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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.07.2003

Keep your motor running, das Farin Urlaub Racing Team auf Touren
Marie-Louise Leinhos

Seit Juni 2003 ist das Farin Urlaub Racing Team wieder auf dem Highway to hell. Farins Soloband besteht, abgesehen von den beliehenen Bläsern der Busters, aus Frauen.



Vielleicht ist die feminine Zusammensetzung des Racing Teams Farins Antwort auf 16 Jahren Tourleben mit Bela B. Felsenheimer? Oder Herr Urlaub steht auf Frauenquote. Wie auch immer, näheres dazu verraten Cindia (Bass) und Nessie (Gitarre) auch nicht, aber wie sie ins Team aufgenommen wurden und ob sie von ihrer Musik mittlerweile leben können, beantworten sie in einem Interview.

AVIVA-Berlin: Seid Ihr eigentlich Ärzte-Fans?
Cindia:
Ich habe die Ärzte noch nie live gesehen, bevor ich bei Farin spielte. Deswegen kann ich mich nicht als chronischen Ärzte-Fan bezeichnen. Ich habe mir die Alben nachträglich gehört und fand es sehr lustig. Aber früher ist es komplett an mir vorbeigegangen, ehrlich gesagt.

AVIVA-Berlin: Und Du Nessie, Ärzte-Fan?
Nessie:
Bei mir war es ähnlich wie bei Cindia. Ich fand sie immer cool, aber war nie Fan.

AVIVA-Berlin: Wie kam es dann letztendlich dazu, dass Ihr für das Racing Team angefragt wurdet?
Cindia:
Bei mir kam zu einem Konzert der Manager der Ärzte, Axel Schulz, vorbei. Er filmte und das Material wurde Farin vorgespielt.

AVIVA-Berlin: Bei welcher Band spieltest Du damals?
Cindia:
Ich spielte Bass bei den Space Hobos, eine schräge Party-Cover-Band aus Berlin. Die Space Hobos gibt es schon seit 14 Jahren. In bestimmten Kreisen sind wir ziemlich angesagt, da wir nicht nur covern, sondern auch Entertainment bieten.

AVIVA-Berlin: Nessie, Du hattest Deinen ersten Auftritt zusammen mit Farin bei TOP OF THE POPs anlässlich der ersten Singleauskopplung „Glücklich“. Dies war aber ein Vollplayback.

Nessie:
Ja, aber ich habe super gepost und Jan fand es so extrem lustig. Es interessierte ihn vorerst gar nicht, wie ich spiele. Er meinte danach nur zu mir, Du machst mit. Es sieht klasse aus, wie Du auf der Bühne stehst. Jan und ich hatten zuvor auch etwas in der Gardarobe gejamt und er merkt sehr schnell, wenn jemand was kann.

AVIVA-Berlin: Ist Farin ein guter Chef und Arbeitgeber?
Nessie: Der Beste.
Cindia: Ja, ich werde immer pünktlich bezahlt.

AVIVA-Berlin: Euren ersten Gig spieltet ihr dann alle zusammen im Mai 2002 in Hamburg. Proben vor Auftritten sind ja bei den Ärzten eher selten. Hat Farin mit dem Racing Team geprobt?
Nessie:
Rachel, die Schlagzeugerin, Cindia und ich haben uns erstmal alleine getroffen und 2 Wochen geprobt. Es kam uns aber wie ein halbes Jahr vor. Mit Jan trafen wir uns dann alle zusammen ein paar Tage vor dem Gig.

AVIVA-Berlin: Dann war der Gig in Hamburg ja sozusagen Eure Feuertaufe. Nicht nur wegen der Temperaturen in einer ausverkauften Markthalle, danach ging es ja direkt zu Rock am Ring. Wie habt ihr euch an diesem Abend gefühlt, als ihr die Bühne betreten habt und 35.000 Leute schauten zu?
Cindia: Das war schon beeindruckend, aber ich finde es aufregender, je näher man an den Leuten dran ist. Daher war der Auftritt in Hamburg spannender. Wir wurden ja mit ca. 1000 eingefleischten Ärzte-Fans konfrontiert. Ich hatte echt Respekt vor denen und war sehr froh, dass sie mich nicht von der Bühne zerrten. Denn ich bin ja nicht Rod. Deswegen beeindruckte mich der Masse der Leute bei Rock am Ring nicht so sehr. Ich dachte mir, dies ist eine gute Show, deswegen hatte ich keine Angst vor dem Auftritt.
Nessie: Naja, Cindia ist da cooler als wir alle zusammen. Ich persönlich wollte sterben. Einen Moment lang wusste ich wirklich nicht, was ich auf dieser großen Bühne zu suchen hatte. Jan ist aber vor den Gigs immer sehr fürsorglich. Speziell vor dem Gig in Hamburg erzählte er uns von seinem letzten Urlaub, um uns die Aufregung zu nehmen.

AVIVA-Berlin: Spielst Du eigentlich Lead-oder Backgroundgitarre?
Nessie: Ich spiele schon die Melodiegitarre. Jan ist ein hervorragender Gitarrist, er spielt seine Soli und ich fahre das Brett runter.

AVIVA-Berlin: Und gelegentlich gehst Du Crowedsurfen mit diabolischen Showeffekten?
Nessie:
Ja, das macht sehr viel Spaß, und das bisschen Blut ist schon okay.

AVIVA-Berlin: Im Herbst gab es dann ja noch eine Tour, was war das merkwürdigste Erlebnis?
Nessie:
Es sind die lustigsten Dinge passiert, mal abgesehen von den Bläsern der Busters, die sind eher langweilig (lacht).

