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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 18.05.2005

Coralie Clemént - Bye Bye Beauté
Julia Rohrbeck

Peut-être oui, peut-être non, ça m`est égal de toute façon... so sanft und eigensinnig wie die ersten Worte ist auch das zweite Album von Coralie. Mal laut, mal leise, aber ganz französisch!



"Indécise" - "Unentschlossen" - heißt das erste Stück auf "Bye Bye Beauté", dem neuen Album der französischen Sängerin Coralie Clément. Dabei hat sich die junge Dame diesmal fest entschlossen, auf Bossa-Nova-Klänge zu verzichten, die ihrem gefeierten Debütalbum "Salle des pas perdus", das mittlerweile drei Jahre zurückliegt, noch zu eigen waren. Ein etwas rockigeres Album sollte es werden. Dies ist ihr mit der Erfahrung einer weltumspannenden Tournee mehr als gelungen. Dabei bietet "Bye Bye Beauté" alles andere als gängige Rockmusik, eher markieren die zwölf Songs eine herrliche musikalische Mixtur aus film noir und nouvelle vague, aus düsterer New Yorker Hinterhofszenerie und dem analytischen Intellekt eines Jean-Luc Godard.

Die Begegnung mit der amerikanischen Rockband "Nada Surf" hat dem stilistischen Richtungswechsel der Künstlerin zusätzliche Dynamik verliehen. Daniel Lorca, Bassist der Band, hat Coralie Clément nicht nur bei einigen Konzerten unterstützt, er arbeitete auch am neuen Album mit und singt außerdem ein erstklassiges Duett mit ihr: "Mais pourtant" ist vielleicht die einzige Reverenz des Albums an die französische Musik.

Benjamin Biolay stand seiner kleinen Schwester erneut tatkräftig zur Seite und stellte abermals seine enorme Vielseitigkeit unter Beweis. Das eingangs erwähnte "Indécise" etwa klingt wie eine Kreuzung aus Shivaree und Calexico inklusive herrlicher Mariachi-Trompete. Der Auftakt zu einem Album, das geprägt ist von bitterer Lakonie und krudem Humor: Mordphantasien ("Gloria"), Höllenqualen ("L´enfer") und zerbrochene Idyllen ("Beau fixe") durchziehen den Songreigen wie ein unsichtbarer roter Faden.

Coralies Stimme scheint durch die Songs zu vagabundieren, die arglos gehauchten Zeilen wirken nicht selten wie ein heimlich belauschtes Selbstgespräch. "Avec ou sans moi" beschreibt das ziellose Umherstreunen durch New York und Songtitel wie "Un beau jour pour mourir" bedürfen kaum weiterer Erklärung.
"Bye Bye Beauté" verzichtet auf jegliche musikalische Schönfärberei und so ist der Titelsong eine unverkennbare Hommage an die New Yorker Musiklegende schlechthin: Velvet Underground. Staubtrocken gespielte Gitarrenchords bilden den Grundtenor bei den meisten Songs, die dem neuen französischen Chanson nur noch wenig Raum bieten, aber die französische Popmusik um eine weitere Facette bereichern.

Die Stärke von Coralie Cléments neuem Album liegt im Kontrast zwischen ihrer sanften Stimme und der schlichten Geradlinigkeit, mit der die Songs produziert wurden. Es gehört schon viel Selbstbewusstsein dazu, sich für ein so intensives Album zu entscheiden, das sich inhaltlich von packender Unnachgiebigkeit erweist und mutig jede Erwartungshaltung ad absurdum führt. Selbst die fiktive Hauptfigur ihres Debütalbums, Lou Palladium, wird auf dem finalen Song "Epilogue" wieder aufgenommen. En souvenir du bon temps, pauvre Lou, pauvre enfant. Coralie Clément hat sich trotz Erinnerungen an vergangene Zeiten neu kreiert.
(Quelle: EMI)

AVIVA-Tipp: Die Musik von Coralie Clément tut gut, ganz gleich ob bei euphorischer Frühsommer-Stimmung oder melancholischer Regenwetter-Depression. Reinhören!

Mehr Infos zu Coralie Clement im Netz: www.coralieclement.com


Bye Bye Beauté
Coralie Clément

Label: EMI. VÖ 14.02.2005
ISBN/EAN 724356345225
12,99 Euro


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Music Beitrag vom 18.05.2005 AVIVA-Redaktion 

   




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