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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2017 - Beitrag vom 01.02.2007

Mira Calix – Eyes Set Against The Sun
Tatjana Zilg

Die südafrikanische Künstlerin, in Suffolk/Nordengland lebend, untersucht auf ihrem 3. Studioalbum die unbändige Vielfalt elektronischer Töne. Orchestral-experimentell, mit Naturaufnahmen bereichert



Wie in ein Gemälde von Max Ernst fühlt sich die Hörerin oftmals versetzt, wenn sich die bizarr-phantasievollen Soundstrukturen von Mira Calix sanft, aber zielstrebig ihren Weg ins Langzeitgedächtnis suchen – schnell werden die außergewöhnlichen Kompositionen bestimmt nicht vergessen. Einlassen wollen muss frau sich schon auf diese Klänge, Nebenbeihören verbietet sich fast von selbst. Das wird aber belohnt mit einer Entdeckungsreise in die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten experimenteller elektronischer Musik, die einiges an Überraschungen bietet. Oft sind beispielsweise die klaren, fröhlichen Klänge einer Kalimba, der afrikanischen Maultrommel eingebunden, die auch in europäischen Kulturkreisen mittlerweile wohlbekannt ist und dennoch für wohlige Fernwehschauer sorgt.

Der Wald und die Natur liefern eine wichtige Inspirationsquelle für die vielseitige Künstlerin. Nachdem sie eine erste Idee für die Melodie von „Protean“ im Kopf hatte, packte sie ihre Basis-Elektronik-Ausstattung unter den Arm und suchte im Wald in der Nähe ihres Hauses in Suffolk einen Ort, der der pastoralen Grundstimmung dieser Melodie entsprach. Dort spielte sie ihre Idee ein, überlagert von Naturgeräuschen wie Vogelgesang und Blätterrascheln. Zurück in ihrem hauseigenen Studio mischte sie die Aufnahmen zu einem kurzen, wunderhübschen Stück, das durch seine surrealistische Magie fasziniert.

Es ist ihr sehr wichtig, ihre Stücke tonal zu spielen, und nicht das Gefühl zu haben, mehr zu programmieren als musikalisch tätig zu sein. Das gelingt ihr hervorragend und alle Titel sind durch eine ganz besondere Lebendigkeit gekennzeichnet, die sie von der Lounge-Chill-Out-Music des elektronischen Marktes auf angenehme Weise unterscheiden.

Elektronische Musik ist keineswegs das einzige Betätigungsfeld von Chantal Passamonte (der wahre Name von Mira Calix). Neben den beiden Vorgänger-Studioalben „OneOnOne“ (2000) und „Skimskitta“ (2003) war sie bereits an sehr unterschiedlichen Projekten beteiligt. Für das Naturhistorische Museum in Genf entwarf sie „Nunu“, ein 30minütiges Stück, zusammengestellt aus Aufnahmen von Insektengeräuschen. Auch das Barbican in London lud sie ein, die Eröffnung der Galerie mit einer Performance zu bereichern, und die spanische Nationalkompanie beauftragte sie mit Kompositionen für die Unterlegung von Tanzstücken.

AVIVA-Tipp: Ein sehr ungewöhnliches Album, avantgardistisch-experimentell und mystisch-magisch hin- und her schwebend, dabei sehr sympathisch und ausgesprochen vielseitig. Eine Entdeckungsreise für die auditiven Sinne und Balsam für die Phantasie, die im Alltag oft etwas vernachlässigt wird.

Mira Calix im Netz: www.miracalix.com/

Mira Calix
Eyes Set Against The Sun

Label: Rough Trade, VÖ 15. Januar 2007
EAN: 0801061015015
19,49 Euro

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Music Beitrag vom 01.02.2007 AVIVA-Redaktion 

   




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