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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 21.08.2006

Thalaya - NewcomerInnenband
Silvy Pommerenke

Die Madonnen der Treptowers. Thalaya, das ist unbeschwerter Pop dreier Twentysomethings aus Berlin, der stellenweise an die junge M. L. V. Ciccone erinnert. Heuer bekannt unter dem schlichten...



...Namen Madonna! Die drei Mittzwanzigerinnen Jamue (braun), Matu (schwarz) und Miryam (blond) zeichnen sich durch wohltemperierte Arrangements und geschulte Stimmen aus. Wobei vor allem die charismatische Stimme von Matu aus dem Rahmen f├Ąllt, denn ihr merkt man den klassischen Gesangsunterricht an. Da steckt gro├čes Potential hinter, mit dem sie sicherlich auch als Solok├╝nstlerin gro├če Chancen haben wird.

Thalaya - der Name l├Ąsst das Interpretatorinnenherz h├Âher schlagen: sollte es sich hierbei etwa um eine frei erfundene Elfenk├Ânigin handeln, oder aber ist er in Anlehnung an die griechische G├Âttin Thalia, die eine der drei Chariten war, gew├Ąhlt worden? Letzteres w├╝rde passen, denn die Zeus-T├Âchter gl├Ąnzten durch Anmut, und anmutig sind die drei Musikerinnen auf jeden Fall. Da liest man zwar von Rock- und Grunge-Band Sessions Miryams, und dem Einfluss der Neuen Deutschen Welle auf Jamue, beides jedoch muss lange zur├╝ck liegen, denn davon ist mitnichten etwas auf dem Album zu h├Âren. Matu hingegen vertreibt sich, wenn sie keine Musik macht, gerne ihre Zeit als Soap-Darstellerin im "Klinikum Berlin-Mitte".

W├Ąhrend die EP "Irresistible 5" mit seinen f├╝nf Songs nur einen kleinen Ausschnitt ihres Repertoires bietet, so weist das Studioalbum "Tradition" ein deutlich gr├Â├čeres Spektrum der drei Ladies auf. Ihre Leidenschaft f├╝r Madonna ist aber dem ganzen Longplayer anzuh├Âren. Und vielleicht kommt ja doch ein wenig die Rock- und Grunge Vergangenheit von Miryam durch, wenn auf einigen Songs die E-Gitarre in bester Glamrock-Manier angerissen wird - allerdings mag das so gar nicht zu den holden Stimmen der S├Ąngerinnen passen.

"Breath of desert" mit leichten Reggae Ankl├Ąngen hebt sich deutlich von den ├╝brigen Songs ab, und auch "Forever" l├Ąsst sich mit seinen Folk Elementen ganz gut an. Bei allen Songs liegt auf jeden Fall das Gef├╝hl von "it`s great to be alive!" in der Luft. Und das Musikvideo zu "Irresistible" ist vor den sch├Ânen Kulissen der Treptowers gedreht worden, die immer wieder einen stylischen Hintergrund f├╝r Music-Clips, Bootsfahrten, Hochzeiten und anderes abgeben. Aber genau da liegt auch das Problem: alles wirkt irgendwie gesch├Ânt und weichgesp├╝lt. Es fehlen die Kanten und Ecken, die gute Musik ausmachen.

AVIVA-Fazit: Potential haben die drei Frauen, keine Frage. Allerdings bleibt die Musik zu sehr an der Oberfl├Ąche. Allzu seicht sind die Melodien und den Stimmen fehlt - bis auf der von Matu - irgendwie der richtige Drive.

Thalaya im Netz: www.thalaya.de


Thalaya
EP: Irresistible 5
CD: Tradition

Label: Dos Amigos / Pool, V├ľ: Juli 2006.
6,99 Euro90008115&artiId=5742057"


Music Beitrag vom 21.08.2006 Silvy Pommerenke 

   




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