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AVIVA-BERLIN.de im September 2017 - Beitrag vom 25.08.2017

Jen Cloher - Jen Cloher. Live am 17. September 2017 im Monarch in Berlin
Christina Mohr

Auf ihrem neuen Album kehrt die australische Singer-/Songwriterin Jen Cloher sowohl privat als auch politisch ihr Innerstes nach außen – und macht sich nicht nur auf dem Cover buchstäblich nackt…



Eifersucht und Bitterkeit sind üblicherweise nicht die besten Begleiter für ein neues Werk. Sängerin und Gitarristin Jen Cloher gelingt es jedoch, Einsamkeit und Traurigkeit in bittersüße, energiegeladene Folkrocksongs zu transformieren, anstatt in Verbitterung zu versinken. Aber von Anfang an: Jen Cloher ist die Lebensgefährtin von Courtney Barnett, mit der sie gemeinsam das Label Milk! betreibt, auf dem auch ihr neues, schlicht und bezeichnend "Jen Cloher" betiteltes Album erscheint.

Die in Melbourne, Victoria lebende Cloher ist seit vielen Jahren in Australiens Indie-Szene aktiv, hatte mehrere eigene Bands wie zum Beispiel "The Endless Sea", und veröffentlicht regelmäßig eigene Platten. Als vor zwei Jahren der kometenhafte Aufstieg ihrer Freundin Courtney begann, die mit ihrem Album "Sometimes I Just Sit and Think, sometimes I just Sit" dem Folkpop neue feministische Lichter aufsetzte, sah sich Jen Cloher regelrecht aufs Abstellgleis versetzt: Sie gönne ihrer Freundin ja von Herzen den Erfolg, so Cloher, aber andererseits wollte sie nicht die Rolle der zu Hause wartenden Frau einnehmen, während die Partnerin um die ganze Welt jettet. Gleich im ersten Song des neuen Albums singt sie, "you´ve been away so long / you could have been dead" – Cloher geht es dabei nicht um eine beleidigte Abrechnung: sie legt die gemischten Gefühle, die in einer Beziehung nun mal auftauchen können, offen auf den Tisch. Und das macht sie in den elf Songs sehr eindrucksvoll, nicht nur mit bissigen, offenen Lyrics, auch musikalisch ist "Jen Cloher" sehr abwechslungsreich und spannend.

Stilistisch gar nicht so weit weg von Courtney Barnett, mixt sie Folk mit Punkattitüde und schimmernden Popmelodien, die an eine andere große australische Indieband erinnern: Songs wie "Dark Art" oder "Great Australian Bite" könnten auch auf einer Go-Betweens-Platte vertreten sein. Bei Jen Cloher wird es niemals allzu lieblich, gerade die Stücke, die sich um ihre Partnerinnenschaft drehen, enden in schroffen Dissonanzen – die Leadgitarre spielt übrigens keine andere als Courtney Barnett.

Eigene Befindlichkeiten machen nur einen Teil von "Jen Cloher" aus, neben intimen Stücken wie "Waiting in the Wings" wird Cloher häufig explizit politisch, thematisiert die Rolle homosexueller Frauen in der Gesellschaft ("Strong Woman", "Kind Biblical") oder die Situation von KünstlerInnen generell ("Regional Echo") – Cloher trägt nicht allzu dick damit auf, aber es ist durchaus spürbar, dass sie nicht nur Musikerin, sondern auch eine versierte Anwältin ist.

AVIVA-Tipp: Wie frau das eigene Gefühlswirrwarr wieder klar bekommt, und sich dabei selbst wieder aufrappelt und neues Selbstbewusstsein erlangt – das alles steckt in Jen Clohers neuer Platte, die auch Courtney-Barnett-Fans gefallen dürfte.

Im September wird Jen Cloher für zwei Termine in Deutschland Halt machen:
17.09. Berlin - Monarch
20.09. Hamburg - Reeperbahnfestival

Jen Cloher im Netz: www.jencloher.com und milk.milkrecords.com.au/jen-cloher

Mehr zum Label Milk! unter: milk.milkrecords.com.au

Jen Cloher - Jen Cloher
Label: Milk! / Marathon Artists Records via Kobalt Label Services
Vertrieb:
Rough Trade
CD 2017, elf Tracks (Milk!)

Music Beitrag vom 25.08.2017 Christina Mohr 

   




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