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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 30.10.2006

Les Grandes Dames de la Méditerranée. Internationales Musikerinnenfestival Wie es ihr gefällt
Jana Muschick

Vom 10. bis 18.11.2006 präsentieren internationale Musikerinnen in der Kulturbrauerei und der Passionskirche einen spannenden Mix mit Fokus auf die Kultur des Mittelmeer-Raums.



Les Grandes Dames de la Méditerranée - das Musikerinnenfestival "Wie es ihr gefällt" gehört seit 15 Jahren zu den "o(h)riginellsten" Veranstaltungsreihen Berlins. Aus dem Mix interessanter Konzert- Highlights und einem spannenden Jointventure erfolgreicher Berliner Veranstalterinnen soll 2006 wieder ein herausragendes Festival mit "Ohrenschmausgarantie" entstehen.

Auf dem Festival präsentieren sich überzeugende Künstlerinnen, die es in ihrer Heimat schon zu großem Ansehen gebracht haben und dort an der musikalischen und kulturellen Entwicklung maßgeblich beteiligt sind. Jede der Künstlerinnen bezieht sich in ihrem Schaffen auf ihre Wurzeln. Die Künstlerinnen und musikalische Genres sind sowohl vielseitig als auch unterschiedlich. Integriert werden internationale und Berliner Künstlerinnen. Der Fokus des Festivals ist auf die Kultur der häufig auch im Exil lebenden Musikerinnen in ihrer ganzen Schönheit, Klarheit und Unterschiedlichkeit gesetzt.

Die Festivaltage im Kesselhaus der Kulturbrauerei:

Freitag, 10. November 2006:

Reem Kelani: Die in Manchester geborene, in Kuwait aufgewachsene und heute in London lebende Musikerin eröffnet mit ihrer Band das Festival. Tief berührt von der Musik der Flüchtlinge Galiläas hat ihr Wissen um die palästinensische Kultur sie zu einer inoffiziellen Botschafterin Palästinas gemacht. Palästinensische Cante Jondo, Jazz-Klassiker oder Lili Marleen auf arabisch, persische Tschah-Tschahi-Bulbuli-Sequenzen, komponieren, texten, produzieren - in ihrer Vielseitigkeit lässt sie keine Grenzen gelten.
www.reemkelani.com

Badi Assad: Ausdruckstark, leidenschaftlich, vielfältig ist ihre Musik - traditionelle Lieder, poppige Songs in englischer Sprache, Chansons und lautmalerische tierstimmenähnliche Gesangspassagen und eigene Kompositionen - eine wirkungsvolle Musica Popular Brasilira. Die Songwriterin, Gitarristin und herausragende Sängerin mit den nahezu unendlichen Facetten ihrer Stimme vereint Mittelmeer und Amazonas musikalisch in ihrer fröhlich-traurigen, mal lieblich-zarten, mal flüsternden Stimme.
www.badiassad.com

Samstag, 11. November 2006:

Angelique Ionatos: Die in Athen geborene Künstlerin verließ ihr Land 1969, um der Militärdiktatur zu entkommen. Sie lebt in Frankreich, wurde 1989 im "Theatre de Sartrouville" zum "Artist in Residence" ernannt und ist heute einer der großen Stars der Weltmusik. Sie spielt sowohl eigene Kompositionen als auch Lieder auf griechisch, spanisch, französisch. Die Akkorde auf ihrer Gitarre nehmen mit der Zeit zunehmend griechische Töne und Farben an. Von sich sagt die Künstlerin: "Ich bin wie die Olivenbäume, je älter sie werden, desto mehr kommen ihre Wurzeln zum Vorschein:"
www.angeliqueionatos.com

Sapho: Die in Marokko geborene und heute in Frankreich lebende Sängerin und Dichterin bezieht sich in ihrem neuen Programm auf Texte ihres Buches "Un trés Proche-Orient", in dem sich AutorInnen vieler Nationen mit dem Konflikt im Mittleren Osten auseinander setzen. Aus der Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Nazareth Orchester entstand ein politisches Statement und eindrucksvoller Balance-Akt zwischen traditioneller östlicher Musik und Elektronik.
www.sapho.org

Sonntag, 12.November 2006:

Anat: Die israelische Sängerin wählte Berlin zu ihrem Musiklabor und kreiert hier einen Sound, der Ost und West miteinander verbinden soll. In ihrer frischen und vielschichtigen Musik gehen östliche und westliche Instrumente eine Symbiose ein. Orientalische Melodien vermischen sich mit Rock und Pop, traditionelle mit modernen Spielweisen, akustische Instrumente mit Elektronik. Anat (aka Zoriya) verwebt all diese gegensätzlichen Elemente.
anat-music.com

Lesen Sie dazu hier unser Interview mit Aka ZoRiya.
Lesen Sie dazu hier unsere CD - Rezension.

