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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 02.07.2006

Testimony: Vol. 1 Life & Relationship
Silvy Pommerenke

Ganze vier Jahre ist es her, dass India.Arie mit ihrer indischen Reise die Hörmuscheln streichelte. Jetzt legt sie Zeugnis ab über ihr Leben & zwischenmenschliche Beziehungen.



Die Randbemerkung, dass es sich dabei um "Vol. 1" handelt, lässt auf eine Serie hoffen. Ihr Plan sieht tatsächlich ein "großes Gesamtwerk" vor, wobei ihre einzelnen Teile schon als kleines Gesamtwerk gesehen werden können. Nahtlos fügt sich das neue Album an die Vorgänger an, und sicherlich wird sie auch hiermit Edelmetallstatus erreichen. Man erinnere sich nur an ihr großartiges Debüt "Acoustic Soul" von 2001, das über zwei Millionen Mal über den Ladentisch ging. Die Grammy-Nominierungen lagen fast im zweistelligen Bereich, und das, obwohl die Sängerin "kein Blatt vor den Mund nimmt". Dazu gehört auch, dass sie seit April dieses Jahres Nationale Botschafterin ("National Ambassador") der international operierenden Hilfsorganisation UNICEF ist. Diese Funktion will sie vor allem dazu benutzen, um auf die Missstände und Lebensbedingungen von Kindern aufmerksam zu machen.

Neben ihrem politischem Engagement zeichnet sie eine andere Besonderheit aus, denn schwarze Soulsängerinnen, die selbst die Saiten zupfen, sind rar. Vor allem die Gitarrensaiten. Und genau das lässt India deutlich aus dem Rahmen fallen, der - zugegebenermaßen vielen großartigen Soul-Istinnen - die aber zu einem undurchsichtigen Einheitsbrei verschwimmen. So aber nicht sie! Gerade das Element der akustischen Gitarre, die sie liebevoll mit Blumen bemalt hat (unwillkürlich muss man dabei an einen rustikalen Bauernschrank denken...) peppen alles angenehm auf, ohne dass es zu sehr nach Folklore klingt.

Und selbst wenn sie "good bye summer, i hate to see you go" singt, klingt das irgendwie beschwingt und fröhlich! Dennoch ist das Album eine Art Bestandsaufnahme der vergangenen Jahre, zu dem eine schmerzliche Trennung gehörte und der damit einhergehende Herzschmerz. "Über hypnotischen Rhythmusteppichen und delikaten Melodien dahingleitend, zieht das Album einen Bogen von Herzschmerz zu Einsicht." In "Good morning" besingt sie das trostlose Aufwachen und schmerzliche Vermissen von Alltäglichkeiten. Diese sind aber sehr elementar und fallen erst auf, wenn sie nicht mehr da sind: "It`s crazy how much I miss / A simple good morning kiss". Arie singt sich frei, und letztendlich mündet alles in der Vergebung, die sie mit der Coverversion von Don Henleys "The Heart of the Matter" besingt, noch deutlicher in "Wings of Forgiveness". Sie ist auf einem guten Weg und hat für sich realisiert, dass sie an der Wut ersticken würde, wenn sie sie in sich weitertragen würde.

Mit dem neuen Album sind auch die Haare gefallen. Das kommt fast einem politischen Statement gleich, denn als Schwarze "wird deine Integrität zu einem Großteil davon abhängig gemacht, wie du dein Haar trägst." India will sich aber von äußeren Zwängen befreien. Schließlich seien es ja ihre Haare - und ihr Leben. Vertont ist dieser trotz allem gewagte Schr(n)itt in "I am not my hair", denn lang waren sie, die Haare.

Trotz der Aufarbeitung einiger problematischer Erlebnisse der Vergangenheit klingt das Album frisch und beschwingt. Es sind durchaus tanzbare Stücke darauf, und immer ist es ihre Stimme, die in Kombination mit Text & Ton überzeugt!

Weiterhören: Alicia Keys, Jaguar Wright.

AVIVA-Tipp: Sie ist speziell, sie ist großartig, India muss man einfach lieben! Ein absolutes Muss für zeitlos lässiges Soul-Food!

India.Arie im Netz: WWW.INDIAARIE.COM und www.indiaarie.de außerdem www.unicef.de


India.Arie
Testimony: Vol. 1 Life & Relationship

Label: Motown Records, VÖ 23.06.2006
EAN: 0602498798362
18,99 Euro90008115&artiId=5482309" .


Music Beitrag vom 02.07.2006 Silvy Pommerenke 

   




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