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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.02.2012

Dani Wilde - Juice me up
Kristina Auer

Eigentlich geben schon das farbenfrohe Hippie-Cover dieses Albums und der Vinyl-Look der CD Hinweise auf Musik mit einem gewissen Retro-Flair. Spätestens aber sobald die erste Note erklingt ist...



... unmissverständlich klar, dass es sich bei "Juice me up" um lupenreinen, bodenständigen Blues handelt, der so manche der vielen aktuellen Retro-Sternchen vor Neid erblassen ließe.

Bereits als Kind beschloss die aus dem englischen Wiltshire stammende Dani Wilde, Musikerin zu werden. Ihren Berufswunsch fasste sie, nachdem sie im Alter von zehn Jahren erstmals an einem Gesangswettbewerb teilgenommen hatte.
Über die Plattensammlung ihres Vaters, welche Stilrichtungen von Bob Marley bis Motown umfasste, kam die junge Dani erstmals mit Musik in Kontakt. Ihr Vater war es auch, der Dani im Alter von 17 Jahren ermutigte, in den umliegenden Pubs aufzutreten, wodurch es ihr nach und nach gelang, in ganz England bekannter zu werden. Im Jahr 2007 wurde Wilde schließlich vom traditionsreichen Blues-Label Ruf Records unter Vertrag genommen.
Ihr Debütalbum "Heal my blues" und der Nachfolger "Shine" erschienen in den Jahren 2008 und 2010 und wurden von zwei großen Tourneen begleitet.

Neben ihrer Karriere als Musikerin engagiert sich Dani Wilde seit sechs Jahren mit einem humanitären Hilfsprojekt für die Organisation "Moving Mountains". In der kenianischen Stadt Embu unterstützt sie zwei Schulen unter anderem mit Unterrichtsmaterialien, Sportausrüstung und Musikinstrumenten. Einmal jährlich reist Wilde selbst nach Kenia, um an den Schulen Musikunterricht zu geben. Interessierte können auf Wildes Homepage www.daniwilde.com mehr über das Kenia-Projekt erfahren.

Für ihr drittes Soloalbum mit dem Titel "Juice me up", was in etwa soviel bedeutet wie "Lad mich auf", hat Dani Wilde alle bis auf zwei Songs selbst geschrieben.
Mit Blechbläsern und funkigem Rhythmus eröffnet der Aufmacher "Don´t Go Making Me Cry" das Album furios und reißt ab der ersten Sekunde mit.
Auch die folgenden Tracks "Walk Out The Front Door" und der Song "Let Me Show You", eine Rock´n´Roll-Nummer im Stil einiger Elvis-Hits, überzeugen durch ihre Power. Perfekt gelungen ist Wilde außerdem die Blues-Ballade "Who´s Loving You", die besonders die technischen Fähigkeiten ihrer Stimme zur Geltung bringt.

Schwieriger wird es im weiteren Verlauf des Albums, da Wilde Schwächen im Songwriting zeigt. Stücke wie "Mississippi kisses" und "Falling" sind recht ausdrucksschwach und lassen das Album ab und an in die Eintönigkeit abdriften.
Ebenso problematisch sind einige Songs auf der textlichen Ebene, wenn Wilde wie bei "Crazy World" und "The Burning Truth" versucht, Sozialkritik zu üben und dabei deutlich textliche Prägnanz vermissen lässt. Politischen Protest in einen Popsong zu verpacken zeigt sich hier nicht zum ersten Mal als schwieriges Vorhaben, welches nur wenige KünstlerInnen beherrschen. Wilde, die ansonsten eher Zeilen wie "Let me show you how a woman wants to be loved" textet, hat sich dieser Herausforderung auf "Juice me up" gestellt.

Das Album, das so schwungvoll begann, wird gegen Ende immer leiser. Der Song "Sweet Inspiration" entfaltet gar eine zutiefst melancholische Stimmung. Mit dem letzten Track "I Will Be Waiting", bei dem nur Gesang und eine akustische Gitarre zu hören sind, ist Dani Wilde zuletzt noch einmal ein durch und durch überzeugender und bewegender Song gelungen. So endet "Juice me up" so großartig wie es begann und stimmt die Hörerin trotz der vorangegangenen Tiefpunkte versöhnlich.

AVIVA-Tipp: "Juice me up" ist ein über weite Strecken überzeugendes Album, das gut gelaunt und mit einer gehörigen Ladung Frauenpower daher kommt. Auch wenn das Album einige musikalische und textliche Schwächen aufweist, ist es Dani Wilde hoch anzurechnen, dass sie sich so authentisch und unverkünstelt im Genre des Blues verankert. Damit hebt sie sich deutlich von anderen Künstlerinnen ab, die sich zu sehr vom Mainstream verführen lassen.

Dani Wilde
Juice me up

Label: Ruf Records
VÖ: 17.02.2012

Weitere Infos finden Sie unter:

www.daniwilde.com

www.rufrecords.de

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Music Beitrag vom 16.02.2012 Kristina Auer 

   




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