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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 06.09.2004

Dresden Dolls – Punk Meets Vaudeville
Marie-Louise Leinhos

Sonderbar und unglaublich verführerisch präsentiert das Bostoner Duo auf ihrem Debütalbum ihr ganz eigenes Verständnis von Musik. Anmutig und aggressiv, abgehoben aber dennoch äußert plausibel.



Manchmal macht Musik vor Begeisterung sprachlos und genau das passiert, wenn man das Album zum ersten Mal hört. Daher fällt es auch schwer zu beschreiben, was die Dresden Dolls da auf ihrer ersten CD veranstalten. Aber eines ist sicher: Mit der Aussage “Die Band ist die Überraschung des Jahres“, lehnt man sich garantiert nicht zu weit aus dem Fenster.

Ihr Name ist einerseits Synonym für die Zerstörung deutscher Städte im 2. Weltkrieg, andererseits beinhaltet er aber zugleich die zarte Weiblichkeit und Unschuld einer Porzellanpuppe. Die Vereinbarkeit unterschiedlichster Dinge, die auf den ersten Blick in keinem gemeinsamen Kontext zu stehen, scheinen es der Band besonders angetan zu haben. Hierin sehen sie ihre Leidenschaft. Daher schrecken sie musikalisch auch nicht davor zurück, Elemente bekannt aus Kurt Weill Liedern mit dem RockN’Roll á la Patti Smith, Nick Cave oder The Violent Femmes zu verbinden. Jüngere Generationen, die mit genannten Bands nichts anzufangen wissen, seien an Torry Amos oder Bright Eyes verwiesen.

Die Songs klingen dabei aber nicht nach alt hergebrachten, sondern sensationell neu. In der Kontroverse liegt die Faszination, die die Dresden Dolls auslösen.

Wer aber auch den „The“ nach 60th Sound klingenden Rockbands endgültig den Rücken gekehrt hat, wird sicherlich nach Anhören der Platte ein neues musikalisches Zuhause gefunden haben. Um so mehr ist es verwunderlich, dass die Dresden Dolls gelegentlich mit astreinem Punk aufmischen, dazu aber keine Gitarre brauchen. Allein ein Piano und die Stimme der Sängerin Amanda Palmer, unterstützt von ihrem Drumer Brian Viglione schaffen eine Atmosphäre, die den rebellischen Charakter absolut authentisch vermittelt.

Sie selbst verstehen ihre Liveauftritte als „Brechtian Punk Cabaret For Beginners“ und schaffen aus ihrer Musik heraus eine wunderbare Einführung in die Elemente des Vaudevilles. Denn das Modell des epischen Theaters, dessen geistiger Initiator Berthold Brecht war, vollzog seinerzeit den radikalen Bruch mit der Tradition der Dramatik und genau diesen Bruch inszenieren sie in vollsten Zügen. Zu den absoluten Perlen des Albums gehören „Girl Anachronism“ und „Coin – Operated Boy“, die sowohl textlich als auch musikalisch besonders hervorstechen.



“Dresden Dolls“
Dto.
Label: Roadrunner Records, VÖ: 06.09.2004
ISBN/EAN: 016861828356
16,99 EUR
online

Music Beitrag vom 06.09.2004 AVIVA-Redaktion 

   




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