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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 12.02.2012

Lizzy Loeb - The One
Sharon Adler

Das Debutalbum der in New York lebenden 25-jährigen Sängerin, Songwriterin und Gitarristin vereint smooth Jazz, eine lässige Attitude und tiefgründige Lyrics. Das Konzept: eine akustische Gitarre,



vereint mit der warmen Stimme Lizzys.

Die Frau hat was vor. "Ich schreibe ständig neue Songs und nehme sie dann auf. Ich möchte mit den unterschiedlichsten Musikern zusammenarbeiten, Kunst ohne jegliche Grenzen schaffen - für mich ist nur der Himmel das Limit." Das verriet uns Lizzy Loeb, bevor sie ihr Debutalbum "The One" herausgebracht hat. Auf der aktuellen CD vereint die in New York lebende 25-jährige Sängerin, Songwriterin und Gitarristin verschiedenste Musikstile, wie Blues, Jazz und Rock. Beim Hören kommen einem die Worte der Musikerin Becca Stevens in den Sinn, die während des gemeinsamen Auftritts in Berlin gesagt hat: "Lizzys Songs sind so wunderschön und ausgewogen, wie ein perfektes Essen."
Lizzy Loeb hatte auch reichlich gute KöchInnen an ihrer Seite, denn sie bringt ein musikalisches Erbe mit sich. Es gibt wohl kaum jemanden in der Jazz-Szene, der bei der Erwähnung der Namen Chuck Loeb und Carmen Cuesta nicht anerkennend nickt. Diese beiden, der US-amerikanische Jazz Gitarrist, Komponist und Produzent Chuck Loeb und die in Madrid geborene Sängerin, Songwriter und TV-Moderatorin, sind die Eltern von Lizzy, die sich nun ihrerseits als Musikerin einen Namen macht.

Dass Lizzy ihren eigenen Weg gemacht hat, ist nicht nur ihrem Talent zu verdanken, das sie auch schon mehrfach in Berlin, zuletzt am 7. Oktober 2010 im A-Trane, unter Beweis gestellt hat. Auch ihr starker Willen und die Courage, sich weder hinter dem Renommé ihrer Eltern zu verstecken, noch diesen Umstand besonders hervorzuheben, sondern ihn ganz einfach als Geschenk zu betrachten, haben zu Lizzys Erfolg beigetragen.
Inspiriert von ihrem musikalisch-künstlerischen Elternhaus, entschied sie sich schon früh, selber Musik zu machen. Im Alter von 15 Jahren begann sie, Gitarre zu spielen und eigene Songtexte zu schreiben. Etwas anderes, als Musikerin zu sein, kam für sie nie in Frage. Nach ihren ersten Einflüssen befragt, nennt sie James Taylor, Stevie Wonder, The Beatles, Ella Fitzgerald, Elis Regina, Antonio Carlos Jobim, Mariah Carey und Sting.

Das Network ihrer berühmten Eltern verhalf ihr schnell zu den richtigen Kontakten, darunter dem begnadeten Trompeter Till Brönner, mit dem Lizzy für die Filmmusik an dem Kinofilm "Zwischen heute und morgen" zusammenarbeitete und den Titelsong beisteuerte.

In New York City geboren und sowohl in den Staaten als auch in Spanien aufgewachsen, hat Lizzy aber auch deutsche und russische Wurzeln. Ihr jüdischer Großvater lebte in Düsseldorf, wohin Lizzy unbedingt reisen möchte, um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Obwohl katholisch erzogen, wuchs sie in einer jüdischen Umgebung auf und liebt jiddische Worte wie "Oy Gevalt," "Chutzpah," oder das allseits beliebte "Mazel tov". "Valentines Shmalentines" ist auf Lizzys Blog www.myspace.com verewigt. Aber ihr absolutes Highlight ist die Geschichte um den Schlemihl, der Schlamassel in seine Suppe spuckt. "Schmutz" liebt sie deshalb, weil es sie dazu bringt, imaginären Schmutz von den Gesichtern ihrer Freunde zu waschen. Religion und Tradition ist für sie jedoch vor allem eine Frage der Spiritualität und so ist sie nach eigener Aussage heute eher dem Buddhismus zugewandt.

"The One" – so der Titel ihres Debutalbums, das sie selbstverständlich mit Unterstützung ihrer großen, talentierten Familie realisiert hat. Ganz in der Tradition ihrer prominenten Eltern verbindet die talentierte Gitarristin und Sängerin Klassisches und bringt doch stets neue, eigene Ideen mit in ihre Musik herein, ob nun auf CD oder in ihren Live-Acts. Besonders Songs wie "A Matter of Pride" oder "My Muse" berühren durch die kraftvollen Beats ebenso wie durch die Schlichtheit ihrer Komposition und weise-poetische Lyrics.

Die brillant gespielte, akustische Gitarre, unprätentiöse Klangfolgen, und die charakteristisch samtene Stimme Lizzys könnten bald zu einem Markenzeichen werden. Lizzy Loeb steht für smooth Jazz, eine lässige Attitude und tiefgründige Lyrics – eine Kombination, die nun auch von einem deutschen Publikum entdeckt werden kann, hoffentlich bald auch wieder live.

Nach den Plänen zu ihrer Zukunft befragt, antwortet sie selbstbewusst: "Ich will Musik machen, die die Grenzen der Pop-Musik auslotet. Ich möchte jeden Tag etwas Neues dazulernen und all das will ich in meinen Songs verarbeiten. Ich wünsche mir, dass meine Musik etwas Positives oder Mutmachendes in das Leben meiner Hörer bringt. Und – oh ja, ich möchte jede Menge Grammies gewinnen!"

AVIVA-Tipp: Dem können wir uns nur anschließen. AVIVA-Berlin wünscht Lizzy Loeb viel Erfolg und jede Menge Grammies!


Lizzy Loeb
"The One"

Lizzy Loeb (vocals, guitars)
Chuck Loeb (guitar, keys, programmings)
Will Lee (bass)
Shawn Pelton (drums, perussion, programmings)
Wolfgang Haffner (drums)
Mitchel Forman (piano, keys, string arrangements)
Christian Diener (accoustic bass)
Brian Killeen (bass)
Tim LeFebvre (bass, keys, guitars)
David Mann (saxes)
Label: C.A.R.E.
Art.Nr.: 0206795G
Vertrieb: Edel:Kultur
VÖ: 16. September 2011


www.facebook.com

www.myspace.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Interview with Lizzy Loeb


Dieser Artikel wurde zuerst in der the Beilage der "Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung" im Frühjahr 2012 veröffentlicht

Music Beitrag vom 12.02.2012 Sharon Adler 

   




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