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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 19.05.2011

Avishai Cohen - Seven Seas
Lisa Erdmann

Der in Israel geborene Avishai Cohen zählt heute weltweit zu den bedeutendsten Songwritern, Komponisten und Arrangeuren des Modern Jazz. Sein mittlerweile zwölfter Tonträger überzeugt als weicher...



...Stilmix, der virtuos die Grenzen zwischen Latin-Jazz, Klassik und jüdischer Folk-Tradition verwischt.

Avishai Cohen, geboren 1970, wuchs im Kibbutz Kabri in einer äußerst klassikbegeisterten Familie auf. Bereits im Alter von neun Jahren erhielt er Klavierunterricht, wechselte jedoch mit vierzehn zur Bassgitarre. Später, nach zwei Jahren Mitgliedschaft in der Armeeband, studierte Cohen Kontrabass bei Koryphäe Michael Klinghoffer und zog anschließend nach New York, wo er mit anderen JazzmusikerInnen in Kontakt kam. In den ersten Jahren im Big Apple spielte der Komponist seinen Bass vor allem in Subways, Parks und auf der Straße und studierte Musik am "Mannes College The New School for Music", bis er in 1996, von Pianist Danilo Pérez entdeckt, Mitglied von Chick Coreas "New Trio" und dessen Sextett "Origin" wurde. Zusätzlich arbeitete Cohen mit KünstlerInnen wie der chilenischen Sängerin Claudia Acuña und Soul-Diva Alicia Keys zusammen und gab unter anderem Konzerte mit dem "Israel Philharmonic Orchestra".

Seitdem hat der Kontrabassist zwölf Alben unter seinem Namen veröffentlicht, lebt mittlerweile in Tel Aviv und wurde unlängst als Jazzvisionär und "one of the 100 Most Influential Bass Players of the 20th Century" (Bass Player Magazine) gekürt. Auch auf seinem aktuellen Longplayer "Seven Seas" gelingt es dem 41-Jährigen mit hörbarer Leidenschaft, eine klangschöne Verbindung zwischen flirrendem Nu-Jazz-Sound und melancholischen Folk-Melodien herzustellen, die ihresgleichen sucht. Für den richtigen Drive der insgesamt zehn Titel sorgen auch Karen Malkas Gesang, Amos Hoffman an der Laute und der Percussionist und Co-Produzent Itamar Doari, dessen Spiel den Songs nahöstliche, spanische und nordafrikanische Strömungen verleiht.

Bereits der Opener "Dreaming" stellt Cohens musikalische Kreativität und Vielfältigkeit zur Schau. Nachdem der Track mit einem weich-treibenden Pianospiel eröffnet wird, erweitert der Bassist das Klangspektrum um zarte Gesangsparts. Die erst nur hintergründig begleitende Percussion tritt schließlich in den Vordergrund, der Groove wird wilder und der Rhythmus steckt an - bis schließlich alles wieder in der Eingangsmelodie mündet. Auch das zweite Stück, das Wiegenlied "About A Tree (Oyfn Weg Shteyt A Boym)", begeistert mit den für Cohen bereits bei früheren Werken typischen Vokalisen und malerisch-melancholischen Bildern aus Klavier und Kontrabass.

Das Titelstück des Longplayers beginnt mit einem stotterndem Kampf zwischen Bass und Cohen`schen Vocals, wird abgelöst von Shai Maestros rhythmisch-schlagendem Pianospiel und orientalisch anmutender Percussion und endet schließlich in einer opulenten Bass-Improvisation. Die Hörerin fiebert dem Finale entgegen, das sich mit ansteigender Geschwindigkeit vor ihren Ohren aufbaut.

Spätestens bei "Halah" steht vor allem die Stimme des Komponisten im Vordergrund und versprüht eine feinfühlige, kosmopolitische Schwermut, die das Publikum in ihren Bann zieht. Ähnlich verhält es sich mit Titeln wie "Staav" und "Ani Aff", bei denen der ambitionierte Arrangeur seine Stimme als zusätzliches Instrument zwischen Emotion und Ekstase zum Einsatz bringt. Den Höhepunkt der symphonischen Klänge voller Inspiration, die irgendwo zwischen Orient und Oxident ins Ohr gehen, findet frau schließlich bei "Two Roses (Shnei Shoshanim)". Ein energetisch getriebener Titel, der sich zwischen Bläsern, Piano und Percussion immer wieder auf Cohens warmen Gesang besinnt.

Avishai Cohen im Netz: www.avishaimusic.com


AVIVA-Tipp: Gemeinsam mit dem schwedischen Toningenieur Lars Nilsson ist Avishai Cohen und seinen BegleiterInnen ein Jazz-Album gelungen, das der Hörerin so stürmisch, tief und unberechenbar wie die sieben Weltmeere erscheint. "Seven Seas" erinnert an Legenden und Mythen, überrascht mit unkonventionellen Drehungen und Wendungen und gestaltet sich so zum bisher spannendsten Album des Musikers.


Avishai Cohen
Seven Seas

Label: Blue Note (EMI Music), VÖ: Februar 2011


Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Music Beitrag vom 19.05.2011 Lisa Erdmann 

   




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