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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2017 - Beitrag vom 16.11.2006

Thea Gilmore
Tatjana Zilg

Rot auf dunklem Grund – Leidenschaftlich, intensiv, kraftvoll zeigt sich die 27jährige Engländerin mit der irischen Herkunft auf „Harpo`s Ghost“. Introspektiver Rock, Blues und Akustikfolk



Noch nicht die 30er-Marke überschritten und schon zehn Jahre aktiv im Musikbusiness: Die grazile Rothaarige mit dem scheuen Blick und der selbstbewussten Stimme nahm im zarten Alter von siebzehn Jahren ihr Debutalbum auf und war seitdem derart produktiv, dass sie insgesamt sechs Alben herausgebracht hat – vier „offizielle“ und zwei „inoffizielle“ Kultalben. Mit 24 kam die erste Krise, kurz nachdem sie mit der Release von „Avalanche“ ihren Durchbruch hatte. Radio 2 kürte es zum „Album Of The Week“ und die Singleauskoppelung „Juliet“ gelangte in die Top 40 der UK-Charts.

Eine Zeit der Trennungen begann für Thea Gilmore. Sie verließ ihr Label Flying Sparks, zwei engste Verwandte kämpften mit sehr schweren Erkrankungen und schließlich trennte sie sich von ihren langjährigen Partner. Und dann wurde mitten im Tief bei ihr eine klinische Depression diagnostiziert. Als sie endlich wieder im Studio stand und „Harpo`s Ghost“ aufnahm, ließen diese Erfahrungen ein Songwriter-Juwel entstehen, das nach dem Release mit begeisterten Kritiken überhäuft wurde.
Der Rolling Stone schrieb : „Lieder, die beißen und kratzen - und deren herbem Charme man am Ende doch jedes Mal erliegt.“, USA Today lobte: „The most provocative songwriter to emerge from England in years.“

Dunkelromantik fließt durch die elf Songs von „Harpo`s Ghost“, im wirkungsvollen Wechselspiel mit explosiven Rock-Feuer, zynisch-frechen Poesie-Texten und melodiösen Nu Country-Essenzen.

Die sich tief ins Ohr schmiegende Mischung von leisen und lauten Tönen zeigt sich gleich in ganzer Stärke im Opener „The Gambler“. Balladesker, sanft-anmutiger Gesang wird im Refrain verstärkt mit großflächig angelegten E-Gitarren-Riffs, die dem Song einen dynamischen, provokativen Ton verleihen – der Thea Gilmore wundervoll steht und sie angenehm unterscheidet von den zahlreichen mädchenhaft-romantischen Jung-Songwriterinnen im Musikbusiness.

Verführerisch einhüllend, zugleich packend und mitreißend ist „Everybody`s Numb“, eine der beiden Singleauskoppelungen. Ein sehr rockiger Geist weht durch den Track. Mit einer ganz leichten Punk-Attidüde formt die Songwriterin hier im rebellisch-katzenhaften Gewand den messerscharf-lyrischen Text zu einer einprägsamen Hymne.

Zarte Töne lässt Thea Gilmore besonders in „Red, White And Black“ zu, eine Nu Country Ballade von allerfeinster Qualität. Bestens geeignet, um imaginär in den fernen Horizont zu blicken, sich dabei vom Wind die Haare aus dem Gesicht wehen zu lassen und die Gedanken durch die unberechenbaren Facetten des Lebens streifen zu lassen.

Die zweite Singleauskoppelung „Cheap Tricks“ besticht durch einen eingängig-melodiösen Stakkato-Rhythmus, der sich durch energiegeladene E-Gitarren und rauchigen Gesang zu einem temperamentvollen Losleg-Song entwickelt, der Vorfreude auf die nächste Open Air- Saison aufkommen lässt, aber auch von der heimischen Stereoanlage zum Mitrocken einlädt. Das absolute Rock-Highlight von „Harpo`s Ghost“ ist aber „We Built A Monster“, das sofort aufspringen lässt, um den Volumenknopf aufzudrehen.

Die Akustik-Gitarren-Vorliebe kommt im Outro „Sweet Journey II“ voll zum Zuge. Mit Streicher-Instrumenten verfeinert widmet sie sich ihrer zerbrechlichen Seite, gekonnt melodramatisch und sehnsuchtsvoll, aber nicht ohne die HörerInnen mit einem lebensfrohen Hidden Track mit Jam-Charakter im Ohr in den Alltag zu entlassen.

AVIVA-Tipp: Rauchig-kräftige Stimme wie PJ Harvey, raffinierte Nu Country-Einflüsse in den Kompositionen, aber definitiv pop-orientierter als Neko Case - und sexy-erwachsen wie die legendäre Nico. Ein sinnliches Winterblues-Vergnügen, das Körper und Seele erwärmt - das aber auch für die Sommerparty im Park wieder hervorgeholt werden kann.

Thea Gilmore im Netz: www.theagilmore.com

Thea Gilmore
Harpo`s Ghost

Label: Sanctuary, Rough Trade; VÖ September 2006
EAN: 5050159039425
16,99 Euro

Music Beitrag vom 16.11.2006 AVIVA-Redaktion 

   




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