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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 07.05.2009

Vermillion Lies
Clarissa Lempp

"What´s in the box" fragt der Albumtitel des burlesquen Schwesternpaars. Die Box der Stereoanlage antwortet mit Akkordeon, Glocken und schrillem Textgut - eine kleine musikalische Wundertüte.



Wer die Walpurgisnacht 2009 im Lovelite in Berlin-Friedrichshain gefeiert hat, hat auch gleich zwei großartige moderne Cabaret-Bands erleben dürfen. Zum einen feierten die "Kamikaze Queens" das Release ihres Debüt Albums "Voluptuous Panic!", das mit seiner Rockabilly-Garage-Soul-Punk Attitude und der Performance der Frontfrauen Mad Kate und Trinity das Publikum in einen wohligen Rausch von Stampfen, Klatschen, Schreien und vor allem Hüften wackeln versetzte. "Hier brennt das Haus", beschrieb eine unbekannt gebliebene Konzertbesucherin die Stimmung treffend. Im Gegenteil zu den Aktivitäten der WalpurgisnachtbesucherInnen auf dem nicht weit entfernten Boxhagener Platz war dieses Zitat reine Metapher. Mitverantwortlich für das musikalische Feuerwerk im Lovelite waren auch die Schwestern Zoe und Kim Boekbinder, die als "Vermillion Lies" das Publikum vorab einstimmten.

Ganz dem Motto ihres Album-Titels folgend, "What´s in the box?", zogen sie mit interaktiver Hilfe des zunächst noch schwerfälligen Publikums Instrumente und Songs aus einer Kiste. Es durfte mitgeraten, mitgesungen und mitgeschrien werden und der Humor der beiden Schwestern sorgte im Publikum für einige Lacher. Selbst Themen wie die Klimaerwärmung packten die Cabaret Sisters, wie sie sich auch selbst nennen, in ein erfrischendes Singalong, ohne Plattitüden zu verfallen.

Mit Stücken wie "Wednesdays Child", das durch minimalistische Drums und Glockenspieleinsätze den skurrilen Aufschrei eines Mittwochkinds untermalt, marschgeprägten Akkordeonausflügen, Spielzeugkeyboards und Zirkusklängen wie im "Interlude #2" beweisen die Vermillion Lies live wie auch auf dem Album Vielseitigkeit. Kreativ werden Gebrauchsgegenstände wie Schreibmaschinen "instrumentisiert". Es wird geklatscht, geschrien und aus dem traditionellen Musikschatz zitiert. Das wird nicht langweilig. Im Gegenteil, jeder Song ist ein kleiner Akt in einer kunstvollen Unterhaltungsshow, die ganz unnostalgisch an Bubiköpfe und rauchige Varieteclubs erinnert.

AVIVA-Tipp: Das musikalische Showtalent der beiden Schwestern ist auf ihrem zweiten Album bis ins Detail choreographiert ohne platt zu wirken. Heraus kam ein schönes Stück Cabaretkunst, das sich mit den Dresden Dolls oder Altmeister Tom Waits durchaus messen kann. Musikalisches Kunsthandwerk, gespickt mit skurrilem Humor und den betörenden Stimmen der Schwestern, machen das Album zur bitter-süßen Märchenstunde – und die Liveauftritte der Zinnoberroten Lügen (so die Übersetzung des Bandnamens) sind sowieso unbedingt empfehlenswert.


Vermillion Lies
What´s in the box?

ASIN: B0016COYLM
Eigenvertrieb in Europa.

Erhältlich auch im Online-Shop der Vermillion Lies: www.vermillionlies.com




Music Beitrag vom 07.05.2009 Clarissa Lempp 

   




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