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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 03.10.2008

Luxuslärm - 1000 km bis zum Meer
Silvy Pommerenke

Hey, Silbermond und Co bekommen Konkurrenz. Und zwar von Luxuslärm, die lärmend, krachig aber durchaus melodisch Deutschpop vom Feinsten produzieren und ganz viel Spaß und gute Laune verbreiten,...



...dabei aber auch tiefsinnig sind und vor allem viele Fragen aufwerfen. Mit Sicherheit Fragen, die sich junge Menschen stellen, die aber durchaus auch die Älteren ansprechen.

Das Rätsel, ob das es etwa alles sei, "morgens zur Arbeit, spät abends zurück" zu kommen, kann ein Mensch jenseits der Zwanzig mit ruhigem Gewissen beantworten, dass das wahlweise eine ganze Menge im Leben ist – siehe die Arbeitslosenzahlen – oder aber, dass Arbeit für manch eine/n tatsächlich Inhalt des Lebens ist. Die fünf von Luxuslärm haben mit Sicherheit auch ihren Spaß an der Arbeit, sonst würden sie nicht diese energiegeladene Musik machen. Wie auch immer, viele werden sich in diesem Text und auch in anderen Texten von Luxuslärm wiederfinden, denn die Nordrhein-WestfalInnen sprechen viele Zweifel und Ängste der heutigen Zeit aus. Das verpacken sie in kräftigem Speed-Rock, der super durcharrangiert ist, und eine Nummer härter als Silbermond oder Juli ist. Wenn Vergleiche herangezogen werden sollten, dann würden sich die Guano Apes mit deutschen Texten dafür anbieten.

Aber weg von Vergleichen, hin zu dieser ungewöhnlichen deutschen Band, die die HörerInnen ein wenig gegen den Strich bürstet. Seit nunmehr vier Jahren spielen Eugen Urlacher (Bass), Bavid Rempel (Keys) Jini Meyer (Vocals), Jan Zimmer (Drums) und Henrik Oberbossel (Guitars, Vocals) zusammen. Ihre Texte sind meistens pessimistisch und nachdenklich, aber auch frech und provozierend. Verpackt in schnelle, bisweilen harte Riffs, finden sich dennoch immer wieder auch balladeske Anleihen auf diesem Album. Intensiv ist das allemal, lädt zum Headbanging ebenso ein, wie zum tiefsinnigen Vorsichhinstarren. Wer Spaß an deutschsprachiger Musik hat, der hat mit Luxuslärm die ultimative Alternative zu den aktuell gehypten Bands. Die musikalischen Arrangements bestechen dabei ebenso wie die phantastische Stimme der Sängerin Jini Meyer. Kein Wunder, dass die fünf FreundInnen den Rock- und Pop-Preis des Deutschen Rock- und Pop-Musikerverbandes erhielten. Und das gleich dreimal, für das beste deutschsprachige CD-Album, für den besten Song des Jahres und für die beste Rocksängerin. Drücken wir die Daumen, dass es für die fünf so erfolgreich weiter geht!

Anspieltipps: "Ja ja", fängt als zarte Reggae-Nummer an und mündet dann in einer fetzig rockigen Nummer, wobei hier die Stimmvielfalt von Jini Meyer extrem gut zum Vorschein kommt. Sehr cool! "Von jetzt an" ist eine der wenigen Balladen des Albums, die es aber in sich hat, und die fünf aus Isernhagen beweisen damit, dass sie auch für die sentimentalen Momente des Lebens eine musikalische Antwort haben. Wesentlicher heftiger geht es auf "Solange es noch geht" zu, denn hier werden die Gitarren in Nu-Metal-Manier angerissen und wecken Erinnerungen an internationale Größen wie Linkin Park oder Limp Bizkit. Der Titelgeber des Albums, "1000 km bis zum Meer" verhält sich ganz harmlos, besinnt sich auf Pop, und stellt gerade durch die Textzeile "da schauen wir den Wellen hinterher" eine Analogie zu dem Song "Perfekte Welle" von Juli her. Aber dies ist auch der einzige Song, der Ähnlichkeiten mit anderen deutschen Bands aufweist. Luxuslärm ist zwar laut, aber mitnichten Lärm und vor allem einfach klasse!

Luxuslärm im Netz: www.luxuslärm.de und auf MySpace

Weiterhören: Silbermond und Mia.

AVIVA-Tipp: Ausgefallen, eigenwillig und krass sind diese fünf MusikerInnen, die für die deutschsprachige Rock-Musik eine neue Messlatte auflegen. Kraftvolle Speed-Rock-Nummern gepaart mit wundervollen Balladen ergeben eine neue Dimension von hiesigem Liedgut, das einfach nur Spaß und Laune macht, und auch dem internationalen Markt durchaus stand halten dürfte!

Luxuslärm
1000 km bis zum Meer

Label: Opposition Musik, VÖ Oktober 2008


Music Beitrag vom 03.10.2008 Silvy Pommerenke 

   




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