil beinhaltet. Eigenwillig, melancholisch, lyrisch – und äußerst ästhetisch!



Pena, deren äußeres Erscheinungsbild schon beeindruckend ist, verzaubert von den ersten Klängen an die Hörerin! Dezent angeschlagene Saiten auf der akustischen Gitarre und vor allem eine Stimme, die aufgrund ihrer Tiefe bezaubert! Das lässt an Fado-Größen wie Mariza, Misia, Ana Moura, Buika – der spanischen Variante - oder eher noch an Chavela Vargas (die zugegebener Maßen keine Fado-Sängerin ist, die aber aufgrund ihres Musikstils in dieses Genre einzuordnen ist) denken. Gerade Letztere beeindruckte bis zu ihrem Tod im Jahr 2012 durch ihre Unangepasstheit und Eigentümlichkeit. Sei es, dass sie offen lesbisch lebte – was für eine mexikanische Sängerin sicherlich nicht selbstredend war -, und die für den Film "Frida" aber auch unter anderem für Pedro Almodovar die Musik einspielte, und die als 83-Jährige in der Carnegie Hall debütierte. Diese Erfolgsgeschichte kann frau/man Lula Penas auch nur wünschen. Das Zeug dazu hat sie!

Lula Pena bei ihrem Konzert am 14. März 2017 im Roten Salon der Volksbühne © Silvy Pommerenke


1974 in Lissabon geboren, hat sie schon mit zehn Jahren das Gitarrenspielen angefangen. Später dann studierte sie Grafikdesign und visuelle Kommunikation an der "Escola de Artes Visuais António Arroio" in Lissabon und zog 1992 nach Brüssel. Auf dem belgischen Label Carbon 7 erschien denn auch 1998 ihr Debütalbum "Phados". Zurück in Portugal brauchte sie fast zehn Jahre, um 2010 mit "Troubadour" ihr zweites Album aufzunehmen. Der weitere Werdegang führte sie im Oktober 2014 zu der WOMEX 14 Official Showcase Selection von World Music Expo und nun, im Frühjahr 2017, schließlich, zu ihrem dritten Album.

Für eine Musikerin ist das natürlich eine dürftige Ausbeute. Drei Alben in 25 Jahren. Aber letztendlich zählt natürlich die Qualität mehr als die Quantität! Für alle, die der Fado-Musik zugeneigt sind, die sich den melancholischen Klängen hingeben können und die einer sinnlichen Sängerin zugewandt sind, offenbart sich mit diesem Album ein neuer Horizont. Und, weltübergreifend wie diese Musik ist, so singt Penas auf ihrem Album "Archivo Pittoresco" ihre Songs sowohl in Portugiesisch, Französisch, Englisch, Französisch, Griechisch oder Italientisch ein.

AVIVA-Tipp: Lula Penas ist minimalistisch in ihrer Spielweise. Sie verzichtet auf großes Orchester und besinnt sich auf ihre eigenen Stärken: Alt-Stimme, akustische Gitarre und melancholische Ausdrucksweise. Fado-LiebhaberInnen kommen definitiv auf ihre Kosten. Ein Kleinod im schnellen und lauten Musik-Business!

Lula Penas
Archivo Pittoresco

Label: Crammed discs
VÖ: Januar 2017

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Ana Moura - Leva-me aos Fados
Mit ihrem inzwischen vierten Album hat die portugiesische Fadista in ihrem Heimatland bereits Platinstatus erreicht, über 20.000 Alben gingen dort über die Ladentische. Auch dieses Mal setzte sie auf ihre Erfolgsmischung: klassische Arrangements in Verbindung mit ihrer dunklen, sehnsuchtsvoll-seufzenden Altstimme... (2010)

Mariza - Fado Tradicional
Ein Jahrzehnt nach ihrem weltweit gefeierten Debüt, mehreren Welttourneen und temporären Exkursen in andere Musikrichtungen, besinnt sich die anmutige und stimmgewaltige Sängerin auf ihre Idole und musikalischen Wurzeln und interpretiert Klassiker neu. (2011)

Misia - Senhora da Noite
Traditioneller Fado erstmals mit Texten, die ausnahmslos von Dichterinnen für Misia geschrieben wurden: Das zehnte Album der portugiesischen Fadista beweist ihr Talent für den leidenschaftlichen Weltschmerz dieses ganz besonderen Musikstils. (2012)

Buika - La noche más larga
Mit ihrer Genregrenzen sprengenden Flamenco-Musik ist es der Künstlerin längst gelungen, sich in die spanische Musiktradition einzuschreiben. Auf ihrem sechsten Album wendet sie sich dem Jazz zu und betritt neue Wege, ohne dabei ihre musikalischen Wurzeln aus den Augen zu verlieren. (2013)

Copyright Text und Foto: Silvy Pommerenke

Music Beitrag vom 16.02.2017 Silvy Pommerenke 

   




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