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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 13.08.2011

Heather Nova - 300 Days At Sea
Lisa Erdmann

Auch auf ihrem mittlerweile achten Studioalbum beweist Heather Nova wieder ihr unnachahmliches Gesp├╝r f├╝r Musik. Die Vorzeige-Songwriterin und Umweltsch├╝tzerin vertont in gewohnt zart-rockiger...



... Manier erstaunlich private Momentaufnahmen und Geschichten, ohne jemals in plakativen Kitsch abzudriften.

Dass Heather Allison Frith die sagenumwobene Region rund um das Bermudadreieck so sehr am Herzen liegt, kommt nicht von ungef├Ąhr, schlie├člich wurde die heute 44-J├Ąhrige einst auf der atlantischen Insel geboren und kehrte erst k├╝rzlich, nach jahrelangem Pendeln zwischen Los Angeles, New York und London, in ihre Heimat zur├╝ck.
Das Abwenden vom Gro├čstadttrubel und Besinnen auf das Wesentliche wirkte sich auch auf die Produktion ihres aktuellen Longplayers aus. Produzierte die K├╝nstlerin ihre fr├╝heren Aufnahmen stets in den US-Metropolen, verfasste sie ihre zw├Âlf Titel f├╝r "300 Days At Sea" allesamt in malerischer Isolation und nahm die Songs schlie├člich in ihrem privaten, vollst├Ąndig solarbetriebenen Studio auf einer kleinen Insel auf.

Nach mittlerweile fast 20 Jahren Musikkarriere wirkt das "300 Days At Sea" nun wie eine Schnittstelle aus Vergangenheit und Gegenwart. Die unkonventionelle Segelboot-Kindheit der S├Ąngerin (Heather Nova kreuzte gemeinsam mit ihren Eltern jahrelang auf dem familieneigenen Hausboot "Moon" durch die Karibik) wird ebenso thematisiert wie die intimsten Momente des Erwachsenwerdens und -seins. Kitschig wird die Ausnahmemusikerin dabei dennoch nie. Vielmehr verspr├╝ht der Longplayer eine innere Ruhe und Ausgeglichenheit, wie frau sie wohl nur im Paradies finden kann.

Auch wenn der nach vorne preschenden Opener "Beautiful Ride" noch ungew├Âhnlich reich instrumentiert scheint, fokussierenden die restlichen Titel vor allem das facettenreiche Gesangstalent der Musikerin. Kratzig-rauchige Tiefen spielen bei "Higher Ground" im Refrain zu zarten H├Âhen auf, w├Ąhrend Stop The Fire" mit treibenden Drums fast poppig hin├╝berweht. Selbst wenn Miss Nova schmachtet, wirkt ihr Gesang stets glaubw├╝rdig und von Herzen. Z├Ąrtliche Brisen wie in "Everythings Changes", "Burning To Love" oder dem abschlie├čenden "Stay" behalten auf "300 Days At Sea" grunds├Ątzlich die Oberhand und schmeicheln sich mal mehr, mal weniger melancholisch ins H├Ârerinnenherz.

Heather Nova im Netz: www.heathernova.com

AVIVA-Tipp: "300 Days At Sea" bietet zw├Âlf liebevolle Songs, die trotz eher m├Ą├čigem Wellengang keineswegs belanglos daherschippern. Ein Album f├╝r die besinnlichen Stunden, bei denen die H├Ârerin dem Alltag entfliehen, ein wenig mehr zu sich selbst kommen und Ruhe finden kann.


Heather Nova
300 Days At Sea

Label: Embassy Of Music, V├ľ: Mai 2011


Weiterh├Âren auf AVIVA-Berlin:

Heather Nova - Redbird

Rachael Sage - Delancey St




Music Beitrag vom 13.08.2011 Lisa Erdmann 

   




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