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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.08.2011

Miss Li Interview und Review
Clarissa Lempp

Das neue Album "Beats & Bruises" der Schwedin Miss Li bedient sich warmen Retro-Sounds und tanzbarer Rhythmen und erschafft ein kleines Universum für die Überlebenden der Liebe und des Lebens.



"Beats&Bruises" lautet der zweideutige Titel des neuen Miss Li Albums. Bereits in den Vorgängern überzeugte die schwedische Künstlerin mit einem Stilmix aus Retro-Klängen und tanzbarem Beat und eroberte mit ihrer Musik nicht nur Herzen, sondern auch US-amerikanische Serienformate, wie "Grey´s Anatomy", in denen ihre Songs zu hören waren. Und auch das neue Werk ist eine musikalische und zeitliche Reise zwischen Rag Time, Chanson, Swing und Pop. Auf dem Album Cover sieht die Sängerin aus großen Augen in eine unbekannte Ferne, ein Bild wie aus einem Stummfilm. Waren die zwanziger Jahre hier Inspiration?
Miss Li: "I really like old movies and old music...and old clothes... I´m not into new stuff at all actually. But, "Beats and Bruises" sounds a little bit more modern than the other albums I´ve released, and I felt that it would be good to still keep that retro feeling on the cover. All those pictures come from my family and the photographer´s family-albums. You know, that picture on that nurse. That´s my mom when she went to nurse-school in the late 60´. Don´t we look the same?"

Tatsächlich klingt "Beats&Bruises" wahnsinnig aktuell, trotz oder gerade wegen der 60ies Anleihen, dem gekonnten Jonglieren zwischen tanzbarem Pop und großer Emotion. Orgeln, Trompeten und ein Saxophon begleiten die Songs über Liebe, Trunkenheit und einsame Wege. Klatschen, Drum-Loops, Beats und Percussion-Elemente geben den Rhythmus vor und führen die Lyrics in mitreißende Tanzmomente. Das klingt in der Beschreibung nicht anders als die vorangegangenen Alben der Miss Li, trotzdem ist "Beats&Bruises" nicht einfach die Fortsetzung des erfolgreichen Vorgänger Albums.

Miss Li: "I´m mostly inspired by the 60´! I love the Beatles, Kinks, Small Faces, Neil Young and all that! But also soul, like Otis Redding, Solomon Burke, Nelson Sanders and Little Richard. I guess everything I hear, inspires me in some way... but I try hard not to sound exactly like it did in the 60´. It´s much more interesting if you add something new and something original. The earlier albums I did were a little bit jazzier and spontanious. One of the albums is also inspired by gipsy music like that movie "Black cat white cat" and the band "Taraf de haiduks". I´m not afraid to try new stuff. Actually, the worst scenario for me would be to make an album that´s an exact copy as the ones before. I don´t want to repeat myself..."

Die Texte des Albums drehen sich um die dunkleren Momente im Leben. Eine tragische Geschichte um häusliche Gewalt entspinnt sich in "Devil´s taken her man" und in "Bill´s got a gun" besingt die Schwedin im Walzer Takt den unglücklichen Weg eines Jungen. Tragik im Tanzschritt, der Titel des Albums könnte nicht besser ausgesucht sein.
Miss Li: "Beats and bruises is a little bit more melancholic than the earlier ones. I got really sick last year (got salmonella at a German-Tour actually), which lead to a chronic arthritis, which made me unable to walk for a half year. At that moment it felt like life really tried to hit me and beat me down... that´s why I called the album Beats and Bruises and that´s why I´m standing with bruises on the posters and the albumcover. When I got well, around Christmas, I felt that I had to do a little bit more melancholic album. But still it´s very important for me to keep that typical Miss Li sound… and I don´t want to sound too depressed, ha-ha."

Die Erfahrung des Stillstands durch die Erkrankung sorgte für Entschleunigung im Leben und Werk der Miss Li. Das spiegelt sich auch in den Lyrics.
Miss Li: "Writing lyrics for me is like going to the shrink or like writing a diary. I have to be honest in the lyrics to be honest to myself. Otherwise I wouldn´t be able to deal with my issues and move on."
Veröffentlichte sie ihre ersten drei Alben noch in einem Zeitraum von einem Jahr, liegen nun zwei Jahre zwischen dem Vorgänger "Dancing the whole way home" und dem aktuellen "Beats&Bruises", dazwischen lagen weltweite Tourneen und der Erfolg des letzten Albums.
Miss Li: "As things started happen abroad it was hard to have enough time to record three albums per year. Now we´re flying all over the world, doing gigs and I don´t have that much time left over to be in the studio. And I guess the audience would have some trouble to listen to all the songs if I released about 30songs per year."

Der letzte Song "Are you happy now?" ist an perfekte Frauen gerichtet, oder besser gesagt, an die Frauen, die als solche scheinen. Beim Erfolg einer Miss Li, die von Kritiker_innen und Fans gleichermaßen bejubelt wird, bleibt die letzte Frage dem Glück gewidmet. Ist die Sängerin selbst glücklich?
Miss Li: "I´m happy ...but I will never be satisfied." , schreibt sie im Email-Interview und setzt einen Smiley dahinter.


AVIVA-Tipp: Songs wie "Hit me" haben absolutes Lieblingslied-Potential und auch die anderen Tracks überzeugen durch musikalische Leichtigkeit und melancholisch süße Texte. Ein durchweg stimmiges Album, das so gar nicht nach Hype klingen will, sondern immer authentisch bleibt. Wie bereits in den vorangegangen Alben, hat Miss Li auch hier wieder ihr Ziel erreicht, einen ganz eigenen Stil zu kreieren, ohne sich selbst zu wiederholen.


Miss Li
Beats&Bruises

Label: Devilduck (Vertrieb: Indigo)
ASIN: B0051QZYU4
VÖ: 22.07.2011

Reinhören bei Miss Li auf myspace



Music Beitrag vom 16.08.2011 Clarissa Lempp 

   




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