AVIVA-Berlin: Wurde mit der langjährigen Tradition, sich im Tourbus Pornos anzuschauen, gebrochen?
Nessie: Nein, natürlich nicht. Wir schicken nur den Jan frühzeitig ins Bett.

AVIVA-Berlin: Wie findet ihr Farins Soloalbum mit dem introvertierten Namen „Endlich Urlaub“?
Cindia: Ich höre es wirklich gerne und es gefällt mir sehr gut.
Nessie: Ich finde es super. Es macht Spaß die Songs zu spielen, da es sehr abwechslungsreich ist. Daher wird es auf keinen Fall langweilig, selbst wenn Du es jeden Abend spielst.

AVIVA-Berlin: Ende 2004 ist nun das zweite Soloalbum geplant. Seid ihr in die Produktion integriert?
Cindia: Farin wird es wohl wieder vollkommen alleine produzieren. Es ist quasi seine Handschrift.

AVIVA-Berlin: Andere musikalische Projekte, bei denen ihr mitwirkt, machen ja auch stark von sich reden. Mit Under Water Circus hast Du Cindia einen Soundtrack zu einem Film beigesteuert. Welche Produktion war das und wie kam es dazu?
Cindia: Der Film heißt „Igby goes down“, eine schwarze Komödie, die in New York spielt mit Susan Sharandon und Jack Goldblum in den Hauptrollen. Die Zusammenarbeit entstand dadurch, dass unsere Plattenfirma Kontakte zu der Produktionsfirma des Films hatte und sie einen Titeltrack suchten. Wir haben „Not You“ vorgeschlagen und der Song hat auf Anhieb gefallen. Den Song haben wir aber nicht extra für den Film geschrieben.

AVIVA-Berlin: Nessie, Du spielst zusammen mit Deiner Zwillingsschwester bei „Nicht ohne meine Schwester“. Was sind für Projekte geplant?
Nessie: Durch Extremplakatierung wurden wir in Köln und Umgebung, aber auch bundesweit sehr bekannt. Daher haben wir sogar Kontakt zu einer Ärzte-Cover-Band, bekannt unter dem Namen „Die Ärsche“. Sie treten meist bei unseren Gigs als Vorband auf, oder umgekehrt.

AVIVA-Berlin: Plant Ihr ein Album?Nessie: Das ist momentan eher Zukunftsmusik. Bisher haben wir aber 2 CD’s aufgenommen, die auch über unsere Website www.nicht-ohne-meine-schwester.de erhältlich sind.

AVIVA-Berlin: Musikalisch sind Deine Wurzeln im Metal begründet. Diesen Eindruck erweckst Du zumindest, wenn man Dich auf der Bühne rocken sieht.
Nessie: Ja, da hast Du recht, aber es ist eher so eine Mischung aus Punk und Metal.

AVIVA-Berlin: Und wie findest Du das neue Metallica Album?
Nessie: Sehr extrem. Es klingt stark nach Proberaum, gerade deswegen mag ich es sehr. Leider konnte ich erst ein paar Songs hören.

AVIVA-Berlin: Und welche Bands haben Dich beeinflusst?
Cindia: Ich mag alte Sachen von „The Police“, U2 hörte ich gerne, Emmylou Harris, eine Songwriterin aus der Nashville-Ecke.

AVIVA-Berlin: Schreibst Du selbst auch Songs?
Cindia: Ja, aber meist mit anderen zusammen. Mit meiner besten Freundin hatte ich mal vor Jahren eine Band. Mit ihr schrieb ich alle Songs selbst. Bei Under Water Circus ist es eher so, dass wir die Songs gemeinsam im Proberaum schreiben. Ich brauche ein Gegenüber, sonst fühle ich mich schnell genervt.

AVIVA-Berlin: Könnt Ihr mittlerweile von Euren musikalischen Aktivitäten leben?
Nessie: Im Winter wird es eng, aber im Sommer ist es kein Problem. Deswegen Jan, mach bitte das Album fertig, ich muss die Miete zahlen.
Cindia: Dadurch dass ich noch in anderen Bands spiele, geht es. Wobei ich jetzt mit Under Water Circus sehr viel zu Promotionzwecken unterwegs war, und dabei kein Geld verdient habe. Aber ich habe es auch schon geschafft, von meiner Musik leben zu können.

AVIVA-Berlin: Wie lange macht Ihr schon Musik?
Cindia: Seit 13 Jahren. Es fing an, als ich damals den Auftritt von den Simple Minds gesehen hatte. anlässlich des Nelson Mandela Konzertes in der Wembley Arena. Ich war fasziniert davon, wie diese Band die Massen begeistern konnte. Der Bassist fing an, ein Lied ganz alleine zu spielen und 70.000 Menschen jubelten ihm zu. Da erkannte ich die Energie dieses Instruments, die mir vorher so nicht bewusst war.
Nessie: Bei mir war es simpler, meine Schwester und ich fuhren immer nach Holland, um durch die Kneipen zu ziehen. Aber wir fuhren nur wegen der Musik nach Holland. Wir sahen dort tolle Livebands, die wahnsinnig energiegeladen herüberkamen. Damals dachte ich mir, da oben möchte ich auch mal stehen. Deswegen mag ich es auch besonders, wenn wir in kleinen Clubs spielen, weil man da die Energie besser spürt.

Weitere Infos: www.farinurlaub.de

Music Beitrag vom 20.07.2003 AVIVA-Redaktion 

   




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