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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.02.2009

Pepi Ginsberg - Red
Tatjana Zilg

Die jüdisch-amerikanische Songwriterin trägt denselben Vornamen wie ihre Großmutter, die als Widerstandskämpferin während des zweiten Weltkriegs gemeinsam mit ihrem Ehemann die Flucht von …



… Holocaust-Opfern nach Palästina mit dem Schiff "Exodus" organisierte.

Auch mit dem legendären Beat-Poeten Allen Ginsberg verbindet die 24jährige Pepi Ginsberg eine Namensgleichheit, verwandt scheinen sie nicht zu sein, dennoch wurde die Poesie schon früh zu einem ihrer wichtigsten Lebensinhalte. Unter anderem war sie als Herausgeberin eines High School-Literaturmagazins aktiv.

So war es nur konsequent, dass sie sich nach ihrem Schulabschluss für ein Studium des Kreativen Schreibens und der visuellen Künste in West Philadelphia entschied. Mit 19 Jahren veröffentlichte sie bereits ihre erste eigene Novelle unter dem Titel "No Name, Colorado".

Sich mehr und mehr in der jungen Szene ihres Studienortes heimisch fühlend, kam sie bald mit den dortigen SongwriterInnen in Kontakt, jammte viel mit den neuen FreundInnen und entdeckte die Kraft, die in der Verbindung von Wort und Musik liegt, für sich. Nachdem sie mit einem Song auf einer lokalen Compilation vertreten war, dauerte es nicht mehr lange bis zur Release des ersten eigenen Album "Orange Juice: Stephanie/Stephanie". Im Herbst des Jahres 2006 zog es sie fort von Philadelphia nach New York, wo sie in Eigenregie in ihrem Brooklyner Apartment das zweite Album "Sometime Momma/Sometime Babe" aufnahm. Vorrangig unter der Sonne Kaliforniens feilte sie anschließend während einer Tournee an den Live-Qualitäten ihrer Songs.

Wer ihrem dritten Album mit dem im Vergleich zu den Vorgängern überraschend kurzen Namen "Red" lauscht, wird überrascht sein, dass es spontan und ohne großes Vorausplanen entstand. Eine Art Flaschenpost war der Initiator, die nach dem Kalifornien-Trip vor ihrer Apartment-Tür auf sie wartete. Die Botschaft war von Scott McMicken (Dr.Dog), einem NuFolk-Musiker aus Philadelphia, der sie einlud, gemeinsam einen Song aufzunehmen.

Ohne zu zögern machte sie sich auf den Weg. Schon bald darauf hatte der Song "The Waterline" seine energiegeladene Gestalt angenommen. Wenig später kam sie zurück und nachdem sie "In My Bones", eine luftige Hymne an die unbeschwerte Daseinsfreude eingespielt hatten, verließen sie das Studio erst gar nicht wieder. In einem ungebrochenen Work Flow entstanden die zehn Songs von "Red", das auch Pepi´s Debut beim Label Park The Van werden sollte.
Mit "Just Music And Spirit" beschreibt Pepi die kraftspendenden Antriebsfaktoren, durch welche die Zusammenarbeit mit Scott McMicken und einigen FreundInnen, die sie noch dazu holten, in nur dreieinhalb Wochen mit einem überaus runden, außergewöhnlich hörenswerten Ergebnis beendet werden konnte. Mit dabei war unter anderem auch Bill Moriarty, dessen Name für die Berliner Musikfans spätestens seit dem grandiosen ausverkauften Gig im Admiralspalast mit seiner Band (Gesang: Rose Moriarty) im Januar 2009 ein deutliches Qualitätsindiz sein dürfte.

Spaß und Lebensfreude, Temperament und Abenteuerlust dringen aus den Melodien und den Texten. Eingängige Drum- und Gitarren-Rhythmen tänzeln im Vordergrund mit dem kraftvollen Gesang, der sich in einer hohen Varianz, alle Höhen und Tiefen erkundend, zeigt, an mancher Stelle mit Instrumental-Soli verziert. Als besonders gelungen sind hier die Violinen- und Trompeten-Soli von "In My Bones" zu nennen.
Das Energiebündel springt gern von Nu Folk und Pop Beat zu bodenständigen, lebhaften Rock wie in "The Contortionist" oder dem verrückt ungestümen Outro "White White White", mit dem sie sich, auf den Spuren von Allen Ginsberg´s Seelenverwandter Patti Smith wandelnd, die Dynamik von Wortwiederholungen und einen sich überschlagenden Grundrhythmus zu eigen macht.

Weiterhören: Jolie Holland und Heather Greene

Pepi Ginsberg im Netz: www.pepiginsberg.com und auf Myspace

Video zu "The Waterline" auf Youtube

AVIVA-Tipp: Die Musik kommt zugänglicher daher, als es das Verwirrspiel des Covers vermuten lässt. Quirlige Lebendigkeit und eine ansteckende Vorfreude auf dem Sommer charakterisieren das Grundgefühl der Songs.
Von der Musikkritik wurden ihr schon Vergleiche mit Joanna Newsom, Jolie Holland und Regina Spektor zuteil - drei eher unterschiedliche Künstlerinnen, deren Qualitäten sie neu vereint und denen sie zugleich ihre eigenen Sound-Ideen gegenüberstellt.

Pepi Ginsberg
Red

Label: Park The Van, VÖ Februar 2009


Music Beitrag vom 27.02.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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