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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 04.03.2009

Howling Bells - Radio Wars
Tatjana Zilg

Schon vor einiger Zeit verabschiedete sich Juanita Stein gemeinsam mit Glenn Moule und ihrem Bruder Joel vom australischen Kontinent und fand auf der Insel des Brit Pop neue Inspirationen, deren ...



... Nachwirkungen jetzt einen musikalischen Richtungswechsel initiierten. Die "Twin Peaks" durchdrungene Melodramatik des Debuts von 2006 ist auf ihrer zweiten Scheibe wie weggeweht. "Radio Wars" spr├╝ht ├╝ber vor explosiver Energie und macht das Feuer des Glam Rock mit der Leichtigkeit des Pop bekannt.

Die E-Gitarren formieren sich zu schwebend luftigen Sound-Gewittern, werden dabei von tempogeballten Schlagwerk und dem Bass von Brendan Picchio, der kurz nach ihrer Ankunft in England zu ihnen stie├č, geerdet. Sph├Ąrische Synthesizer lassen die Songs an pointierten Stellen weit in den Raum schweifen und machen sie auch f├╝r gro├če Stadien tauglich - m├Âglicherweise lieb├Ąugeln die Vier hier mit der Open Air - Saison 2009.

Es hat ihnen auf jeden Fall gro├če Freude gemacht, sich der Musik auf neue Art zu n├Ąhern, und sie noch fester zusammengeschwei├čt:
"This record is a great leap for us", sagt Juanita. "Our debut album was more of a lonesome creation, out of found and lost love, came the inspiration for most of the tracks, which were written in my bedroom."
"However, this time it was a collaboration between the four of us. Hearts, minds and ideas in equal measure. We`re all embracing new concepts and sounds. We perpetually challenged one another and the songs"
, erg├Ąnzt Brendan.
"It`s very important for us that the music would connect with people and elevate them bringing a growing optimism and unity", zieht Joel als Fazit.

Dennoch kommt "Radio Wars" keinesfalls zu zuversichtlich oder pathetisch daher. Auch hier geben sie sich - wie Cover und Website-Design bereits vermuten lassen - mysteri├Âs angehaucht. Ihre Songs scheuen dunkle Seiten nicht und zeichnen sich gleichzeitig durch eine erfrischend positive Grundstimmung aus. Mit dem Intro "Treasure Hunt" l├Ąuten sie die Schatzsuche nach ihrer neuen musikalischen Richtung selbstbewusst ein.

Inhaltliches Kernthema des Album ist der Widerstreit, der zu heutiger Zeit zwischen dem Mensch und der hochtechnisierten Umgebung entstehen kann. Die Idee entstand spontan, als sie w├Ąhrend des R├╝ckzugs f├╝r die Arbeit an dem Album in einem Landhaus in Victoria in Konflikt mit einem Radio gerieten, auf dem sich partout nicht der gew├╝nschte Sender einstellen lie├č. In "Digital Hearts" beschreiben sie den Privatkrieg mit dem inhumanen Musiklieferanten detailgenau und verweben ihn mit ihrem temperamentvollen Sound.

Ihre Sound-Sph├Ąren erzeugen eine vielschichtige Umgebung, die kaum eine Ruhepause zul├Ąsst. Nur auf "Ms. Bell`s Song" wird es etwas ruhiger und Akustik-orientiert, mit einer kleinen Referenz in Richtung Folk. Diese wird aber unmittelbar danach von "Golden Web" wieder aufgehoben, denn das einpr├Ągsame Nu Wave-St├╝ck flirtet lieber mit den viel gelobten Qualit├Ąten von Blondie und Blonde Redhead. Insgesamt bewegen sich die Songs aber zumeist in Richtung Brit Pop, so auch die eing├Ąngige Hymne an die Kindheit "Let`s Be Kids" und das als Festival-H├Âhepunkt geeignete "Cities Burning Down".
Juanita`s Gesang zeigt sich dabei durchgehend wunderbar rockig und verf├╝hrerisch l├Ąssig und verhindert so ein Entschwinden ins Pop-Labyrinth.

Weiterh├Âren: Duke Spirit und The Raveonettes

Howling Bells im Netz: www.howlingbells.net und auf Myspace

AVIVA-Tipp: Die zumeist schnell voranpreschenden, melodi├Âs reichhaltigen Songs wirbeln die Endorphine gewaltig auf und liefern den H├ÂrerInnen das notwendige R├╝stzeug f├╝r den kommenden Fr├╝hling. Und lassen gespannt sein, wohin sich die Vier bei ihrem weiteren musikalischen Weg noch entwickeln werden. An einigen Stellen w├Ąre mehr Gegengewicht zu der schwelgenden Leichtigkeit durchaus reizvoll gewesen. Vielleicht gelingt es Howling Bells beim n├Ąchsten Album, die Melodramatik des zur├╝ckgelassenen "Twin Peaks" - Sounds etwas mehr einzubeziehen und so die musikalische Varianz zu erh├Âhen.

Howling Bells
Radio Wars

Label: Independiente, PIAS, Rough Trade, V├ľ Februar 2009

Music Beitrag vom 04.03.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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