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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 27.09.2009

Addie Brik - Strike The Tent
Tatjana Zilg

Die US-Amerikanerin reiste für die Arbeit an ihrem Album "Loved Hungry" (2004) bis nach St. Petersburg. Für ihr neues Werk richtete sie den Blick gen Süden und verweilte zwei Jahre lang in Budapest.



Aus der Begegnung mit ungarischen MusikerInnen und deren Traditionen entstand ein organisches und abwechslungsreiches Album mit vielen kleinen und großen Überraschungen.
Zu diesem Ergebnis führte nicht nur der Aufenthalt in der inspirierenden Umgebung der Donau-Metropole und der obligatorische Abstecher ins nahe, sagenumwobene Transsilvanien. Addie Brik weist ein reichhaltiges Repertoire an künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten auf.

Denn viel ist in ihrem Leben passiert, seit sie ihren Geburtsort in den Südstaaten verließ und an der University of Colorado an einem Kunstprojekt teilnahm. Durch einen Kontakt mit der New Wave Band Wall Of Voodoo erhielt sie Zugang zu den Zoetrope Studios, die Francis Ford Coppola zu einem Spielplatz für junge, interdisziplinär arbeitende KünstlerInnen transformiert hatte. Hier entdeckte sie ihre Leidenschaft für Performance, die über reine Worte oder Musik hinausgeht. In der Underground Szene von Los Angeles fand sie weitere Impulse, ihre Talente frei zu entfalten und bewies zudem, dass sie auch für das große Publikum schreiben und singen kann. Mit den Red Hot Chili Peppers schickte sie den Indie-Hit "Wattsland" in die Charts, mit den beiden Ex-Prince-Musikerinnen Wendy and Lisa schrieb sie Tracks für die Erfolgsserie "Sex And The City" und auch die Sugarhill Gang sah sie gerne als Gast in der Crew.

Ihr Händchen für einprägsame Songs, die über eine raffinierte Sound-Struktur verfügen, setzt sie aber nicht für einen schnellen kommerziellen Durchbruch ein. Der rote Faden ihrer Discographie ist der unvoreingenommene Spaß am Experimentellen und eine unstillbare Neugier auf die unendlichen Möglichkeiten der Musik. So ließ sie sich auch für einige Zeit als Schülerin der renommierten Vokalistin Lakshmi Shankar in klassischer indischer Musik ausbilden.

Mit der für europäische Ohren ungewohnten, weitgreifenden Intonation des indischen Kehlgesangs eröffnet sie auch "Strike The Tent". Aber sie singt in dem Opener "Throat" nicht selbst, die Musikerin bat den ungarischen Gastsänger Attila Szekeres ans Mikrofon. Ein mutiger Einstieg, ihre HörerInnen mit dem experimentellsten Song zu begrüßen. Diese werden für ihre Offenheit mit dem folgenden "Shade Of Palms" belohnt, in dem sanfter Folk Jazz mit Addies bitterzartem Gesang harmoniert. Wie facettenreich ihre eigene Stimme ist, wird im Anschluss mit dem bluesigen "I´m Going On" erlebbar.

Schwebte sie eben noch mädchenhaft luftig weit oben in den Höhen, so gelingt ihr nun ein erdiges, tiefes Timbre. In "Windmill" überrascht sie mit einem arienhaften Gesang, der beides verbindet: In Höhen schnellt und in Tiefen gleitet und währenddessen zu surrealen Kopfreisen verführt. Dass sie auch mit dem Soul vertraut ist, zeigt sich an vielen Stellen, so in dem mysteriös gehaltenen "Give It Up" und dem himmlisch schönen "Three Pictures". Die ungarischen Einflüsse bemächtigen sich der Seele von Addie Brik am unverkennbarsten in der modernen Zigeuner-Polka "Pigs", die in einer wilden, unbändigen Kraft gegen Ende des Albums über die HörerInnen hinwegstürmt. Für die musikalische Untermalung nutzt sie klassische Instrumente wie Cello, Akustik-Gitarre, Cimbalon, Violinen, Harfe, Hörner und Schlagwerk genau wie elektronische Samples.

Weiterhören: Portishead und Zulya

Addie Brik im Netz: www.addiebrik.com und www.myspace.com/addiebrik

AVIVA-Tipp: Die reisefreudige Songerfinderin nimmt ihre HörerInnen mit auf eine abenteuerlustige Expedition durch die Vielfalt der auditiven Welt und erweist sich dabei als kundige Forscherin. Modernes, Klassisches und Traditionelles verzahnt sie geschickt ineinander, so dass manche Stelle klingt, als würden Portishead mit World Music liebäugeln, andere, als hätten sich die Urgestalten Transsilvaniens auf die Suche nach einer indischen Lehrmeisterin begeben, und zugleich gibt es viele einfach schöne Melodien mit balladesk sanften oder bluesig einprägsamen Gesang zu vernehmen.

Addie Brik
Strike The Tent

Label: Itza Music, Rough Trade, VÖ September 2009


Music Beitrag vom 27.09.2009 AVIVA-Redaktion 

   




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