Souad Massi: Die in Algier geborene Musikerin studierte Stadtentwicklung und Städtebau, bevor sie sich ganz auf die Musik konzentrierte. "Die Wurzeln meiner Musik liegen in Algerien. Allerdings ist Algerien auch eine Art Treffpunkt vieler Kulturen, wo westliche auf orientalische Musik trifft." Eine Künstlerin, die einen sehr ungewöhnlichen, globalen aber trotzdem fast klassischen Stil pflegt - französische Chansons, Flamenco und indische Filmmusik gehören zu ihrem Reportoire. Massi ist eine Botschafterin des modernen Arabiens.
souadmassi.artistes.universalmusic.fr

Donnerstag, 16. November 2006:

Aynur: Es ist erst ein paar Jahre her, dass es den KurdInnen und anderen Minderheiten in der Türkei verboten war, ihre Sprache und Kultur zu verbreiten. Beeinflusst von einer uralten Kultur, die von anatolischen, mesopotamischen und jüdischen Einflüssen geprägt war, setzt sie in ihrer Musik eine breite Palette akustischer Folk-Instrumente ein und mischt in den urbanen Sound Istanbuls den Blues der kurdischen Berge. Die Sängerin und Musikerin weiß die neuen Freiheiten, die Tradition ihres Volkes selbstbewusst zu repräsentieren und der kurdischen Musik ein modernes Gesicht zu verleihen.
www.aynurdogan.net

Die Festivaltage in der Passionskirche am Marheinickeplatz:

Freitag, 17.November 2006:

Laura Lopez Castro: Die Tochter spanischer Eltern ist in Deutschland aufgewachsen. Das Leben der extrovertierten Sängerin ist multikulturell orientiert. Was sie auszeichnet, ist eine seltene musikalische Entspanntheit, eine spannende, streichelnde Ruhe in der Musik, die sich nicht einordnen lässt. Ihr Programm ist eine klar durchdachte Produktion mit südamerikanischen Elementen, jazzigen Sounds, leichtem poppigen Charme und ständigem Crossover.
www.lauralopezcastro.com

Maria del Mar Bonet: "Què volen aquesta gent" (Was wollen diese Leute) macht die Musikerin 1970 zur Politbardin und Kulturkämpferin für die in der Francozeit unterdrückte autonome Kultur und Sprache. Sie ist eine der großen Künstlerinnen der mediterranen Musik. Über die Jahre hat sie sich eine unvergleichbare künstlerischer Exzellenz angeeignet. Außergewöhnliche Vokal-Performance und wunderschöne Melodien haben sie zu einer der wichtigsten musikalischen Persönlichkeiten Spaniens werden lassen.
www.joanduarte.arrakis.es/mariacast.html

Samstag, 18.November 2006:

Diamanda Galás: "Songs of Exile" heißt das Programm der gebürtigen Griechin, die heute in New York lebt: Lieder über Tod, Rache und Exil auf Texten von Henri Michaux bis Paul Celan. Wer einmal ein Konzert von Diamanda Galás besucht hat, wird die Eindrücke nicht so schnell vergessen: eine Stimme voller Emotionen, knapp vier Oktaven umfassend, teilweise mit Echo und Verzerrer verfremdet, in mehrere Schichten übereinander gelegt - kontrapunktuell sitzt die Diva ruhig am Flügel und inszeniert das Bild der klassischen Konzertpianistin. Das Publikum wartet dabei nahezu atemlos auf die nächste emotionale Erption.
diamandagalas.com/songs_of_exile.htm

Die Festivaltage im Maschinenhaus der Kulturbrauerei:

Montag, 13. November 2006:

