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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 08.09.2009

Berry - Mademoiselle
Tatjana Zilg

Berry überzeugte unter den vielen Acts der Planet Pop mit einer hinreißenden Stimme, episch schönen Texten und zarten Melodien, die ihre sanfte Kraft aus ...





... einer wohltuenden Melange aus Jazz, Edelpop, Chanson und Klassik-Nuancen beziehen. An pointierten Stellen nehmen ihre Songs auch Afrikanische Klänge oder cineastische Sichtweisen auf.

Der Name, der vermutlich zunächst an die delikaten Beerenfrüchte des Sommers denken lässt, schreibt sich aber anders und frankophile Menschen werden sich entsinnen, dass eine Region in Zentralfrankreich diesen Namen trägt. In einem kleineren Ort des Landstreifens, dessen Hauptstadt Bourges ist, erblickte die Autorin und Frauenrechtlerin George Sand im 19. Jahrhundert das Licht der Welt. Die Sängerin, die im 21. Jahrhundert auf dem Cover ihres Debutalbums mit einem erfrischend natürlichen Lachen für sich einnimmt, wählte ihren Künstlerinnennamen als Hommage an den Landstrich und seine Bedeutung für die Geschichte.

In ihrer Musik lässt Elise Pottier alias Berry keine allzu große Schwere zu. Eine wohl dosierte Verspieltheit zeichnet die Grundstimmung aus. Der dramatische Beginn des Openers "Mademoiselle" spiegelt dies in einem gelungenen Kontrast. Mit Hilfe von Streichern ergeben sich spannungsvolle Thriller-Effekte, die durch den Einsatz des warmherzigen Gesangs gemildert und in ein die Seele verwöhnendes, feingliedriges Netzwerk aus Akustik-Gitarren, Streichern und Hörnern übergeleitet werden. Das macht Lust auf mehr und die folgenden zehn Songs enttäuschen hier sicher nicht. "Le Bonheur" ruft mit dem Piano einen weiteren Dauergast der anspruchsvollen Popmusik hinzu, das eine luftig leichte, fröhliche Melodie anstimmt.

Zumeist singt Berry in ihrer Muttersprache. Das beschwingt lässige "Love Affair" bringt sie für das globale Publikum in Englisch zu Gehör.
Die beiden Songs "Las Vegas" und "Les Heures Bleues" blenden in eine melodramatischere Perspektive über, die an Americana und einem Lynch´esken Filmscore erinnert. Sie zeigen sich dennoch im französischsprachigen Gewand, was ihnen einen ungewöhnlich sinnlichen und reizvollen Charakter verleiht. Der temperamentvollste Song des Albums ist das extrem rhythmische "Cheri", das turbulentem Barjazz mit ausgelassener Stimmakrobatik und einem etwas herberen Gesang verbindet.

Weiterhören: Barbara Carlotti und Cocoon

Berry im Netz: www.myspace.com/casadeberry

AVIVA-Tipp: Berry gelingt der Balanceakt zwischen Vielseitigkeit und Harmonie mühelos. Zu ihren Songs kann frau sich entspannt zurücklehnen und verträumt über die Spree blicken oder fröhlich mitsummend über den Sand tänzeln. Zuhause werden geduldige HörerInnen, die zum Ende der CD nicht gleich zum Player stürmen, um die nächste einzulegen, mit einem wunderschönen, zuversichtsspendenden Chanson als Hidden Track belohnt. In Frankreich erfreut sich Berry bereits einer hohen Beliebtheit. Nach dem dortigen Erscheinen von "Mademoiselle" im Jahr 2008 schmückte ihr Debut 42 Wochen lang die Charts und erreichte Goldstatus.

Berry
Mademoiselle

Label: Universal, VÖ September 2009


Music Beitrag vom 08.09.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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