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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 14.05.2008

Smoosh – Free To Stay
Tatjana Zilg

Erst 13 und 15 Jahre alt sind die beiden Schwestern aus Seattle, die als Duo die Musikwelt erobern wollen. Dazu wählten sie eine ungewöhnliche instrumentale Kombination: Keine E-Gitarre ergänzt...



... das Schlagzeug, sondern ein Keyboard respondiert zu den analogen Drum-Stick-Wirbeln.

Der Besuch in einem Musikgeschäft wurde für die Familie aus der Nirvana-Stadt zukunftsweisend. Der Vater der beiden Teenager beabsichtigte eigentlich nur seine Violine stimmen zu lassen, aber die energievollen Klänge eines Schlagzeugs ließen seine Töchter ins obere Stockwerk stürmen, wo sie Jason McGerr beim Bearbeiten der Trommeln und Schellen beobachten konnten. Sie kamen schnell ins Gespräch mit dem Schlagzeuger von Death Cab For Cutie, der in dem Laden einen Teilzeit-Job ausübte. Eine der Schwestern, Chloe, ließ sich sofort von seiner Begeisterung für das Power-Instrument anstecken. Sie bat ihren Vater, ihr ein Schlagzeug zu schenken, der es aber für besser hielt, dass sie zunächst Unterrichtsstunden nehmen sollte. Jason bot sich gleich als Lehrer an, denn er unterrichtete auch an einer Musikschule. Wenig später bekam Chloe von den Eltern ihr erstes Schlagzeug, da sie sich als Naturtalent erwies. Nachdem Jason aus Zufall eines Tages Aysa am Piano spielen und einen Songtext summen hörte, war für ihn klar, dass die beiden Mädchen als Duo durchstarten sollten. Er wurde für sie zu ihrem ersten Mentor. In den Unterrichtsstunden hörte er sich zunächst ihre neuen Ideen an und gemeinsam entwickelten sie Songs, die sich durch luftige Leichtigkeit und melodiöse Pop-Rhythmen auszeichneten. Die Ergebnisse brannten sie auf CD, irgendwann ging alles Schlag auf Schlag und ihr Debut war in den Läden erhältlich.

Ihr Sound, der sich auf eine sympathisch unbeschwerte Art und Weise zwischen den Synthesizer-Virtuosen Depeche Mode und dem bodenständigen Beat von analogen Bands hin- und herbewegt, erhielt bald große Aufmerksamkeit von ihren zukünftigen KollegInnen aus der Musikszene. Jimmy Eat World und Mates Of States nahmen sie als Support-Act mit auf Tour. Einzelne Gigs spielten sie zusammen mit Rilo Kiley, Pearl Jam, Death Cab for Cutie und Cat Power. Im Frühjahr 2008 sind sie auf Tour mit Tokyo Police Club.

"Free To Stay" ist bereits ihre zweite Scheibe, die 2006 in den USA erschien und im April 2008 in Europa Release feierte. Im Vorfeld hatten sie einige Deutschland-Auftritte, unter anderem beim beliebten Intro Intim.

Eine fröhlich-poppige Grundstimmung charakterisiert die 12 Songs von "Free To Stay".
Die Kombination von elektronischen Keyboard-Klängen mit analogem Schlagwerk ist im ersten Moment dennoch etwas gewöhnungsbedürftig, zumal der Opener "Find A Way" gleich mit einigen Soli-Phasen für Chloe aufwartet. Der Wechsel mit dem mädchenhaft hohen, teilweise sehr hellen Gesang von Aysa und ihrem Keyboard-Spiel überrascht immer wieder aufs Neue, geht nach einer Weile aber samtig fließend ins Ohr. Zu voller Heavy-Stärke drehen die beiden Teenager in "Rock Song" auf, in dem sie mit dunklen Beats und E-Gitarren-Riff ähnlichen Keyboards ihre Aggressionen austoben. Die meisten Songs sind um etliche Nuancen mehr vom Pop durchweht: Sehr verspielt sind die Ideen, die sie in ihre Songs eingeflochten haben - wie die Glockenspiel-ähnliche Melodie vom titelgebenden "Free To Stay" oder die wellenförmig Auf und Ab schwebende Hookline von "Clap On" .

Weiterhören: Tegan And Sara und Mates Of States.

Smoosh im Netz: www.smoosh.com und auf Myspace.

AVIVA-Tipp: Delikatessen-Pop von zwei jungen Talenten, der beim Zuhören genauso viel Spaß macht wie ihn die beiden Smoosh-Mädchen beim Einspielen offensichtlich hatten. Dabei beherrschen sie ihre Instrumente beeindruckend gut und sorgen mit ihren originellen, eingängigen Kompositionen für einen Musikgenuss, der auch bestens für die Tanzfläche geeignet ist.

Smoosh
Free To Stay

Label: Barsuk, Rough Trade, VÖ April 2008


Music Beitrag vom 14.05.2008 AVIVA-Redaktion 

   




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