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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 26.11.2010

ZAZ – ZAZ. Album-Review und Konzert-Impressionen
Yasmine Georges

Erfrischend anders klingt das Debutalbum von Isabelle Geffroy. Mit einem Mix aus Chanson, Pop, Jazz, ein wenig Blues und anderen Einflüssen überzeugt die französische Sängerin, die als Zaz...



...bereits die Charts ihrer Heimat stürmte, nun auch die deutschen HörerInnen.

Der lange Weg zum Debut

Weltenbummlerin, Herzblutmusikerin, Entertainerin – zu Zaz passen viele Beschreibungen. Dabei findet die Sängerin ihren ganz eigenen Weg, entzieht sich den Klischees und Schubladen, in die sie von KritikerInnen eingeordnet wird. Geboren wurde Zaz am 1. Mai 1980 in Tours. Isabelle Geffroy, wie sie damals noch hieß, studiert Musik am "Musical Information and Activities Centre" (CIAM) in Bordeaux. Während der Zeit am CIAM tritt sie einer Bluesband bei und sammelt erste Erfahrungen auf der Bühne. Nach dem Studium geht Isabelle mit einem baskischen Tanzorchester auf Tournee, zwei Jahre später stößt sie auf den Aufruf einer Latinrockband mit Namen "Don Diego", die eine Sängerin sucht. Isabelle antwortet und tourt fortan um die Welt.

Zurück in Frankreich zieht es Isabelle nach Paris, dort schließt sie sich einem Kabarett an und baut ihre musikalischen Erfahrungen weiter aus. 2009 gewinnt die Sängerin den "France Bleu/Réservoir Generation"-Talentwettbewerb und unterschreibt einen Plattenvertrag bei Sony Music. Als Zaz macht Isabelle sich seit Mai 2010 einen Namen, ihr gleichnamiges Debutalbum überzeugte die französischen Fans und KritikerInnen gleichermaßen. Auch in Belgien, Österreich und der Schweiz hat die Newcomerin bereits Fuß gefasst. Dabei besticht Zaz dank ihrer Einfachheit. Auf dem CD-Cover sieht man sie auf dem Boden sitzend, mit einem Tuch auf dem Kopf, die Arme um die Beine geschlungen - der Titel ist an die Wand hinter ihr gepinselt, schlicht und authentisch. So klingt auch die Musik. In elf Songs singt Zaz von Ungerechtigkeit, Liebe, Freiheit und Träumen.

"Zaz" - eine musikalische Entdeckungsreise

Das Album wirkt wie eine musikalische Biografie, die Sängerin erzählt von sich, der Welt und dem Leben und wandert dabei unaufhörlich von Pop zu Chanson und zu Jazz. Den Anfang macht "Les Passants", dessen erste Töne traurig stimmen um dann in eine heitere Melodie überzugehen, welche sogleich die HörerInnen von Zazs Debut überzeugt. Aus dem ersten Track ist eindeutig ihre kabarettistische Vergangenheit herauszuhören. Halb im Sprechgesang trägt die Sängerin die ersten Zeilen der CD vor, im Hintergrund gibt das Schlagzeug den Rhythmus an, Gitarre und Saxophon verleihen dem Song während des Refrains ein wenig Verspieltheit. Weiter geht es mit "Je veux". Der Track spielt mit ähnlichen musikalischen Elementen wie "Les Passants". Dennoch gelingt es Zaz dank Betonung und Text, einen Gleichklang der beiden Songs zu vermeiden.

Wenn es heißt: "Donnez moi une suite au Ritz, je n´en veux pas/Des bijoux de chez Chanel, je n´en veux pas/Donnez moi une limousine, j´en ferais quoi[...]", dann fängt Zaz die HörerInnen erneut mit ihrer offenen Art ein. Der dritte Song zeigt das breite Spektrum der Sängerin. Von Jazz geht es zu einem Track mit Folk-Einschlag. Ihre verletzliche Seite zeigt Zaz erst auf Nummer Fünf. "Trop Sensible" ist so sanft wie sein Titel und lädt zu einem Dialog mit der Sängerin ein. Die Instrumentierung ist bei diesem Song sehr zurückhaltend, wieder verfällt Zaz in den ihr typischen Sprechgesang, und diesmal steht er im Vordergrund.

"J´suis comme ça!

Ihre Texte berühren, weil sie ehrlich sind, Zaz bringt auf den Punkt was sie fühlt, ohne versteckte Andeutungen erzählt sie freimütig und mit unglaublich viel Gefühl. Das Album versetzt in Trance bis zum Zaz-untypischen Ende: "Eblouie Par La Nuit". Die Ballade rundet die Zusammenstellung gekonnt ab und lässt die HörerInnen zugleich mit der Sehnsucht nach mehr zurück.

AVIVA-Tipp: Nachdem sie bereits seit Jahren Bühnenerfahrung gesammelt hat und musikalisch tätig war, passt Zaz nicht ganz in das Profil einer Newcomerin. Auch ihr Album klingt selbstbewusster, als frau von einem Debut erwarten würde. Die Sängerin hat ihren Stil bereits gefunden. Getreu dem Motto "[...]j´suis comme ça!", präsentiert sie sich auf ihrem Album und das sollte reichen, um auch die letzten SkeptikerInnen von Zaz zu überzeugen. "Bienvenue dans ma réalité!"

Zaz live in Berlin

© Sharon Adler


Ein wahres Kreativfeuerwerk hat Isabelle Geffroy alias "Zaz" am 20. Januar 2011 im Berliner Szeneklub "Huxleys Neue Welt" hochgehen lassen. Über die Bühne sprintend, hüpfend, kriechend und natürlich tanzend, hatte sie am Ende des Abends auch die finster dreinblickendsten ZuschauerInnen von sich überzeugt. Anfängliche Verständigungsprobleme zwischen dem deutschsprachigen Publikum und der Französin waren schnell vergessen, denn nach dem zaghaften Einstieg mit "Les Passants", lief die Sängerin zur Höchstform auf.

© Sharon Adler


Neben ihrer atemberaubenden Stimme war es auch das unterhaltsame Showprogramm, das das Konzert zu einem einzigartigen Erlebnis machte. Mal nahm sie die ZuschauerInnen mit auf eine Reise in das Paris der 30er Jahre, und coverte Edith Piafs "Dans ma Rue", dann brachte sie ihr Publikum mit lustigen Improvisationen zum Lachen, indem sie ihren Bassisten verdrosch. Charmant und charismatisch hat die Sängerin nun auch Berlin auf ihrem Triumphzug erobert und den ZuschauerInnen einen Abend beschert, den sie nicht so bald vergessen werden.

© Sharon Adler


ZAZ
ZAZ

Label: Sony Music, VÖ: Oktober 2010

Weitere Infos finden Sie unter:

www.zaz-music.de


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Best of Vanessa Paradis

Charlotte Gainsbourg - IRM



(Quelle: Sony Music, Prime Tour & Promotion GmbH)

Music Beitrag vom 26.11.2010 AVIVA-Redaktion 

   




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