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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 26.10.2009

Patty Moon - Dream Up
Lisa Erdmann

Mit ihrer anmutigen, betörenden Stimme vereint die badische Sängerin gedankenreiche, subtil-ästhetische Texte mit Tobias Schwabs Melodien aus Akkordeon im Walzer-Takt, die zuweilen mehr als nur...



... einen Hauch romantischer aber nicht kitschiger Herbstmelancholie illustrieren.

Die zarten Töne einer Spieluhr erklingen, dann setzt das Piano ein und Patty Moon startet ihre Show. "Dream up spin a little nightmare, there must be a way out, and turn round, spiral up till you´re free" verkündet die Sängerin, Autorin und Komponistin Judith Heusch alias Patty Moon und zaubert ihren Zuhörerinnen mit ihrer sanften Stimme, den schaurig-schönen Melodien und den zuweilen beinahe unheimlichen Texten eine Gänsehaut.

2008 veröffentlichte die Musikerin "Lost In Your Head" und legt nun mit dem Mini-Album "Dream Up" noch einmal nach. Sieben Songs, die bisher lediglich live präsentiert wurden, bieten einundzwanzig Minuten lang ein morbides Märchenland mit traumverlorenen Zauberwäldern und kammermusikalischer Klangästhetik. Der Name der 1998 gegründeten Band "Patty Moon" ist eine Fusion aus Judith Heuschs Lieblingsfigur der Peanuts "Peppermint Patty" und ihrem Lieblings-Song "Me an the Moon".

Kreativer Begleiter ist seit langem Tobias Schwab, der, wie auch bei den vorherigen Alben "Clouds inside" (2004) und "Lost in your head" (2008) die Arrangements auf "Dream Up" kreierte. Stimmungsvolle Klaviermotive werden dank ihm mit facettenreichen Einsätzen von Cello, Klarinette, Blasebalg-Orgel oder Trompete vereint. Der Multiinstrumentalist setzt aber zuweilen auch auf dezente Perkussion oder ein pointiertes Schlagzeug, um rhythmische Akzente zu kreieren.

Patty Moons kristallklarer und verheißungsvoller Gesang schillert zwischen heller, kitschloser Schönheit und den dazugehörigen Schattenseiten, die sich in den zuweilen nachdenklichen Texten wiederfinden.

"What does it mean to be a raindrop?" fragt Frau Moon im Opener "Dream Up" – eine Antwort gibt sie nicht. Der eine Minute und zwanzig Sekunden kurze, walzerartige zweite Titel "Keep Control" fordert die HörerInnen zu mehr Selbstvertrauen auf, macht mit melodiöser Tanzbarkeit Mut und erinnert zugleich mit Akkordeon und Leierkastensound an eine herbstliche Jahrmarktstimmung. Schauermärchenhaft kreiert "Closer" eine nächtlich-somnambule Atmosphäre, an welche Track Vier, "Drunk" mit morgendlicher Katerstimmung und Pianoklängen anknüpft, zugleich aber zu neuerlichem Betrinken, "let´s get drunk in the early morning", aufruft. Diese düstere Sanftheit zieht sich wie ein roter Faden durch das Mini-Album. Kurz vor Schluss erzählt Grusel-Patty noch von den "Singing Nurses", die dramatische Instrumentalisierung bildet den Höhepunkt des sphärisch-morbiden Indie-Pops. Auch der letzte Song "Ambulance" füllt knappe drei Minuten mit akustisch-schönen Pianomelodien und vielen Tränen.

"Dream Up" ist demnach nichts für schwache Nerven. Patty Moon beherbergt in ihren sieben Klangbildern fratzenhaften Figuren, blutige Szenen und eine akute Trostlosigkeit, über die auch Miss Moons helle Stimme nicht hinwegtäuschen kann.

Patty Moon im Netz:
www.pattymoon.de, www.myspace.com/pattymoonmusic und www.traumton.de

AVIVA-Tipp: Patty Moon mischt ihre traumverlorene Stimme sowie die harmonischen Arrangements von Piano, Streichern, Bläsern und Akkordeon mit liebreizend-düsteren Texten und einer guten Priese Hoffnungslosigkeit. Eine traumhafte Mischung!

Patty Moon
Dream Up

Label: Traumton Records, VÖ: Oktober 2009


Music Beitrag vom 26.10.2009 Lisa Erdmann 

   




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