Ellen Fricke: Linguistin, Schauspielerin, Autorin von Kurzprosa, Hörspiel, Radiokunst sowie Sprachkomposition, Neue Musik . Sie ist Berlinerin und auch Weltbürgerin. Mit ihrer temporeichen, mitreißenden, hochmusikalischen Sprachkomposition BABEL, geschrieben für drei Sprecherinnen, hält sie eine Hommage an Vielsprachigkeit und Kommunikation.
www.ellenfricke.de

Natalia Pschenitschnikowa: Die geborene Moskauerin studierte Klavier, Flöte, klassischen Tanz und realisierte schon früh genreübergreifende Performances mit russischen Avantgardekünstlern. Sie arbeitete auch mit so unterschiedlichen MusikerInnen wie Dietmar Diesner, Alexej Ljubimow, Elsbeth Moser, David Moss und Wladimir Tarassow zusammen und mit Dirigenten wie Wladimir Jurowskij, Peter Rundel, Dennis Russel-Davies, Jürg Wyttenbach, u.v.a.. Von 1995 bis 2001 war sie Mitglied im Ensemble Zwischentöne. Im Januar 2003 gründete sie gemeinsam mit Michiko Hirayama und den Choreographen und Tänzern Enzo Cosimi und Massimo Moricone in Rom das Ensemble für Contact-Performance-lmprovisation "Existential Turtle".

Anna Clementi: Anna Clementi lebt zur Zeit zwischen Rom und Berlin. Sie studierte Gesang bei Mieko Kanesugi und Kara Jonstad,experimentelle Musik und Musiktheater bei Dieter Schnebel.
Sie war an zahlreichen Uraufführungen, unter anderem von Iris ter Schiphorst, Chico Mello, Emanuele Casale. Laura Bianchini, beteiligt. Sie hatte mehrere CD - Produktionen, mit John Cage, Tosca, The Dining Rooms, X-Coast, um nur einige zu nennen. Im vergangenen Jahr erschien ihr mit Thomas Stern produziertes Solo-Album "Love is a Reason".

Dienstag, 14.November 2006:

Larry Peacock: Das feministische Projekt könnte Performance, Konzert oder choreographisches Stück sein. Es untersucht die Performativität von elektronischer Musik und Popmusik unter dem Gesichtspunkt von Genderpolitik und der Rolle des Publikums: "C is for Chap and Charm, D is for Dildo and Dyke, and E is for Exquisite!"

Mittwoch, 15. November 2006:

Sir Alice: Die frühere Sängerin von Nouvelle Vague ist eine der aufregendsten Performerinnen. Ihre Liveauftritte sind Kunstperformances, in denen sie mit allen musikalischen Stilen, Kostümen und Bühnenbildern spielt. Der Genderclash im Projektnamen kündigt die nervenzerfetzenden Spannungszustände schon an. Sir Alices Soundscapes und vor allem ihre Stimme klingen selbst noch in Zeitlupenpassagen ebenso bedrohlich wie angriffslustig - ob Punk, Rock oder Elektro, sie ist immer extrem, powervoll, unbändig.
www.myspace.com/siralice

Spinster Sisters: Derber Humor und klare Ansagen - Sister Chain & Sister Swamp sind Spinster Sisters, zugereist aus der Metropole Tel Aviv in das brodelnde Berlin. Der Sound der Spinsters ist so simpel wie eine Ohne-Effekte-Gitarre mit zwei betörend hellen Stimme nur sein kann: Stimmakrobatik und charismatische Performance. Genau diese Momente sind es, die Spinster Sisters zum Aha-Erlebnis machen. Die Zuschauerin wird Zeugin gefährlicher Schönheit und Eleganz, die in ihrer Ausführung vor allem immer nur eines beweisen: Charakter.
www.milenas.de/spinsterinfo.htm

Weitere Informationen zum Programm:
www.wieesihrgefaellt.de oder unter 030 - 443 150


Internationales Musikerinnenfestival - Grandes Dames de la Méditerranée
15 Jahre "Wie es ihr gefällt"

10. bis 18. November 2006
Tickets: In allen VVK-Stellen oder
unter der 030/ 443 151 51

Veranstaltungsorte:
Kesselhaus und Maschinenhaus
Kulturbrauerei Berlin,
Knaackstr. 97
10435 Berlin

Passionskirche
Marheinekeplatz 1-3
10961 Berlin

Music Beitrag vom 30.10.2006 Jana Muschick 

   




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