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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.03.2004

America´s Sweetheart, Courtney Love´s neuster Streich
Marie-Louise Leinhos

Wie soll man aus der Frau schlau werden? Amerika´s Bitch Nr. 1 meldet sich nach der Trennung von Hole erstmals mit Soloalbum zurück. Kurt Cobains Witwe überrascht KritikerInnen mit neuen Klängen.



Courtney ist das Klischeechamäleon der totgesagten Grunch-Bewegung. Ob mit kajalunterlaufenen Augenringen als Rockbitch oder in teuren Designerklamotten, Mrs. Love schafft es immer wieder, in die Schlagzeilen zu geraten. Zuletzt durch die Vermarktung Kurt´s alter Tagebücher. Als sie vor 2 Jahren einen Nirvana-Sampler herausbrachte, mit dem Dave Grohl (Ex-Schlagzeuger von Nirvana, Frontmann der Foo Fighters) absolut nicht einverstanden war, kam es zum Eklat zwischen den beiden. Dave beschimpfte Courtney als geldgierige Schlampe, die weder das musikalische Erbe noch die Privatsphäre ihres verstorbenen Mannes achte.
So, she´s not everybody´s darling.

Aber genug der alten Geschichten. Obwohl Courtney durch den Titel ihres ersten Soloprojektes "Americans Sweetheart" schon wieder provoziert und nicht wirklich uneingeschränkte Sympathieträgerin der amerikanischen Gesellschaft ist, gilt es, definitiv die Frage zu stellen:

Did anybody miss her?Die Antwort darauf fällt leichter, wenn man sich ihre neue CD durchhört. Denn die Scheibe überzeugt. Zwar handeln die Texte mal wieder von Courtney’s Lieblingsthema: Sex, Drugs and RockN’Roll, doch mit den Jahren sieht sie ihre Vergangenheit eher kritisch. Ihre Auseinandersetzung damit ist alles andere als verherrlichend. Dennoch bleibt sie spekulativ und lässt damit der ZuhörerIn die Möglichkeit, sich selbst mit der Thematik auseinander zu setzen. Gerade der Song "All The Drugs" ist ein explizites Beispiel dafür, wie gespalten Mrs. Love dieses Thema sieht.
Musikalisch knüpft sie uneingeschränkt an alte Platten von HOLE an. Somit ist die CD ein weiterer, rotzig frech klingender Longplayer der Gattung Garagen PunkN Roll.

Der Song "But Julian, I´m a little bit older" liefert jede Menge Material zum Missverständnis. Er handelt nur vordergründig von einem jüngeren Lover und ist Courtney´s musikalisches Statement zu ihren Playboy-Fotos. "Sie waren Kunst und absolut okay". Dass Mrs. Love keine Tabus kennt und eine exhibitionistische Ader hat, bewies sie zuletzt in David Letterman´s Lateshow, als sie auf den Tisch kletterte und sich zu entblößen begann. Aber reden wir über ihre Musik.
Die Singleauskopplung und Albumopener "Mono" spielt mehrmals auf Kurt an. Courtney, gerne auch als Trittbrettfahrerin der Grunch-Legende Nirvana beschimpft, sollte dieses Thema mehr als ruhen lassen. Der Track lässt aber sich im Punkto Rockgehalt nicht lumpen. Dennoch, die Hooklines bleiben herrlich spekulativ und deuten auf Courtney´s leicht verwirrtes und sehr egozentrisch ausgerichtetes Weltbild hin.

Courtney hat es in ihrem Leben immer mächtig krachen lassen, sowohl musikalisch als auch privat. Sie besitzt Talent, sich immer wieder erneut ins Szene zu setzen, gerade dann, wenn man sie schon fast vergessen hatte. Deswegen hat man auch nicht wirklich eine Chance, der neusten Lärmattacke aus dem Hause Love unerhört zu entgehen.



"American Sweetheart"
Courtney Love

Label: Virgin Music, VÖ: 02.02.2003
ISBN/EAN: 724359333526
16,99 Euro
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Music Beitrag vom 29.03.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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