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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 29.06.2006

The Low Frequency In Stereo - The Last Temptation Of... Vol. 1
Tatjana Zilg

Psychedelische Gitarrensounds verfeinert mit elektronischen Orgelraffinessen - die Musik der vier NorwegerInnen versetzt in eine groovige Trance, teils sehr lässig, dann wieder ekstatisch.



Als Band mit einem Fuß in Pompeji und dem anderen im Weltall werden sie beschrieben. Kein Wunder bei vier MusikerInnen, die das Konzertpublikum mit einem Soundgewitter, angesiedelt im Spannungsfeld von Rockikonen wie den Doors, Joy Division und Sonic Youth überraschen.
Seit 2000 spielt das Quartett zusammen. Zunächst blieben ihre Tracks instrumental. Zwei Jahre nach der Gründung im norwegischen Städtchen Haugesund gaben sie ihr Debutalbum heraus. Auf dem Follow-Up "Travelling Ants Who Got Eaten By Moskus" luden sie GastmusikerInnen für Vocal Parts ein. Noch songorientierter präsentieren sie sich auf dem aktuellen Album "The Last Temptation Of...".
Gesang ist nun fester Bestandteil ihrer Soundlandschaften aus groovigen Drums, organischen Bässen, messerscharfen E-Gitarren-Hintergründen und den Klängen eines alten Wohnzimmer- Synthesizer.
Variationsreich, experimentell und sehr hörenswert ist der Sound, den die vier aus dem kühlen Norden auf diese Art kreieren.

Gleich der erste Track zieht die ZuhörerInnen völlig in den Bann der spacigen Welt der Band mit dem signifikanten Namen. "Big City Lights" mit prägnanten Vokal-Shouts, die sparsam, aber immer genau an perfekt passender Stelle eingesetzt werden, verspricht nicht zuviel. Temporeiche acht Tracks bietet die CD in einem Soundteppich, der sich in Gänze nahtlos ergänzt, gleichzeitig viele Überraschungsmomente und einfallsreiche Variationen enthält.
"21" ist im Gegensatz zu den restlichen Tracks vokaldominiert. Hanne Eidsvaag Andersen und die männlichen Bandmitglieder liefern sich spannungsgeladene Gesangsgefechte, die von Orgeltönen zusätzlich akzentuiert werden.
Der längste (zehnminütige), titelgebende Track "The Last Temptation Of ... The Low Frequency In Stereo" zeigt auch ruhigere Klänge, die den lauteren in ihren sphärischen Elementen in nichts nachstehen. Der spezifische Jam-Instrumental-Charakter der Band hat hier Gelegenheit, sich in ganzer Stärke und Raffinesse zu entfalten.

AVIVA-Tipp: Ein außergewöhnliches Rockalbum, das mit experimentellen Ideen und einem großen Spektrum an Instrumental-Klängen, ergänzt durch unvergessliche Shout-Vokal-Einlagen, einen bleibenden Eindruck hinterlässt und Zum-Immer-Wiederhören einlädt. - Jedes Mal können neue Facetten entdeckt werden.

Lesen Sie auch unser Interview mit der Organistin Hanne Eidsvaag Andersen und dem Drummer Orjan Haaland

Die Band im Web: www.lowfrequencyinstereo.com


The Low Frequency in Stereo
The Last Temptation Of... Vol. 1

Label: REC 9, VÖ 30.06.2006
EAN: 7047136660688
17,99 Euro90008115&artiId=5525077&nav=5247"


Music Beitrag vom 29.06.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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