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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 20.06.2006

So.Weiss - Hunter / Dancer
Silvy Pommerenke

So.Weiss ist die musikalische Verarbeitung literarischer Werke. Oder um es mit Radio1 zu sagen: Musik, nur für Erwachsene! Demzufolge Jazz vom Feinsten, der unbedingt des genauesten Zuhörens bedarf



Das aber nicht nur, weil Klassiker der Weltliteratur vertont wurden, sondern auch, weil die musikalische Inszenierung des Ganzen - vor allem durch die Klarinette und das Saxophon von Susanne Folk, die der Kopf von So.Weiss ist - sehr durchdacht, aber auch experimentell umgesetzt wurde.

Der Bandname So.Weiss ist einem Dialog von Lady Macbeth und Macbeth entnommen: Er hat den Königsmord verübt und will seine Gattin vom schlechten Gewissen reinwaschen. Aber nicht nur Shakespeare kann hier Pate gestanden haben, sondern auch eine Anspielung auf Javier Marias` "Mein Herz so weiß" macht Sinn. Denn was allen gemeinsam ist, ist das tragische Moment. Die Literatur ist mit das wichtigste Fundament für das Trio. Neben William Shakespeare findet man noch Vertonungen von George Gordon Noël Byron, besser bekannt als Lord Byron oder John Keats. Ersterer hatte eine körperliche Behinderung und verlebte Ende des 18. Jahrhunderts eine unglückliche Kindheit in London, letzterer starb 1821 gerade mal 25jährig in Rom an Schwindsucht. "Aus Qualen Perlen!" schrieb schon Ellen Key an Rainer Maria Rilke. So ist denn auch das ganze Album ein Konglomerat aus Licht und Schatten. Mal fröhlich, mal tragisch werden die Jazzsongs dargebracht, und natürlich sind neben der Vertonung von lyrischen Fremdwerken eigene Stücke vorhanden.

Die bereits erwähnte Deutsch-Amerikanerin Susanne Folk hat eine lange Jazz-Geschichte hinter sich. Diverse Ausbildungen im In- und Ausland lassen sie nahezu prädestiniert sein für die Symbiose von Jazz & Lyrik. Das ganze wird aber vor allem auch geprägt von der durchsichtigen Stimme Kristiina Tuomis, einer Deutsch-Finnin, die bereits als Solistin von sich reden machte. Besonders erstaunlich ist, dass Stücke auch in deutscher Sprache gesungen werden. Eigentlich für Jazz undenkbar, aber es funktioniert! Zu guter Letzt ist noch der dritte im Bunde zu erwähnen, der mit seinem feinfühligen Kontrabass immerwährend hintergründig in den Vordergrund tritt: der Wuppertaler Roland Fidezius. Das ganze wird präsentiert von Traumton Records, die ein sicheres Händchen haben für Musik jenseits des Mainstreams.

Anspieltipps: "When we two parted" ist ein Lied, das man ob seiner Melodie den ganzen Tag mit sich herum trägt. Ein Wegbegleiter wohl eher für die Herbsttage des Lebens, das aber auch bei 25 Grad im Schatten seine Sinnlichkeit offenbart! Bei "Subway" hat man förmlich das Rattern der Berliner U-Bahn im Ohr - beschwingt, schnell und manchmal etwas ruckelnd.

AVIVA-Tipp: Wer Sinn für das Tragische und Melancholische hat, ist mit So.Weiss auf der sicheren Seite! Und wenn man dann noch ein Faible für klassische Literatur hat, ist dieses Album ein Hörbuch, dass die erschöpften Augen endlich zur Ruhe bringt...

Konzert: 19.10.2006 Berlin im Haus der Sinne

So.Weiss im Netz: www.soweiss.de


So. Weiss
Hunter / Dancer
Label: Traumton, VÖ April 2006
EAN: 0705304659328
17,49 Euro90008115&artiId=5302642&nav=5247" .


Music Beitrag vom 20.06.2006 Silvy Pommerenke 

   




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