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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 28.02.2009

Julia Hülsmann und Marc Sinan - Fasil
Silvy Pommerenke

Die Idee dieses Jazzalbums ist Marc Sinan und Marc Schiffer zu verdanken, die eine Brücke zur islamischen Musik schlagen wollten und dem Album den Untertitel "Aishas Lied" gegeben haben.



Die Liebe Aishas und Mohammeds hat Marc Sinan zum Anlass genommen, dieses traumhafte Album aufzunehmen. Aisha war die jüngste Frau des Propheten, der in ihren Armen starb, und die sein politisches Erbe antrat. Dabei haben sich "die vergangenen drei Jahre [...] zu Melodien geformt, die schwer duften wir Kumin und süß wie Aprikosen", so der Gitarrist. Dies klingt manches Mal geheimnisvoll ("Ilk Taksim"), dann wieder beschwingt ("Son Taksim") oder auch tragisch ("This Bloody Day"). Eine Geschichte, die mehr als tausend Jahre alt ist, die von Religion, Liebe und Politik handelt, und die nicht zeitgenössischer interpretiert werden könnte. Die Ästhetik der Musik lässt dabei zeitliche und räumliche Grenzen verschwinden, lädt zur Meditation ein, und die deutsche Pianistin Julia Hülsmann hat das umgesetzt, was Marc Sinan anfangs vorschwebte: Kompositionen, die im Geiste der Improvisation entstanden sind, die dennoch eine Verbindung von Tradition und Moderne präsentieren und nicht zuletzt für ein humanistisches Weltbild plädieren.

Bevor Hülsmann sich an die Kompositionen setzte, entwarf Marc Schiffer das Libretto und verband dafür Fragmente aus dem Koran und dem Hadith mit alten persischen Dichtungen. Nicht zuletzt erhält "Fasil" seinen besonderen Reiz durch die serbische Sängerin Yelena Kulić, die einfühlsam, äußerst poetisch und bewegend die Geschichte Aishas erzählt, dem orientalischen Einfluss durch Sinans Gitarrenspiel und den durchweg improvisierten Instrumentalstücken des Albums, die das Zusammenspiel der MusikerInnen aufs beeindruckendste repräsentieren. Eine weitere Charakteristik des Albums ist zudem, dass das Libretto im Booklet zwar chronologisch aufgeführt ist, die Songs der CD jedoch einer freien Ordnung unterliegen.

Mit "Fasil" ist ein fantastisches Album entstanden, das den Brückenschlag zwischen West und Ost bewältigt – und dies, auf eine sehr friedliche und kontemplative Weise. Sinan, Hülsmann & Co. haben ein Werk geschaffen, das den HörerInnen exklusive, intensive und beeindruckende Stunden verschafft, in denen Konflikte zwischen West & Ost wie weggewischt erscheinen. Ein Album, das sowohl die Ohren als auch das Herz anspricht!

Julia Hülsmann im Netz: www.juliahuelsmann.de

Marc Sinan im Netz: www.marcsinan.com

Weiterhören: Y Move und Cyminology

AVIVA-Tipp: Auf der CD-Hülle steht zwar als erstes Marc Sinan - ein begnadeter deutsch-türkischer-armenischer Gitarrist - aber der Inhalt präsentiert wesentlich mehr als ihn, nämlich die grandiose Pianistin Julia Hülsmann und die mindestens ebenbürtige Sängerin Yelena Kulić. Dabei ist eine fernöstliche Jazzkomposition entstanden, die zum Innehalten einlädt und einen globalen Musiktakt durchscheinen lässt. Jazzmusik, die zwischen den Welten vermittelt und vor allem für ein äußerst poetisches und sinnliches Hörereignis sorgt!

Julia Hülsmann und Marc Sinan
Fasil

Label: ECM, VÖ Februar 2009

Music Beitrag vom 28.02.2009 Silvy Pommerenke 

   




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