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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 09.09.2006

Beth Hart - Leave the light on
Silvy Pommerenke

Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt... Manche Menschen müssen leider den Umweg durch das finstere Tal des Seins gehen. So auch Beth Hart. Und dabei fing doch alles so gut an...



...denn 1996 wurde ihr erstes Album "Immortal" veröffentlicht, und die Presse lobte die damals 24-jährige als die neue Janis Joplin, wobei ihr dieser Vergleich immer schon ein Dorn im Auge war. Jedoch verbindet die Kalifornierin mehr als nur die Stimme mit dem unliebsamen Äquivalent. Denn nach 1999, mit Erscheinen ihres zweiten Albums, konnte sie ihren Aufstieg in den Rockolymp kaum ertragen und ging gegen ihre Ängste mit übermäßigem Alkohol- und Drogenkonsum an. Sie landete im Knast, "weil ich keine Drogen mehr hatte und für Drogen meine eigene Mutter verkauft hätte." Dieses Erlebnis öffnete ihr die Augen. Sie machte Entzugsprogramme mit und schaffte es glücklicherweise vor zwei Jahren, das neue Album "Leave the light on" aufzunehmen. Dass ihre dritte CD erst jetzt in Deutschland veröffentlicht wurde, liegt daran, dass sie zuerst in den USA, dann in Neuseeland, in den Niederlanden und in Dänemark erschien.

Also: aus jeder Krise eine neue Chance! Beth Hart hat das fulminant hinbekommen, und man möchte einfach nur den Hut vor ihr ziehen. Entstanden ist wieder mal ein Rockalbum erster Güte, das auch nicht zu wenig Balladen beinhaltet. Während ihr erstes Album noch ganz dem Retro-Rock verhaftet war, experimentierte sie auf ihrem zweiten mit Alternative Pop-Tönen, um sich nun auch Musikrichtungen wie Gospel oder Americana zu widmen. Eine Weiterentwicklung ist es allemal, sowohl in persönlicher als auch musikalischer Weise, die Beth Hart vorgenommen hat. Man kann nur hoffen, dass sie, um ihre Dämonen zu vertreiben, keine Drogen mehr nötig hat.

Optisch liegt die Mittdreißigerin irgendwo zwischen Alanis Morissette und Patti Smith, und auch akustisch bildet sie durchaus die Quersumme dieser musikalischen Varianten. Allen Liedern zu Eigen ist die textliche Intimität Harts. Sie lässt die Hörerin partizipieren an ihren Zweifeln, Ängsten und den vergangenen Alpträumen. Was ihr in den letzten Jahren widerfahren ist, hat sie in dem Titelsong "Leave the light on" verarbeitet. Ungeschönt und extrem offen gibt sie ihr Inneres preis, und wenn man beim Hören da keine Gänsehaut bekommt, dann muss man wohl eine kaltherzige Person sein. Wunderschön gelungen ist auch "Leave your hands on me". Dieser Song verbindet Trip Hop Elemente mit - es muss leider gesagt werden - Janis Joplin Gesangs Einlagen. Ein wirklich phänomenales Crossover!

Auf der Bühne ist Beth Hart ganz in ihrem Element. Sie bringt die Leute zum Mitsingen, Tanzen und vor allem in`s Schwitzen, denn sie überträgt ihre überbordende Energie auf das Publikum. Selbst gönnt sie sich keine Atempause auf den Brettern und verausgabt sich bis zum letzten. Dazwischen kippt sie sich literweise Wasser über Kopf und Shirt, und ihre Stimme röhrt anderthalb Stunden in unvermittelter Kraft in`s Mikro. This is really Rock`n`Roll!

Weiterhören: Juliette Lewis & The Licks und Ana Popovic.

AVIVA-Tipp: Blues und Rock aus rauer Kehle. Selten gibt es Frauen in diesem Genre, so dass Beth Hart ihr eigenes Refugium für sich hat.

Beth Hart im Netz: www.bethhart.com und www.beth-hart.de


Beth Hart
Leave the light on

Label: Vertigo Berlin, VÖ: September 2006.
EAN: 0602498785133
14,99 Euro


Music Beitrag vom 09.09.2006 Silvy Pommerenke 

   




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