Hanne Hukkelberg - Blood From A Stone - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

etage7
Aviva-Berlin > Music
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 
  Hier suchen, oder zur Sucheseite!


AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.04.2009

Hanne Hukkelberg - Blood From A Stone
Tatjana Zilg

Die norwegische Klangforscherin bewegt sich auf ihrem Drittling in ungewohnten Gefilden. Begeisterte sie zuvor mit melodiösem Indie-Pop, der starke Jazz und Folk-Einflüsse aufwies, so erweckt ...



... sie nun die Geschmacksvorlieben ihrer Jugendzeit zu neuem Leben. New Wave, No Wave und Indie Rock bilden die Grundlage für zehn exquisite Variationen ihres eigenwilligen Songwritings-Stils.

Vor knapp einem Jahr zog Hanne Hukkelberg das Berliner Publikum im Kinosaal des Babylon Mitte mit einem außergewöhnlichen Konzerterlebnis in den Bann. Nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Gitarren, Bass und Schlagzeug schmückten die Bühne, sondern auch eine umfangreiche Auswahl an Alltagsgegenständen, denen sie erstaunlich wohlklingende Töne entlockte. Auch das erweiterte Handwerkszeug aller MusikerInnen, die für einen vielseitigen Sound bekannt sind, setzte sie in Form von Banjo, Akkordeon und Orgel geschickt mit ein.

Das Ergebnis waren in sich geschlossene Songs, die in cineastischen Sound-Landschaften ihr Potential entfalteten, ohne sich im Experimentellen zu verlieren. Auf zwei Alben hatte sie ihre Kompositionen zuvor schon veröffentlicht. Ihr Debut "Little Things" erschien 2004 nach einer zweijährigen Erkundungstour per Fahrrad durch Oslo, während der sie kleine und große Geräusche aus dem Alltag der Stadt zur späteren Verwendung in ihren Songs digital aufnahm. Zwei Jahre später zog es sie nach Berlin, wo sie Inspirationen für ihr zweites Album "Rykestraße 68"sammelte und diese anschließend zurück im hohen Norden gemeinsam mit ihrem Lieblingsproduzenten Kare Chr. Vestrheim zu einem ausdrucksstarken Nachfolger der kleinen Dinge ausgestaltete.

Der Titel ihres dritten Streichs kündigt es schon an: Während die Song-Charaktere sich auf den beiden Vorgängern eher zärtlich-filigran, charmant-schüchtern und nur ab und an wagemutig temperamentvoll zeigten, kitzelt sie nun Eigenschaften wie mysteriöse Attraktivität, nuancenreiche Düsterkeit und energiespendende Aggression aus ihren kreativen Findlingen hervor. So verheißt der Opener "Midnight Summer Dream" ein fabelhaftes Spektakel wie in einem Shakespeare-Drama und verspricht damit gewiss nicht zuviel. Sphärischer Geister-Sound trifft auf schrammelige Gitarren und einen an The Cure - erinnernden Grund-Beat, alles versetzt mit reichlich Hall, so dass der Zeitreise durch die Achtziger nichts mehr entgegensteht. Dabei verfällt sie keinesfalls ins Nostalgische, denn ihre bekannte Handschrift scheint deutlich zwischen den Tönen hervor und fügt dem Ganzen grazile Komponenten hinzu, die sie über die Vorbilder Cocteau Twins, Siouxie And The Banshees, Fad Gadget, Echo And The Bunnymen und Einstürzende Neubauten hinauswachsen lassen.

Hypnotisierend durch ein schnelles Uptempo, prägnante Hooklines und akzentuierten Gesang zeigen sich die Stücke "Seventeen", "In Here / Out There", "Bandy Riddles" und "Blood From A Stone". Die Qualitäten langsamer Tonstrukturen, die wie Spinnenarme zart aber unaufhaltsam die Gehörgänge umfangen, werden mit "No Mascara Tears" und "Salt Of The Earth" geschickt herausgearbeitet. Als Abschluss garniert die Tonmeisterin ihr Werk mit einem Siebenminüter, der einen weiteren Jahrzehnte-Sprung zurück in die Pink Floyd geprägten Siebziger wagt: "Bygd Til By" ist durch und durch cineastisch angelegt. Mit honigsüßem Gesang und orchestral-sphärischen, leisen Tönen verführt der Song, sich den Visionen der eigenen Phantasie hinzugeben.

Weiterhören: Lay Low und El Perro Del Mar

Hanne Hukkelberg im Netz: hanne.hukkelberg.net und auf Myspace

AVIVA-Tipp: In ihren neuen Songs lässt Hanne Hukkelberg mehr Drama und mehr Bissigkeit zu, behält aber in jeder Sekunde diese ganz besondere melancholische Fröhlichkeit bei, die ihre Musik so einzigartig macht. Als Sound-Astronautin dringt sie tief in die Weiten des modernen Musik-Universums ein, zitiert das Beste aus den dunklen Zeiten der End-Achtziger und Anfangs-Neunziger herbei, und knüpft damit auch an ihr fulminantes Pixies Cover "Break My Body" an, mit dem sie auf "Rykestraße 68" die HörerInnen-Ohren fesselte.

Hanne Hukkelberg
Blood From A Stone
Label:
Nettwerk, VÖ April 2009



Music Beitrag vom 21.04.2009 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken