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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.12.2009

Alice Sara Ott - Chopin - Complete Walzes
Lisa Erdmann

Die Ausnahmepianistin suchte nach dem "wahren Duft" und der "wahren Farbe" der Chopin`schen Salonstücke und fand dabei eine tiefe, innere Verbundenheit zu dem innovativen Komponisten. Beide ...



... lieben den hellen Klang des Klaviers und teilen das Gefühl, zwischen zwei Welten zu leben.

Wenn ein kleines Mädchen sich dem Spielen eines Instrumentes widmet, schon Jahre bevor es lesen, schreiben oder das Fahrradfahren erlernt, gilt es gemeinhin als Wunderkind. Genau das scheint die deutsch-japanische Alice Sara Ott zu sein, denn die 1988 in München geborene Pianistin erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von vier Jahren und belegte bereits als Siebenjährige den ersten Platz bei "Jugend Musiziert".

Aus der kindlichen Liebe zur Musik ist bis heute eine tiefe Leidenschaft gewachsen und die Tochter einer Japanerin und eines Deutschen wurde für ihr Talent mehrfach ausgezeichnet. Besondere Aufmerksamkeit erzielte die Klavier-Philosophin, als sie im Alter von 15 Jahren als jüngste Teilnehmerin den 1. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb "Silvio Bengalli" gewann. Es folgten Auftritte in den größten Konzertsälen Europas und Japans. Darüber hinaus ist das Ausnahmetalent Stipendiatin der "Degussa Stiftung", der "Deutschen Stiftung Musikleben" und anderen Förderkreisen.

2004 nahm die von der Zeitschrift "Fono Forum" als "beste Nachwuchskünstlerin" geehrte Musikerin gemeinsam mit dem Bayerischen Rundfunk ihr hochgelobtes Debüt "12 Études d’ exécution transcendante" von Franz Liszt auf und ist seit Mai 2008 Exklusivkünstlerin bei der "Deutschen Grammophon GmbH". Im Januar des Chopin-Jahres 2010 präsentiert Alice Sara Ott ihr zweites Album "Chopin - Complete Walzes", auf welchem sie die Salonstücke des Komponisten Frédéric Chopin vertont.

Diese in raschem Tempo konzipierten Walzer sind jedoch keinesfalls als Tanzstücke für das Parkett gedacht, sondern dienten vorrangig der Unterhaltung und wurden meist in Dur-Tonarten für den Salon komponiert. Auch die Interpretin Ott fühlt sich bei Chopins unterhaltsamen Walzern wohl und erkannte schnell die Gemeinsamkeiten zwischen ihr und dem sensiblen Komponisten: "Zwischen Polen und Frankreich hin und hergerissen war Chopin Zeit seines Lebens auf der Suche nach seiner Identität. Genauso geht es mir mit Japan und Deutschland. Nur in der Musik fühle ich mich wirklich zu Hause."

Auf die Frage, worin für sie die Herausforderung beim Spielen der Chopin-Walzer liege, bekennt sie, dem "wahren Duft, der wahren Farbe" jedes Walzers nachzuspüren. "Diese Stücke rufen bei mir weniger Bilder hervor, sondern eher Erinnerungen. Wenn ich traurig bin, spiele ich op. 64 Nr. 2 in cis-moll, das tröstet mich." Ganz in Chopins Sinne spielt die Pianistin seine Walzer am liebsten in der Abenddämmerung, ohne das Licht anzumachen. Zu seinen Schülern sagte der Tonkünstler einst: "Wenn die Augen weder Noten noch Tasten sehen können, wenn alles verschwindet, nur dann kann man wirklich vollkommen zuhören."

Was das Auditorium präsentiert bekommt, wenn es der Virtuosin Alice Sara Ott zuhört, ist ein klangschönes Klassikerlebnis voller Klarheit und Grazie. "Chopin - Complete Walzes" spielt sich, beginnend beim "Grande Valse brillante in Es-dur", federleicht durch die pastellfarbene, zarte Salon-Walzerwelt des polnisch-französischen Musikcreateurs. Die Interpretin überzeugt dabei durch ihr immenses Talent und ihre uneingeschränkte Leidenschaft beim Vertonen der Werke.

Seinen Platz auf "Chopin - Complete Walzes" findet dank Alice Sara Ott auch der berühmte "Minutenwalzer" aus dem Jahr 1847, der seine Herausforderung durch die nur mit der rechten Hand gespielten Noten erhält. Dabei erhielt das Werk seinen Namen jedoch nicht, weil es in einer Minute gespielt werden sollte, sondern eher weil es ein musikalischer Ausdruck dafür ist, den Moment, den Augenblick festzuhalten. Das fröhliche, elegante und virtuose Miniaturstück im Charakter eines schnellen Walzers wird von der talentierten Pianistin als Opener verzückt und mit einem Lächeln in Szene gesetzt.

Auch der "Walzer op.69 Nr.1 in As-Dur", bekannt als "Abschiedswalzer", fehlt bei Otts gelungener Zusammenstellung nicht. Die Künstlerin spürt die jugendliche Verliebtheit des Verfassers, das versteckte Bedauern in der Melodie und setzt das harmonische, lyrische Thema des Miniaturstückes mit viel Emotionalität um. Über den Walzer in a-moll, der die Sammlung abrundet, sagte Ott einmal: "Er ist schlicht, hat aber Momente tiefer Traurigkeit. Damit kann ich - und das Publikum - den inneren Frieden finden. Und das ist mein Ziel".

Alice Sara Ott im Netz: www.alice-sara-ott.com

AVIVA-Tipp: Alice Sarah Otts zweites Album "Chopin - Complete Walzes" dringt zwischen melancholischer Wehmut und einprägsamen, zarten Melodien als Meisterwerk der Klassik weich ins Ohr und lädt zum Verweilen und stillem Hören ein. Die bei Chopin immer wiederkehrende Symbiose aus Schlichtheit und Raffinesse wird von der Virtuosin klangschön eingefangen und überzeugend dargeboten. Dabei kann das Publikum wahrlich hören, dass Frau Ott fühlt, was sie spielt.

Alice Sara Ott
Chopin - Complete Walzes

Label: Deutsche Grammophon, VÖ: Januar 2010


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Music Beitrag vom 29.12.2009 Lisa Erdmann 

   




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