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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 01.10.2010

Lisbee Stainton - Girl On An Unmade Bed
Evelyn Gaida

Die Geschichte der 22 Jahre jungen Singer-Songwriterin aus Großbritannien klingt wie der wahr gewordene Traum all der zahllosen MusikerInnen, die da draußen auf die große Entdeckung hoffen.



Musikerlegende und Radio-Moderator Tom Robinson stolperte mal eben über Staintons MySpace-Seite und war so begeistert, dass er die Sängerin in seine Show auf BBC 6 einlud. Ihre Songs "Red" und "Just Like Me" wurden daraufhin auf die Playlists von BBC Radio 2 katapultiert, wo sie sich wochenlang hielten. Neben Eva Cassidy und Katie Melua ist Stainton erst die dritte ungesignte Künstlerin, die das von sich behaupten kann. Die jubelnden Fan-Massen waren ebenfalls nicht mehr weit – als erste Singer-Songwriterin ohne Plattenvetrag wurde Stainton eingeladen, vor 30.000 ZuschauerInnen in der Londoner O2-Arena aufzutreten. Mittlerweile ist die Musikstudentin der Goldsmith University London kreuz und quer über die britischen Inseln getourt und hat Deutschland im Vorprogramm von Joan Armatrading bespielt. In UK avancierte Stainton unter der prestigeträchtigen Bezeichnung "English Rose with the 8-String-Guitar" zum KritikerInnen-Darling. Ihr Debütalbum "Girl On An Unmade Bed" erschien dort bereits zu Beginn des Jahres und wird Anfang Oktober 2010 auch hierzulande veröffentlicht. Es wurde an keinem geringeren Ort, als den Londoner Abbey Road Studios aufgenommen und von Rupert Christie produziert, der große Namen wie U2, Green Day, Lou Reed und Echo And The Bunnymen zu seinen Referenzen zählt.

Der Albumtitel lässt vermuten, dass die Selbsteinschätzung Lisbee Staintons nicht dem Hype entspricht. "Girl On An Unmade Bed" enthält träumerisch leichtfüßigen Jung-Mädchen Folk-Pop mit einem Schuss Melancholie, jazzigen Ausflügen und einer großen Portion Landhaus-Romantik. Als passender Soundtrack zum nahenden Herbst lassen diese Songs sich in Tagträumen und Erinnerungen mit den Blättern treiben. Staintons Stimme erreicht glockenhell spätsommerliche Sonnentöne, zu denen sie auf der Akustik-Gitarre zarte Klangfäden webt. Diese Beschreibung trifft zumindest auf den titelgebenden Song und besten Moment des Albums zu. Auch "Simply" und "Underground" streifen im Morgennebel über die herbstlichen Felder und entführen die HörerInnen ins tanzende Spiel ihrer wechselnden Naturfarben.

Obwohl Stainton ihre selbst komponierten Songs von erfahrenen MusikerInnen arrangieren ließ, zeugt das Werk insgesamt jedoch von unfertiger Richtungssuche, die mal dies, mal jenes ausprobiert – ein paar hereingrätschende Streicher hier, etwas Bar-Jazz und Banjo da – eine stimmige Einheit wird jedoch nur selten erreicht. Auch gesanglich scheint die junge Britin manchmal nicht ganz weiterzuwissen und füllt die Lücken kurzerhand mit Wiederholungen. Zum Ende wartet Stainton mit einer Art plinkerndem Weihnachtszzenario auf, das die Begleitmusik zu sämtlichen Hollywood-Klischees von glücklich ausschwärmenden EinkäuferInnen auf leuchtenden Konsumpfaden im Gedächtnis wachruft - dann aber doch zu dem humoristischen Schluss kommt: "You were never quite an angel", oder eben kein Weihnachtsmann. Dem Album fehlen dabei die ergreifenden Ausbrecher aus der bittersüßen Harmonie, die im Gedächtnis bleiben und ins Herz treffen.

"Have I prioritized things that I´ll need versus things to achieve?" wägt Stainton im Titelsong nachdenklich ab und schränkt ein: "I see myself climbing a mountain with rocks all above me, but I´m just a girl on an unmade bed with dreams in her head". Gerade in solchen fragenden Momenten, die auch in der musikalischen Umsetzung spürbar sind, trifft Stainton doch einen Nerv, zeigt sich hellsichtig mit unverbrauchtem Spielraum zum Wachsen. "I´m so young and nowhere near done." Vielleicht ist es ganz gut, wenn Träume sich nicht zu früh erfüllen. Nach ihren Texten zu urteilen, ist Lisbee Stainton sich dessen glücklicherweise bewusst.

AVIVA-Tipp: Von der britischen Presse bereits zur "English Rose with the 8-String-Guitar" gehypt, kreiert Lisbee Stainton auf ihrem Debütalbum "Girl On An Unmade Bed" verträumt zarten Folk-Pop mit melancholischen Untertönen, der einen ländlich sonnigen Indian Summer aufleben lässt. Eher von musikalischem Ausprobieren geprägt als von stimmiger Einheit, jedoch ohne hervorstechende Ecken und Kanten, eignet sich das Werk als Soundtrack zu heimeligen Teestunden auf geblümten Sofas mit wehenden Blättern im Blick.

Lisbee Stainton
Girl On An Unmade Bed

Label: India Media / Rough Trade, VÖ 01. Oktober 2010

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.lisbeestainton.com

www.myspace.com/lisbeestainton

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Music Beitrag vom 01.10.2010 Evelyn Gaida 

   




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