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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.02.2010

Kesha - Animal
Lisa Erdmann

Nachdem sie es sich bereits mit ihrer ersten Single "TikTok" an der Chartspitze gemütlich gemacht hat, folgt jetzt das lautstarke Debütalbum der Newcomerin. Wirklich tierisch klingt Keshas...



... "Animal" zwar nicht, kommt aber mit jeder Menge tönendem Elektro-Pop und viel pompösem Getöse daher.

Musikalisch ist die neueste Pop-Entdeckung angeblich bereits seit 2005 aktiv, erstmals Notiz nahm frau von der 22-Jährigen Kesha jedoch frühestens in 2009, als sie die Background Vocals in Flo Ridas Song "Right Round" übernahm.

Der mehr als überraschende internationale Durchbruch gelang der in Los Angeles geborenen Blondine allerdings erst kürzlich: Mit ihrer Debüt-Single "TikTok" blockiert sie in mittlerweile fünf Ländern Platz Eins der Charts, kann sich erstaunlicherweise mit mehr als 610.000 verkauften Downloads schmücken und bricht darüber hinaus auch noch den Radio-Rekord von Sängerin Lady Gaga - im Gegensatz zu Kesha sollte es Miss Gaga jedoch ein Leichtes sein, ihren Charterfolgen einen weiteren Nummer Eins Titel anzuhängen.

Bei so viel newcomerischer Leistungsbereitschaft schaut frau lieber noch einmal genauer hin, wer oder was da eigentlich so unüberhörbar aus den heimischen Boxen und Radios dröhnt. Kesha Rose Sebert wuchs mit ihren zwei Brüdern in Los Angeles, später dann in Nashville, Tennessee auf und begleitete ihre musikalische Mutter regelmäßig zu Aufnahmen in Tonstudios – das Musikerinnen-Gen wurde ihr gewissermaßen in die Wiege gelegt. Da der Erfolg der Mutter jedoch nur mäßig blieb, war Keshas Kindheit die meiste Zeit von Sozialhilfe und Essensmarken bestimmt.

Mit siebzehn brach sie die Schule ab und wurde vom Produzentenduo Dr. Luke und Max Martin entdeckt und promoted. Vor zwei Jahren schmuggelte sie sich dann in das Haus von Popgröße Prince, um ihm ihr Demotape in die Hand zu drücken. Daraus geworden ist nichts – aber das tut Keshas penetrantem Erfolg offensichtlich keinen Abbruch.

Was die Neuentdeckung mit ihrem Erstlingswerk "Animal" vorlegt, ist eine unterhaltende bis quälende Mixtur aus krachendem Electro-Pop, bassreichem Eurodance, ein wenig HipHop und zeitweise lästigem Teenie-Gequängel, welches eindeutig eher zur Kategorie "selten" als zur Abteilung "schön" gezählt werden kann. Individualität besitzt Kesha mit ihrem tierischen Sound allemal – ob positiv oder negativ kann hingegen nicht so leicht entschieden werden.

Eröffnet wird das wilde Tier der Amerikanerin mit noch recht gut gemixtem Pop. In "Your Love Is my Drug" stellt Kesha zwar nicht ihre facettenreiche Stimme, dafür aber noch ihr Gespür für die richtigen Takte unter Beweis. Der animierende Bass lässt nicht nur die Sängerin ihren Kopf gegen die Wand schlagen, sondern lädt auch zum Tanzen ein.

"TikTok", der zweite Titel des Albums, gibt weitere Auskunft über die Pop-Prinzessin. Morgens fühlt sie sich angeblich des Öfteren wie P. Diddy, putzt sich die Zähne am liebsten mit Jack Daniels und feiert bis zum Morgengrauen - der Song klingt nach feierlustigem Größenwahn, lädt aber noch zum Mithüpfen ein.

Dass Miss Sebert leider auch auf schranzigen Technosound steht, wird spätestens bei ihrem dritten Song "Take It Off" deutlich. Es kracht, rumst und scheppert und erinnert nur in den guten Minuten mehr an die Up-Tempo-Songs der Black Eyed Peas als an die musikalischen Todsünden der Love Parade. Die zwei Perlen des Albums bleiben der Mid-Tempo-Titel "Stephen" und das balladesk anmutende "Hangover", bei denen die Frau mit der Vorliebe für Klamotten aus der Kleiderspende ihre etwas ruhigere, sanftere Seite präsentiert und ein bisschen mehr aus ihrer sonst eher flachen Stimme herausholt.

Kesha will zeigen, was sie kann und packt neben all dem stromgeladenen Einheitsbeat auch noch ihre Rap- und Rock-Künste aus. Sie gibt sich dirty, frech und wild und überzeugt mal mehr, mal weniger. Egal ob sie lautstark zur "Party At A Rich Dude`s House" oder hämmernd zum "Dancing With Tears In My Eyes" einlädt – Kesha begibt sich immer wieder auf den Drahtseilakt zwischen Necken und Nerven, zwischen An- und Abtörnen der HörerInnenschaft.

Kesha im Netz: www.keshasparty.com

AVIVA-Berlin Fazit: Trotz der ein oder anderen güldenen Nadel im musikalischen Heuhaufen des Albums "Animal" bleibt dieser Longplayer leider reine Geschmackssache. Welcher Hörerin eine elektronisierte Stimme und hämmernde Beats nichts anhaben können, für die ist das "Animal" die Entdeckung des Jahres 2010. Wer handgemachte Musik mit Herz und Verstand liebt, kommt bei Keshas Debüt leider nicht auf ihre Kosten.


Kesha
Animal

Label: Sony Music, VÖ: Februar 2010


Music Beitrag vom 09.02.2010 Lisa Erdmann 

   




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