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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 28.06.2006

Feist - Open season. remixes and collabs
Silvy Pommerenke

Elektronik in Zeitlupe, sogenanntes New Acoustic Movement bietet Leslie Feist. Die Frau mit der lasziven Stimme hat zwei Jahre nach dem sensationellen Überraschungserfolg "Let It Die"...



...ein neues Album herausgebracht.
Und wie bereits bei dem Vorgängeralbum arbeitet sie nicht allein, sondern es scheint eine einzige "Kollaboration" mit engen FreundInnen zu sein. So sagt sie denn auch zu der Produktion von "Let it die", die unter Mitarbeit von Gonzales entstand: "Es war eine Zusammenarbeit, wo jeder die Hälfte beigetragen hat und am Schluss mein Name drauf stand. Aber für mich fühlt es sich an wie unser Album. Ich hätte genau dieses nie selber machen können. Er genau so wenig." Gonzales darf auf dem aktuellen Album natürlich nicht fehlen, und vor allem bei dem opener "One evening" lässt der Mann, der einen Abschluss in Jazzklavier-Komposition hat, seine ganze Bandbreite erkennen.

Die Vita von Leslie Feist, gebürtige Kanadierin, klingt so abenteuerlich wie romantisch. Bereits im Grundschulalter sang sie im Chor, bekam mit dreizehn von ihrem Vater eine Vierspur-Maschine, mit der sie rumspielte, und mit ihrer eigenen Stimme Harmonien bastelte. Etwas später dann, so die Sage, hat sie in einem Musikgeschäft ihre kirschroten Doc Martens gegen einen Fender Bass eingetauscht.

Ihr Weg führte sie dann über die Musik von den Sex Pistols und anderen Punk-Bands hin zur eigenen Punk-Band. Und genau da liegt auch der Grund für ihre heutige laszive Stimme. Weil sie auf einer Tour, wo sie unter anderem für die Ramones als Vorband spielte, ständig überlaut in das Mikrophon schreien musste, hatte sie nach einiger Zeit keine Stimme mehr. Dennoch brachte sie irgendwie die Tournee über die Runden, mit dem Resultat, dass sie einen "Arzt für musikalische Verletzungen" aufsuchen musste und daraufhin mehr als ein Jahr lang nicht mehr sang. Wir verdanken also diese wunderschönen Songs kaputten Stimmbändern - wie unromantisch die Wirklichkeit doch manchmal ist...

Nicht ganz freiwillig also hat sie diese musikalische Veränderung vorgenommen und kommentiert die Wandlung mit: "Als Punk-Teenie fühlst du dich bescheuert, wenn du introvertiert bist." Sie brachte sich in dieser Zeit das Gitarrespielen bei, wandte sich einer melodiöseren und ruhigeren Musikrichtung zu, und das Ergebnis ist sowohl auf ihren Soloalben zu hören, als auch bei ihrer Zusammenarbeit mit den Kings of Convenience. Von Kanada führte sie ihr Weg nach Norwegen, und Schmelztiegel war immer wieder Berlin.

Anspieltipps: Weniger ist oft mehr, und dies trifft unbedingt auf "Inside and out" zu, das live in der BBC aufgenommen wurde. "The simple story", ein Duett, fällt durch die andere Gesangspartnerin aus dem Rahmen: Jane Birkin. Eine Kollaboration der schönsten Art!

AVIVA-Tipp: Auch wenn es viele Doppelungen auf diesem Album gibt, immerhin ist "Mushaboom" ganze vier Mal auf dem Silberling enthalten, so überzeugt der Variantenreichtum völlig. Ein schönes Nachfolgealbum von "Let it die", das auf die nächsten Produktionen hoffen lässt.

Weiterhören: Gonzales, Kings of Convenience, Peaches.

Feist im Netz: www.listentofeist.com/SITE/main.asp

Feist
Open season (remixes and collabs)

Label: Polydor, VÖ 16.05.2006
EAN: 0602498392102
17,99 Euro90008115&artiId=5377741"

Music Beitrag vom 28.06.2006 Silvy Pommerenke 

   




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