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AVIVA-BERLIN.de im August 2014:

Patti Smith – Banga
Katarina Wagner, Sharon Adler

Die MS Costa Concordia, das Set von Johnny Depps neuem Film, die St. Franziskus Basilika in Arezzo. Dies waren die Schauplätze der Inspiration und Kreation neuer Songs für das zwölfte Studioalbum...



... der lebenden Legende und Godmother of Punk, Patti Smith.

Bei ihrem fulminanten Konzert am 11. Juli 2012 im ausverkauften Berliner Tempodrom stellte die Ausnahmekünstlerin Stücke aus dem neuen Album vor, die vom begeisterten Publikum gefeiert wurden. Darunter auch eine sichtlich bewegte Nan Goldin, die "overwhelmed" war. Patti Smith rockte, tanzte und fühlte sich – trotz einer kleinen Erkältung – sichtlich wohl. Das Publikum dankte es ihr mit Begeisterungsstürmen und standing ovations. Besonders ihre Hommage an Amy Winehouse und an Christoph Schlingensief bewegten tief. Aber auch ihre politischen Statements wie "People have the power" und "Future is now" trugen zu einem runden Ganzen bei, zu einem Konzertereignis, das nicht nur gelungen war, sondern auch unvergesslich bleiben wird. Danke, Patti!

Patti Smith - Banga

Gewohnt düster und fast schon mystisch thematisiert sie in ihren neuen Songs persönliche Schicksale, geografische und geistige Reisen.

Für das neue Album hat die heute 65-Jährige wieder alte Bekannte aus der Patti Smith Group um sich vereint. Lenny Kaye an der Electric und Acoustic Guitar, Jay Dee Daugherty am Schlagzeug und auch mit Tony Shanahan (Bass, Keyboard) ist es nicht die erste Zusammenarbeit. Der inzwischen erwachsene Nachwuchs ist ebenso dabei: Tochter Jesse Smith am Klavier und Sohn Jackson an der Gitarre.

Russische Einflüsse

Bereits 2008 arbeitete Smith an ersten Ideen für das Album. Gerade mit einer Installation für ihre Ausstellung in der Fondation Cartier in Paris beschäftigt, ließ ihr ein Freund ein Buch zukommen. "Der Meister und Margarita" war der erste Roman, den sie von Michail Bulgakov las und der Anstoß für drei neue Songs. Nachdem sie alle Werke des sowjetischen Satirikers gelesen hatte, besuchte sie mit ihrer Band in Moskau sein Grab und auch die Filmstudios Andrej Tarkovskijs.

Der nach dem sowjetischen Regisseur benannte Titel ist Pattis lyrische Antwort auf dessen berühmten Film "Iwans Kindheit". Untermalt wird das Gedicht von ihrer Variation eines Musikstücks des US-amerikanischen Jazzmusikers Sun Ra.

Das Titelstück Banga bezieht sich auf Bulgakov. Es ist der Name des Hundes von Pontius Pilatus, der in "Der Meister und Margarita" mit seinem Herrchen zweitausend Jahre lang vor den Himmelstoren wartet. Es ist ein Lied über Loyalität und Liebe, geschrieben für die Band und die engen Vertrauten der Sängerin. Der kraftvolle Gesang wird von starken Gitarren und Hundegeheul begleitet. Letzteres stammt sehr überzeugend von Jackson Smith.
Eine Überraschung dürfte der Gastauftritt Johnny Depps an Gitarre und Schlagzeug sein.
Den Song Nine schrieb die Musikerin unter der sengenden Sonne Puerto Ricos als Geburtstagsgeschenk für den Schauspieler.

Eng verbunden mit der Entstehung des Albums ist auch die MS Costa Concordia. Das erste Polaroid im Booklet zeigt sie im Hafen von Alexandria. Eingeladen von Jean Luc Godard, der Szenen seines neuen Werks "Film Socialisme" drehte, befand sich die Künstlerin mit Lenny Kaye drei Jahre vor dessen Havarie auf dem Kreuzer. Auf einer zehntägigen Reise entdeckten sie das Mittelmeer, lasen Bulgakov und schrieben gemeinsam das Wiegenlied Seneca für ihr Patenkind, den Sohn des Fotografen Steven Sebring. Elf Jahre lang begleitete er die Sängerin bei Tourneen, Alltag und privaten Reisen. Im Jahr 2008 erschien sein Dokumentarfilm Patti Smith – Dream Of Life.

In Gedenken an zwei großartige Frauen

Der Blues-Song This is the girl kommt wie ein Lullaby daher. Entstanden ist er in Trauer über den Verlust der einzigartigen Stimme und Künstlerin Amy Winehouse.

"This is the girl for whom all tears fall
This is the girl who was having a ball
This is the laurel to crown her head
This is the wine of the house, it is sad"


Noch sehr viel persönlicher und emotionaler ist Maria, eine Hommage an im Jahr 2011 gestorbene französische Schauspielerin Maria Schneider, die Smith 1976 kennen lernte: "For me, her image is indelibly infused in those times. Her raw and excitable nature is mirrored in the guitar solo of my son Jackson", erinnert sie sich im Booklet.

"In a little narcissist pool
Drawn by its spell
We saw ourselves
Raw, excitable
I knew you
When we were young
I knew you
And now you´re gone"


Transformierende Reisen

Der düstere, apokalyptische Titel Constantines Dream ist eine halb gesprochene, halb gesungene Reflexion über ein Fresko, seinen Maler und Smiths persönlicher Geschichtete damit.
Nach einem apokalyptischen Traum in Arezzo, Italien ging die Rocklegende zum Gebet in eine Kirche. Dort sah sie in voller Größe die "Fresken der Legenden vom wahren Kreuz" von Piero della Francesca mit dem Detail des schlafenden Konstantin. Von diesem Ausschnitt hatte sie Jahre zuvor eine Postkarte besessen, dann leider verloren. Sie konnte es jedoch nie vergessen und schwor sich, es wieder zu finden.

Eingerahmt wird das Album von den Motiven der Ankunft und des Aufbruchs. Die Ouvertüre Amerigo, thematisiert die Landung des Seefahrers Amerigo Vespucci (Namensgeber Amerikas) in der `Neuen Welt`:
"I imagined Vespucci coming to the New World with great expectations that they would convert the natives, only to find himself utterly transformed by the purity of the land and people.", kommentiert die Künstlerin den Song.

Eine Interpretation von Neil Youngs After the gold rush soll für einen neuen Anfang stehen und das Album positiv beenden. Stellvertretend für eine neue Generation singen Tony Shanahans Neffe und einige seiner FreundInnen neben Smith auf dem Track.

AVIVA-Tipp: Patti Smith hat mit Banga ein teils düsteres, aber sehr gefühlvolles und vor allem episches Album heraus gebracht. Fast jeder Song ist klar einem Ereignis zugeordnet und im Booklet erklärt. Ein sehr persönliches Werk, in dem die Rocklegende uns daran teilhaben lässt, was sie in den letzten Jahren beschäftigt hat.

Patti Smith
Banga

Columbia Records
VÖ: 1. Juni 2012

Weitere Infos unter

www.pattismith.net

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Patti Smith – Outside Society

Patti Smith – Twelve

Patti Smith and her Band – Trampin´

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Patti Smith 1969–1976, ein Bildband von Judy Linn.

Patti Smith – Just Kids. Die Geschichte einer Freundschaft, die Autobiographie der Künstlerin.

Weitersehen auf AVIVA-Berlin:

Patti Smith – Dream Of Life, ein Dokumentarfilm des Fotografen Steven Sebring.

Music > CDs erstellt: 12.06.2012

   




 
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