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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.05.2003

Opfer des Zweit-Album-Syndroms: Goldfrapp enttäuschen mit ihrem neuen Werk
Katrin Brummund

Von schneebedeckten Berggipfeln geradewegs in die Nachtclubs: leidlich elektronisch kommt "Black Cherry" daher, und kaum etwas erinnert noch an die außerweltliche Schönheit des Debüts



Selten hat ein Erstlings-Werk derart eingeschlagen wie es Goldfrapps "Felt Mountain" im Herbst 2000 tat. Kritiker allerorten überschlugen sich, zogen hilflose Vergleiche mit Björk und Portishead, um den unbeschreiblich ätherischen Sound des Duos zu charakterisieren.

Alison Goldfrapp - bis dahin Gast-Sängerin bei Bands wie Tricky und Orbital, hatte in dem Filmkomponisten Will Gregory einen kongenialen Partner gefunden. Zusammen schufen sie ein außergewöhnliches Album, das heute schon zu den unbestrittenen Klassikern der noch jungen Dekade zählt.
Goldfrapp hatte den Soundtrack zum neuen Millenium geliefert und alle wollten an diesem Hochgefühl teilhaben: ob Mobil-Funk-Anbieter oder Reiseveranstalter, der neue Sound sollte den Absatz ankurbeln, stand diese Musik doch für Innovation, Sehnsüchte und unausgesprochene Erwartungen an das neue Jahrtausend.

Das neue Album nun überrascht all jene, die sich von der Mystik und der beinah romantischen Atmosphäre auf "Felt Mountain" verführen ließen. Geht es doch hier fast durchgängig um düster-elektronische Tanzmusik.
Der große cineastische Wurf eines Ennio Morricone ist ausgeblendet zu Gunsten von kühlen Elektroklängen eines Giorgio Moroders. Cembalo und Harfe weichen Synthesizer und Drum-Machine: "Black Cherry" vollzieht den abrupten Wandel von der Utopie zur Realität, vom Psychischen zum Physischen.

Den Auftakt von "Black Cherry" bildet "Crystalline Green": schwere Synthesizer-Beats, dazu sirenenhafte vocals, hypnotisch und dumpf zugleich.
Der Techno-Einfluß verstärkt sich noch in "Train", der ersten Single-Auskopplung des Albums: eingängig, tanzbar, wie gemacht für urbane ClubgängerInnnen.
Dazwischen relaxte Liebeslieder mit dezenter Instrumentierung: "Deep Honey", "Black Cherry". Dann wieder Disco-Sounds in "Twist" und "Strict Machine".

Mit "Black Cherry" haben sich Goldfrapp aus den weiten, offenen Räumen zurückgezogen in die synthetische Atmosphäre eines mit Neonlicht ausgestatteten Club-Hinterzimmers.
Ein massentaugliches und eher durchschnittliches Club-Album. Nur selten scheint noch etwas von der außerweltlichen Stimmung von "Felt Mountain" durch.
Der Genie-Streich ließ sich nicht wiederholen. Schade.



Black Cherry
Goldfrapp

Mute Records
VÖ: 28.04.2003
EAN : 724358319927
17,99 €004002150608"



Music Beitrag vom 09.05.2003 Katrin Brummund 

   




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