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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 05.09.2008

Caroline Henderson - Caroline No 8
Silvy Pommerenke

Kaum zu glauben, aber das schwedische Ausnahmetalent Henderson ist seit über zehn Jahren als Solistin tätig, gilt hierzulande allerdings immer noch als Geheimtipp, obwohl die Jazzsängerin durch...



...extrem ungewöhnliche Cover-Versionen von alten Jazz-Klassikern mit einer noch ungewöhnlicheren Stimme überzeugt.

Die gebürtige Schwedin zog mit Anfang zwanzig nach Dänemark und baute dort ihre musikalischen Talente aus, deren Grundsteine bereits im Teenager-Alter lagen. 1989 hatte sie schließlich den nationalen Durchbruch mit der Band RayDeeOh. Sechs Jahre später nahm sie ihr erstes Soloalbum auf, und seitdem hat die heute 46-Jährige regelmäßig alle zwei, drei Jahre ein neues Album eingespielt. Für ihr Album "Love or Nothin`" aus dem Jahr 2007 wurde sie mit einem dänischen Grammy in der Kategorie Beste Vokalaufnahme ausgezeichnet. Und das zurecht, denn was diese Frau da an Intimitäten und Eigenwilligkeiten im musikalischen Sinne geschaffen hat, ist schier unglaublich. Das großartigste Stück dieses Albums ist die Coverversion von David Bowies "Wild is the wind". Wenn Sie das Original lieben, werden Sie nun atemlos sein. Nicht nur, dass Henderson das Stück völlig gegen den Strich bürstet, indem sie eine angerockte mit spanischen Flamenco-Elementen versehene und freche Version der einstigen Ballade produziert hat, sondern sie gibt dem Song soviel Eigenleben, dass er ebenso aus ihrer Feder hätte entspringen können. Was der Meister dazu wohl - neidisch - sagen würde?

Neben ihrer Arbeit als Sängerin arbeitete sie auch als Schauspielerin für die Bühne und Leinwand, unter anderem in dem spanischen Drama "Tuya Siempre", das drei Auszeichnungen beim Malaga film Festival 2007 erhielt. Außerdem ist die schwarze Sängerin seit fünf Jahren Botschafterin Unicefs, die sich besonders gegen Gewalt gegen Kinder eintritt, und sie unterstützt Oekobarn, eine Kampagne für bessere Gesundheit und Bio-Produkte für Kinder.

Anspieltipps: Gleich der Opener "Ribbon Bow", ein alter Folksong aus Kentucky, überzeugt vom ersten Ton an. Die Stimme der afro-schwedischen Sängerin hat absoluten Gänsehautcharakter. "Everywhere" ist eine von zwei phantastischen Eigenproduktionen, die sich harmonisch in die Cover-Versionen einfügen. Eine traumhafte Ballade, die ledigliche durch Klavier, Trompete und Caroline Hendersons Gesang lebt. Ursprünglich für den dänischen Film "Geh mit Frieden Jamil" komponiert, hat es dieser Ausnahmesong auf die achte Scheibe von Henderson geschafft. "It Ain`t Necessary So", im Original von George Gershwin, ist eine dieser phantastischen und ungewöhnlichen Interpretationen Hendersons. Ganz lässig werden hier Bilder von vergangenen Zeiten evoziert, die mächtig unter die Haut gehen. "Love Is Like A Cigarette" ist das zweite selbst komponierte Stück (der Text stammt von Duke Ellington aus den dreißiger Jahren), das durch Sprechgesang überzeugt, der träge – wie Zigarettenqualm – am Song entlangschwebt. Ein Song von Billie Holiday darf natürlich auch nicht fehlen: "When You`re Smiling" kann man sich auch gut im Duett mit der verstorbenen Amerikanerin vorstellen. Zu guter letzt ist "Bang Bang" eine großartige laszive Nummer, die mit einigen TexMex Elementen aufwartet und vor dem inneren Auge die Mafiosis der Prohibitionszeit heraufbeschwört.

Caroline Henderson im Netz: www.carolinehenderson.com und auf MySpace

Weiterhören: Melody Gardot und Lyambiko

AVIVA-Tipp: Wow, die Wahl-Kopenhagenerin Caroline Henderson hat ein Jazz-Album eingespielt, vor dem Billie Holiday einen Kniefall machen und Miles Davis mit Vergnügen seine Trompete beisteuern würde. Ihre dunkle und heisere Alt-Stimme, gepaart mit ungewöhnlichen musikalischen Arrangements, macht regelrecht süchtig!

Caroline Henderson
Caroline No 8

Label: Stunt Records, VÖ: September 2008

Music Beitrag vom 05.09.2008 Silvy Pommerenke 

   




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