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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 13.01.2012

Charlotte Gainsbourg - Stage Whisper. Live And Unreleased
Sharon Adler

"Stage Whisper" steht symptomatisch für das Konzeptalbum einer Künstlerin, die lange im Schatten ihrer berühmten, exaltiert-extrovertierten Eltern stand. Jane Birkin und Serge Gainsbourg, die...



... 1969 mit dem von Gainsbourg verfassten Titel "Je t´aime... moi non plus" einen Skandal auslösten, ebneten den Weg der talentierten Tochter. Durch sie gelangte die scheue Künstlerin jedoch auch ins Rampenlicht, das sie stets mied, dies und auch Interviews waren ihr stets unangenehm.

Charlotte, die 1984 im Alter von 12 Jahren ihre erste Rolle in "Paroles et Musique" auf Vermittlung ihrer Mutter übernahm, hat sich heute von dem Los der Tochter prominenter Eltern befreit und längst zu ihrem eigenen Stil gefunden. Als Schauspielerin hat sie von Anfang an Mut bewiesen, erst 2009 als Hauptdarstellerin im preisgekrönten Drama "Antichrist" und 2010 in "Melancholia" von dem für seine Hitler-verherrlichenden Äußerungen bekannten Lars von Trier, einem Film, der RezensentInnen und KinobesucherInnen gleichermaßen polarisiert hat. Auch als Musikerin hat sie in den unterschiedlichsten Konstellationen überzeugt. Im August 2006 erschien ihr Debutalbum "5:55" in Zusammenarbeit mit Jarvis Cocker (Pulp), Air und Neil Hannon (Divine Comedy).
Wenig hilfreich war es da für die Ausnahmekünstlerin, von der Presse lange Zeit in die Schubladen "niedliches Stimmchen" und "die Tochter von" abgeschoben worden zu sein.

Sowohl KritikerInnen als auch Fans lobten ihr drittes Album, IRM, in höchsten Tönen. Textlich als auch musikalisch stellte die Sängerin sich Herausforderungen, die sie bravourös meisterte. Mit keinem Geringeren als dem Indierock-Pionier und für seinen kreativen Wahnsinn bekannten Beck Hansen, der als Songwriter, Komponist und Produzent fungierte, hat Charlotte Gainsbourg ihr neues Album aufgenommen. Tatsächlich ist aus dieser Gemeinschaftsarbeit ein Werk entstanden, das sich durch seine Vielfalt und Experimentierfreude auszeichnet.

Charlotte Gainsbourg zeigte in "IRM" eindeutig und selbstbewusst, was in ihr steckt - und das ist viel mehr als ein hübsches Stimmchen. Zwar ist ihr charakteristisches zartes Flüstern und Wispern, wie auch auf ihrem Erstling "5:55", das sie zusammen mit Air erschuf, durchaus noch spür- und hörbar. Doch das Arrangement auf ihrem Album "IRM" sorgte dafür, dass Erwartungen durchgängig unterlaufen werden.

Die größte Überraschung überhaupt aber war ihre Welttournee im vergangenen Jahr (New York über Coachella, Paris, London, Berlin und Benicassim bis nach Tokio), in der ihr eigenen, unprätentiösen Art die Bühne zu betreten und zu bespielen und ihre Fan-Gemeinde zu berühren.

Ihr neues Album "Stage Whisper" (Live And Unreleased) dokumentiert nun genau diese Zeit und zeigt außerdem mit einigen bislang unveröffentlichten Songs neue Facetten ihres Werks. Der erste Teil des Doppelalbums ist eine DVD-Dokumentation zur Tour in 2010 und Live-Tracks, die die außergewöhnlichsten Momente ihrer Alben 5.55 und IRM vereinen.

Der zweite Teil von Stage Whisper (Live And Unreleased) ist ein authentisches Minialbum von sieben Tracks, auf dem Charlotte Gainsbourg eine völlig neue musikalische Ära betritt: "Terrible Angels", geschrieben von Beck, ist ein schnörkelloser Electro-Hit, "Paradisco" bezieht sich auf den Dancefloor eines Nightclubs, der von New Order geleitet wird, und "All The Rain" und "White Telephone" erscheinen beinahe religiös. "Got To Let Go" ist eine Ballade für hoffnungslos Liebende.

Ein deutlicher Einfluss, den Gainsbourg vielleicht nicht allzu gerne zugeben würde, ist der ihres Vaters. Auch der als Sohn der russisch-jüdischen Immigranten Joseph und Oletchka Ginsburg unter dem Namen Lucien Ginsburg geborene Serge Gainsbourg ließ sich von den unterschiedlichsten Traditionen inspirieren, wie bei seiner Tochter waren auch auf seinem Alben immer verschiedenste musikalische Linien von Amerika bis Afrika herauszuhören. Diese Ähnlichkeit ist keine Schande, schließlich gehörte Serge Gainsbourg zu den ganz Großen - und seine Musik ist so vielfältig, dass es kaum möglich ist, alles ganz anders zu machen als er.

Charlotte Gainsbourg ist verheiratet mit dem in Tel Aviv geborenen französischen Schauspieler und Regisseur Yvan Attal mit dem sie zwei Kinder hat und schon häufig gemeinsam vor der Kamera stand. Unter seiner Regie übernahm die Schauspielerin Rollen wie "Meine Frau, die Schauspielerin" (Ma femme est une actrice) und "Happy End mit Hindernissen" (Ils se marièrent et eurent beaucoup d´enfants).

Das I-Tüpfelchen zu diesem Album ist das gelungene Artwort des Booklets: Texte, Illustrationen, Montagen und Fotos. Die Aufnahmen zeigen eine hochkonzentriert arbeitende Künstlerin, die Melancholie und Energie auf´s Schönste in sich vereint.
"Stage Whisper" ist ein atmosphärisches Album, das fasziniert und auch nach mehrmaligem Hören immer wieder neue Überraschungen kreiert. Très cool!

AVIVA-Tipp: Beinahe rockig, leicht melancholisch, streckenweise elektronisch, doch immer ganz "Charlotte Gainsbourg" ist dieses neue, mit Spannung erwartete neue Album dieser natürlichen und dabei geheimnisvollen Ausnahmekünstlerin. Das alle Erwartungen erfüllt. Sicher schlummern noch viele unveröffentlichte Songs in Charlotte Gainsbourgs Schubladen, die es zu entdecken gilt – wir wünschen uns noch viel mehr davon!

Charlotte Gainsbourg
Stage Whisper
(Live and Unreleased)
VÖ: 13.01.2012
Label: Warner Music
Charlotte Gainsbourg im Netz: www.charlottegainsbourg.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Charlotte Gainsbourg in "Melancholia"

Charlotte Gainsbourg in "Antichrist"

Charlotte Gainsbourg – IRM

The Tree - Ein Film mit Charlotte Gainsbourg



(Quelle: Warner Music, AVIVA-Berlin)


Music Beitrag vom 13.01.2012 Sharon Adler 

   




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