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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 27.07.2006

Camera Obscura - Let´s Get Out Of This Country
Tatjana Zilg

Ein weiterer Import intelligenter Pop-Musik aus dem Land der Highlands & Whiskey-Distellerien. Feinsinnige Texte und beschwingte Melodien, mal fröhlich, mal melancholisch. Live im Lido am 25.08.!



Glasgow - kalt und windig sind oft die ersten Gedanken beim Sinnieren über die schottische Großstadt. Doch dann fallen einem die vielen, vielen guten Bands ein, die dort ihre ersten Inspirationen fanden: Simple Minds, Franz Ferdinand, Belle & Sebastian, um nur einige zu nennen.

Camera Obscura reihen sich hier mühelos ein.
Schon seit 1996 sind sie aktiv und ließen sich Zeit, um sich mit qualitativ hochwertiger Edelpop-Musik, geschrieben von Sängerin und Gitarristin Tracyanne Campbell, zunächst im United Kingdom einen Namen zu machen. Fünf Männer schart die Songwriterin, die sich gern zwischen Eleganz und Mädchenhaftigkeit oszillierend präsentiert, um sich, denn die oft ins romantisch-orchestrale driftenden Melodien erfordern einiges an Instrumenten.
Nicht nur Gitarre, Bass und Drums wollen besetzt sein, sondern es gibt ebenso zahlreiche Einsätze für Mandoline, Harmonika, Trompete, Orgel, Piano.

Nach einigen ersten Gehversuchen mit Single-Releases und dem für Quattro/Japan aufgenommenen Mini-Album „Rare UK Bird“ erschien im Jahre 2000 ihr Debut-Album „Biggest Bluest Hi Fi“. Kein geringerer als Stuart Murdoch von Belle & Sebastian produzierte die Single-Auskoppelung „Eighties Fan“, mit der das Sextett die Aufmerksamkeit von Indie-Papst John Peel auf sich zog, der sie in seiner Radiosendung vorstellte. Mit dem Follow-Up „Underachievers Please Try Harder” wechselten sie 2003 zum Label Elefant Records und begaben sich auf die Reise für eine erste ausführliche, durchorganisierte UK- und Irland-Tour.
Krönender Abschluss war die Aufnahme einer John Peel Session.

Im nächsten Jahr wurden sie von John Peel aufgefordert, für eine weitere Session Gedichte von Schottlands Nationalpoeten Robert Burns musikalisch zu vertonen. Schon im Januar realisierte sich das anspruchsvolle Vorhaben
mit der Live-Einspielung von fünf Burns-Tracks, u.a.
„Of A´ The Airts the Wind Can Blaw“ bei John Peel im Studio.
Die Band war so glücklich über das gelungene Experiment, dass sie danach im Plattenstudio zwei der Songs aufnahmen: „Love My Jean“ hieß die Single,
die sie dem im selben Jahr verstorbenen Radiomoderator widmeten.

Mit gewachsenem Selbstbewusstsein und erhöhter Professionalität entschloss sich das Sextett bald darauf, sich dem Weltmarkt zu stellen. Ihr Label veröffentlichte „Underachievers Please Try Harder” in den USA. Der Boden für eine US-
und Kanada-Tour war vorbereitet, später folgten auch Auftritte
in Spanien, Schweden und Japan.

Und nun bringt sie die Release ihres aktuellen Albums „Let´s Get Out Of This Country“ auch in die deutschen Lande, nahezu als inoffizielles Dessert-Bonbon der erfolgreichen Brit Music Week im Frühjahr.

Lyrisch, erhebend, herzzerbrechend, offenherzig, geradeheraus - Die 10 Tracks sprühen vor Energie und beleuchten die dunklen und die lichten Seiten des Lebens.

Als erstes stürmt „Lloyd I´m Ready To Be Heartbroken“ in die Ohren der aufnahmebereiten Brit Music LiebhaberInnen: Ein herrlich fröhlicher Herzschmerz-Song. Wer dieses Lied hört, versteht bestimmt nicht mehr, warum der Angebetete im dazugehörigen Video lieber mit einer rosagewandten Miss Perfect tanzt, anstatt die clever-niedliche Sängerin zu erhören.

Verrat von jemanden, dem man vertraut - das ist schwer zu ertragen und
Tracyanne Campell schrieb aufgrund dieser Erfahrung „Tears For Affairs“,
einen leicht jazzigen Song, den sie am liebsten bald in einem David Lynch-Soundtrack verwendet sehen würde. Dennoch ist der Song weniger düster-tragisch
á la Twin Peaks, sondern eher eine Roadmusic-Melodie á la Broken Flowers.

Eine ganz persönliche Widmung an eine amerikanische Songwriterin, die Vorreiterin für all die begabten Sängerinnen der gegenwärtigen Zeit war, ist „Dory Previn“ - eine wundervolle Country-Ballade mit etwas tieferen Vocals als auf den anderen Tracks und getragenen, sehnsüchtigen Akkorden.

Stürmisch psychedelisch, mit deutlichen Referenzen zu Belle & Sebastian zeigen sich Camera Obscura in „If Looks Could Kill“, schnelle Drums, treibende Background Vocals und gekonnte Trompeten-Einsätze.

AVIVA-Tipp: Pop-beschwingte Soundwogen aus dem Land der grünen Hügel und geheimnisvollen Seen. Teilweise fast eine Essenz zu kitschig-blumig, wobei das ironische Augenzwinkern der äußerst sympathischen Tracyanne Champelle immer deutlich spürbar ist.

Die Band im Web: http://www.camera-obscura.net/index2.htm - Mit Videos!

Camera Obscura
Let´s Get Out Of This Country
Label: Elefant Records, Rough Trade, VÖ Juni 2006
EAN: 8428846211237
16,99 Euro

http://www./?r=aviva-berlin90008115&artiId=5354946&nav=5247" .


Music Beitrag vom 27.07.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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