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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 03.09.2010

Zu klein. Zu fett. Zu schwarz. Zu alt.
Yasmine Georges

"The proof of the Afro-Soul-Funk-Brazil-Jazz-Song is the hearing"
, kann man auf der Innenseite der ersten CD zur Compilation-Reihe "Editor´s Selection" aus dem Hause Büro.9 lesen. Dass das ...



... wirklich so ist, beweisen vierzehn Tracks, die sowohl zu lauen Sommernächten als auch zu kuscheligen Winterabenden passen.

Wer den Begriff "Black Music" heutzutage hört, denkt an ausgelutschte Hip Hop-Beats und immer gleiche R´n´B – Rhythmen, die einem aus Radio und Fernsehen entgegen dröhnen. Diesem eintönigen Bild der Szene stellt sich seit Frühjahr 2008 das Magazin "uptown strut" entgegen. Mit frischen KünstlerInnenportraits und einer wachsenden Fangemeinde revolutioniert das "medizinische Fachblatt für Soul-, Funk- und Jazz-Sucht" die eingerostete Black Music-Landschaft. Nun können sich die LeserInnen dank der im Oktober 2010 erscheinenden Compilation zum Magazin selbst eine Meinung bilden.

Musik zum Feiern, Schwelgen, Lachen und Faxen machen, das alles findet sich auf der Editor´s Selection Vol. 1, herausgegeben von "uptown strut". Vereint sind hier sowohl Neuankömmlinge wie FEX (kurz für "Fleur Earth Experiment"), eine sechsköpfige Band, die sich seit Herbst 2005 um Frontfrau Fleur Earth gebildet hat. Nachdem diese ihr erstes Album solo auf den Markt gebracht hatte, haben sich die sechs im Jahr 2009 für "Soul des Cabots" (übersetzt: "Straßenkötersoul") wieder vereint. Mit dem Track "Zeitleiden" knüpft Fleur Earth Experiment nun an seinen Mix aus Soul, Jazz und einen Hauch Reggae an und bezaubert mit einem sowohl nachdenklichem, als auch funkigen Beitrag zur Compilation.

Fleur Earth ist jedoch nicht die einzige Powerfrau, die hier ihr Können zum Besten gibt. Eine ganz ähnliche Combo ist mit Rachel and the Soul Criminals auf dem Mix vertreten. Rachel Scharnberg ist erst 20 und wird doch schon mit Soul-Größen wie Aretha Franklin verglichen. Doch die Kölnerin, die Gesang an der Hochschule in Arnheim studiert, will hoch hinaus und orientiert sich am Sound der 60er, mit dem Ziel, einen "rohen Soul-Sound" zu kreieren. Den hat die Londoner Sängerin Gizelle Smith, die sich mit der Funk-Band The Mighty Mocambos zusammengeschlossen hat, bereits gefunden. Sie ist ebenso vertreten wie die aus Karlsruhe stammende Alison Degbe, die 2005 mit "lost in desire" debütierte. Auf der Compilation ist die erfolgreiche Künstlerin, die schon James Brown auf seiner Tour supportete, zusammen mit Black-Music-Multitalent Shareholder Tom zu hören.
Das Hi-Fly Orchestra ist auf dem Sampler ebenso gern gesehen wie Zozo Afrobreat aus New York oder Glen Anthony Henry, der sich dem Soul der 70er Jahre verschrieben hat. Zuco 103, die Band, die Brazilectro etablierte und kreierte und seit 12 Jahren dank der Texte von Frontfrau Lilian Vieira und den produzentischen Fähigkeiten der beiden Männer im Team Musik macht. Fest steht: die Musikliste ist lang. Sie reicht von Soul, Funk und Jazz bis Hip Hop, Salsa und Instrumental. Zudem ist sie international. Die KünstlerInnen kommen wie das Una Mas Trio aus Deutschland, doch auch aus den USA oder Südamerika, den Niederlanden oder Spanien.

Aber nicht nur die Musik ist vielfältig. Die Botschaft reicht von guter Laune über Herzschmerz bis hin zu Politik. "Warum ist die Welt so ungerecht?", so lautet die zentrale Frage von Glen Anthony Henry, "I don´t know", lautet die Antwort des Künstlers. Und dann geht es weiter mit einem Plädoyer für mehr Individualität, welches so gar nicht zu den tanzbaren Klängen der vorherigen Tracks passen will. Genau das macht den Mix des Albums einzigartig. Es versteift sich nicht auf ein Thema, eine Frage, eine Richtung, sondern zeigt uns die Vielfalt der Musik, verbindendes Element bleibt dabei natürlich alles, was in die Soul-, Funk- und Jazz – Sparte passt.

Für Neulinge in der Szene mag so mancher Mix fremdartig erscheinen, doch bei näherem Hinhören entpuppt sich auch der letzte Titel als wahres Goldstück. "Zu klein. Zu fett. Zu schwarz. Zu alt.", kommentierte Sharon Jones in der längst vergriffenen zweiten Ausgabe des Magazins und gab damit der ersten Hitkopplung der Musikzeitschrift Namen und Statement, die die Aufzählung ab dem ersten Hit widerlegt. Viele Frauen und ein paar Männer gehen hier auf Weltreise und singen mal auf Französisch, dann auf Deutsch, Englisch oder Spanisch von Liebe, Lust und Frust, eben über das ganz normale Leben.

Weitere Infos zur Compilation "Zu klein. Zu fett. Zu schwarz. Zu alt." und zum Magazin "uptown strut" finden Sie unter:
verlag.b9space.de

AVIVA-Tipp: Schön für den Sommer, aufmunternd für Herbst und Winter und lebensbejahend für den Frühling. Eine CD für das ganze Jahr, die sich, mal groovy, mal romantisch und dann wieder funky, in einem Zug durchhört . Wer auf der Suche nach einer neuen Lieblings-CD mit Kultstatus liegt, ist hier goldrichtig, denn diese Compilation ist etwas für die Repeattaste.

Zu klein. Zu fett. Zu schwarz. Zu alt.
Compilation

Label: Büro.9 Music GbR, VÖ: Oktober 2010

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Music en Vogue




Music Beitrag vom 03.09.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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