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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 24.01.2011

Joan as Police Woman - The Deep Field
Claire Horst

"I want you to fall in love with me", das sind die ersten Worte von "Nervous", dem Opener des neuen Albums von Joan Wasser aka Joan as Police Woman. Und sie macht es ihren ZuhörerInnen leicht, ...



... genau das zu tun.

Bereits ihr Erstling "As Real" hatte 2006 Kritik und Publikum begeistert. In einem Atemzug mit PJ Harvey und Feist wurde sie damals genannt. Als Meisterin der melancholischen Klänge bezeichnete das Feuilleton sie, und das ist Joan Wasser auch heute noch. Doch mit dem aktuellen Album beweist sie ihre Vielseitigkeit. Denn auf "The Deep Field" wird es etwas fröhlicher als bisher.

Hatte sie auf ihrem ersten Album noch den Tod ihres Partners Jeff Buckley verarbeiten müssen, geht es ihr diesmal auch um den Ausdruck von Lebensfreude: "There are enough lows in life in general and I am not interested in hanging out in them while I could be dancing. So I`ve tried to write songs about hope and being open and free."

Trotzdem bleibt der tiefgründige und streckenweise düstere Charakter von Joan Wassers Songs erhalten. Schließlich begann sie ihre Karriere als Geigerin in der Artrock-Band "The Dambuilders". Und auch als Musikerin und Gastsängerin bei "Antony and the Johnsons" und der Band von Rufus Wainwright ist Düsternis gefragter als unterhaltsames Pop-Geplänkel.

Der ungewöhnlichen Offenheit für diese verschiedenen Richtungen, die Melancholie des Singer-Songwritings, die Punk-Attitüde ihrer Artrock-Vergangenheit und die soulige Verspieltheit ihrer Vorbilder Nina Simone und Marvin Gaye, bleibt Joan Wasser auch bei dem aktuellen Album treu.

Und auch wenn Arrangement und Stimme immer noch an Altgrößen wie Nina Simone erinnern, zeigt Joan Wasser, dass sie auch rocken kann. Nicht nur für den Gesang ist die Frontfrau verantwortlich, sondern sie sitzt auch am Klavier bzw. an den Trommeln und spielt Gitarre. Neben den festen Bandmitgliedern, der Bassistin Rainy Orteca und Ben Perowsky am Schlagzeug, sind zahlreiche GastmusikerInnen vertreten.

Dass Joan Wasser sich an Soul- und Funkgrößen wie Marvin Gaye und Stevie Wonder orientiert, ist ihren Songs anzuhören. Tracks wie "Run for Love" mit ihrer swingenden und dennoch melancholischen Attitüde scheinen direkt den Seventies entsprungen zu sein. Rund ist das Album, aufwendig produziert und glattgefeilt bis in die letzten Sekunden der einzelnen Tracks. Für den runden Klang verantwortlich mag auch die Vielfalt der beteiligten MusikerInnen sein. Fünf verschiedene BassistInnen und drei Background-Sängerinnen sind zu hören, dazu mehrere männliche Stimmen. Jeder Song sollte ein anderes Gefühl vermitteln, begründet Wasser diesen Wechsel an MusikerInnen.

Länger als die übliche Popsonglänge von drei Minuten ist jeder einzelne der Tracks auf diesem Album. Das mag daran liegen, dass Joan textlich Großes mitzuteilen hat. "Human Condition" etwa, mit der croonigen Stimme eines Gastsängers im Intro, beklagt den allgemeinen Zustand der Welt: "The human condition makes me mad inside / so much hope in people´s eyes". Dass dieser Song dafür musikalisch etwas belanglos klingt, machen sperrigere Titel wie das anschließende "Chemmie" und das rauchige, fast acht Minuten lange "Flash" gleich wieder wett.

Das schmachtende "Forever and a year" erinnert an emotional aufgeladene Tracks etwa von Goldfrapp oder Beth Gibbons, wenn das Pathos auch gleich im Fadeout wieder zurückgenommen wird. In "I was everyone", dem letzten Titel, fühlt die Hörerin sich eher an Mainstream-Sängerinnen wie Alanis Morissette oder Sheryl Crow erinnert.

AVIVA-Tipp: In den besten Momenten des Albums wächst Joan as a Police Woman über sich hinaus und erfüllt alle Erwartungen, die sie mit ihrem "Singer-Songwriter-Soul" geweckt hat, bestens. Die stimmlichen Qualitäten einer Amy Winehouse besitzt sie ebenso wie das musikalische Talent einer PJ Harvey oder Tori Amos. In schwächeren Momenten wirkt es, als sei der Wunsch, zu glätten, zu stark gewesen. Diese wenigen Titel bleiben kaum in den Gehörgängen haften.

Joan As Police Woman im Netz: www.joanaspolicewoman.com

Joan as Police Woman
The Deep Field

VÖ 21.01.2011
PIAS

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Joan as Police Woman -As real

Joan as Police Woman - To Survive

Tori Amos - Abnormally Attracted To Sin

PJ Harvey and John Parish - A Woman A Man Walked By

Music Beitrag vom 24.01.2011 Claire Horst 

   




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